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23.08.2011

08:31 Uhr

Infiniti M35h GT

Der Unscheinbare, der wie der Teufel geht

Quelle:ampnet

Er ist von der eher milden, zurückhaltenden Art, die aber ganz gewaltig kann, wenn sie will. Die Rede ist vom ersten Fahrzeug mit Hybridantrieb von Infiniti, der in Deutschland kaum bekannten Nissan-Edelmarke.

Bei der Fahrpräsentation außen und innen unter die Lupe genommen: Der Infiniti M 35h GT. ampnet

Bei der Fahrpräsentation außen und innen unter die Lupe genommen: Der Infiniti M 35h GT.

Er geht wie der Teufel – in 5,5 Sekunden von null auf 100 km/h. Aber eigentlich zählt er eher zu der milden Sorte, die genau dann ganz gewaltig kann, wenn sie will oder muss, sich bis dahin aber lieber in Zurückhaltung übt. Der erste Hybridantrieb aus dem Hause Infiniti, der in Deutschland noch kaum bekannten Edelmarke des japanischen Herstellers Nissan, das Modell M35h GT ist so selten wie ein Diamant im heimischen Bach. In diesem Jahr sollen nur rund 1.000 Fahrzeuge der Luxusmarke dazukommen. Wer das Besondere sucht, hat also mit einem Infiniti noch auf geraume Zeit einen Solitär in der Hand, in diesem Fall sogar einen mit Hybridantrieb.

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Von Diamanten weiß man, dass ihr Schliff Einfluss auf den Preis hat. Das ist beim Infiniti nicht anders. Da wird auf das Äußere gesteigerten Wert gelegt, allerdings auf eines ohne die Kanten eines Diamanten.

Ein Infiniti ist groß, steht voluminös auf der Straße, am besten auf großen Rädern und dennoch wirkt er nicht gewaltig. Sanfte Rundungen nehmen seiner Karosserie dort die Schärfe, wo andere mit Kanten und Sicken Dynamik ins Blech prägen. Er macht schon was her, aber er drängt sich nicht auf.

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Innen gibt unser Infiniti dann seine Zurückhaltung auf. Hier bekommen die sanften Rundungen auf einmal sogar fast barocke Züge. Den M35h gibt es nur in der GT-Version, was den Augen Kontakt mit blanken Holzzierteilen beschert. Die mit großen Radien gestaltete Armaturentafel, die ebenfalls opulente Mittelkonsole und der Mitteltunnel lassen viel Platz für solche Applikationen und viele Tasten und Drehknöpfe. Das Auge muss sich im Stau nicht auf den großen Bildschirm für Infotainment und Bordcomputer konzentrieren. Der Innenraum gibt ihm viele Gelegenheiten zu kurzen optischen Spaziergängen. Hier zeigt der Infiniti im Wortsinne seinen Preis.

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Was man nicht sehen kann, spürt man, wenn man in die bequemen Sitze versinkt und das dicke Multifunktions-Lederlenkrad umfasst. Nur vom Hybridantrieb spürt man recht wenig, denn das Management sorgt für ruckfreie Übergänge, wenn der Sechs-Zylinder-Benziner die Arbeit vom Elektromotor übernimmt. Den Rest bügelt die Sieben-Gang-Automatik weg. Wer wissen will, welcher Motor nun gerade den Vortrieb übernimmt, hat besser die Anzeigen im Auge.

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