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11.05.2014

10:57 Uhr

Honda CB 1100 EX im Fahrbericht

Zeitreise zum Wesentlichen

VonRalf Schütze
Quelle:Spotpress

Bei Zeitreisen weiß man nie, wohin sie führen und wie sie enden. Nicht so bei Hondas gelungenem Retro-Wurf CB 1100 EX. Das Naked Bike kombiniert klassisches Design mit moderner Technik.

Das klassische Retro-Bike CB 1100 hat Honda mit der neuen Version EX zum Modelljahr 2014 perfektioniert Ralf Schütze/SP-X

Das klassische Retro-Bike CB 1100 hat Honda mit der neuen Version EX zum Modelljahr 2014 perfektioniert

Es klingt abgedroschen, aber schon nach wenigen Metern auf der CB 1100 EX hört der Pilot förmlich „Born to be wild“. Der Ritt auf dem Retro-Bike über die Landstraßen wird unweigerlich zur emotionalen Zeitreise in eine Epoche, als Motorräder Drahtspeichenräder hatten, Rundinstrumente analog die nötigsten Infos anzeigten, Rückspiegel kreisrund und verchromt und 90 PS eine Macht waren.

Mit eben jener Leistung ist die Retro-Honda heutzutage wahrlich kein Power-Protz, verwöhnt aber ihren Fahrer mit der geschmeidigen Laufkultur ihres luftgekühlten Doppelnocken-Vierzylinders. Der direkte Nachfahre der legendären CB 750 Four von 1968 ist jetzt als CB 1100 EX überarbeitet und mit einigen neuen Extras für 11.990 zu haben.

Den Tank seines Retro-Modells hat Honda für die neue Version EX auf 17,5 l vergrößert Ralf Schütze/SP-X

Den Tank seines Retro-Modells hat Honda für die neue Version EX auf 17,5 l vergrößert

Unter dem Motto „Zurück zum Wesentlichen“ macht sich in den letzten Jahren eine Retro-Welle breit in der Motorrad-Welt. Verzicht auf überflüssigen Schnickschnack, klassisches Design mit traditionellen Formen und Materialien sollen zum puren Motorradfahren zurückführen. BMW zelebriert diese Rückbesinnung seit 2014 mit dem Verkaufsschlager R nineT, Honda hat es schon seit drei Jahren in Japan und Australien sowie seit 2013 auch hierzulande mit der CB 1100 vorgemacht.

Zum Modelljahrgang 2014 löst jetzt die CB 1100 EX für 1.000 Euro mehr ihre Vorgängern ab und bietet zusätzlich: Drahtspeichenräder, Sechsgang-Schaltung, 4-in-2-Auspuffanlage, einen größeren Tank, ABS, einen höher platzierten Scheinwerfer sowie schlankere, tropfenförmige Blinker.

Triumph Scrambler im Handelsblatt-Test: Zeitmaschine in Schräglage

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Egal ob in der Mode, der Einrichtung oder bei Autos: Retro ist angesagt. An der Spitze der Retrowelle bei Motorrädern rollt die Triumph Scrambler. Auf der zweirädrigen Zeitmaschine fühlt man sich wie Steve McQueen.

Honda legt also nach mit seiner Retro-Four, die auf gelungene, moderne Weise an ihren Urahn CB 750 Four von 1968 erinnert. Nostalgiker gibt es mehr als genug unter den zunehmend alternden Motorradfahrern, und sie alle wissen klassische Zutaten an der CB 1100 zu schätzen.

Den bisherigen Nostalgie-Mix überarbeitete Honda nochmals mit einer jetzt abgesteppten Sitzbank. Das Volumen des Tanks stieg von 14,6 auf 17,5 l, auch die Linienführung des Benzin-Reservoirs hat sich leicht geändert. Die Speichenräder mit Aluminium-Hochschulterfelgen passen noch stimmiger ins Retro-Konzept, als die bisher eher unpassenden Leichtmetall-Gussräder.

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