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06.11.2015

13:04 Uhr

Infiniti Q30

Nobody für Jedermann

Quelle:dpa

Wer zum ersten Mal in den neuen Infiniti Q30 einsteigt, erlebt eventuell ein Déjà-Vu. Was der vornehme Nissan-Ableger als erstes Angebot für das Kompaktsegment auffährt, erinnert stark an die Mercedes A-Klasse.

Als Spitzenmodell gibt es den Infiniti Q30 mit einem 2,0-Liter-Turbo, der bis zu 235 km/h auf die Strecke bringt. PR

Auffälliges, eigenständiges Design

Als Spitzenmodell gibt es den Infiniti Q30 mit einem 2,0-Liter-Turbo, der bis zu 235 km/h auf die Strecke bringt.

Bei der Erstbegegnung mit dem kompakten Q30 der Nissan-Nobeltochter Infiniti kommen uns Schalter und Instrumente verdächtig bekannt vor. Und die Technik unter dem Blech ist ebenfalls weitgehend identisch. Zu groß war offenbar der Druck, möglichst schnell Masse zu machen, und zu verlockend die Versuchung, dafür die Konzern-Kooperation zwischen Daimler und Renault-Nissan zu nutzen, als dass die Japaner ein eigenes Modell entwickeln wollten.

Doch haben die Japaner es trotzdem geschafft, dem Auto einen eigenen Charakter zu geben. Das beginnt bei Kleinigkeiten wie den bequemer aufgepolsterten Sitzen mit den aufwendiger inszenierten Lederbezügen, dem wieder auf den Mitteltunnel gerückten Wählhebel für die Automatik oder dem Infotainment-System, das im Gegensatz zu Mercedes auf einen Touchscreen setzt.

Außerdem bindet es vier Kameras ein, mit denen man das Auto beim Rangieren aus der Vogelperspektive sehen kann.

Die höhere Sitzposition und viel Platz hinter dem Lenkrad sorgen für entspanntes Fahren. PR

Ideales Gefährt für lange Strecken

Die höhere Sitzposition und viel Platz hinter dem Lenkrad sorgen für entspanntes Fahren.

Und es endet beim Karosserie-Design: Infiniti hat kein einziges Blechteil von Mercedes übernommen und die A-Klasse komplett neu eingekleidet. Natürlich sind die Proportionen ähnlich und mit ihnen die Platzverhältnisse vorne sitzt man deshalb ausgesprochen bequem, hinten allenfalls durchschnittlich und der Kofferraum fasst klassenübliche 368 Liter.

Aber das 4,43 Meter lange Auto steht nicht nur höher über der Straße und wirkt insgesamt ein bisschen wie ein softer Geländewagen. Es trägt auch einen eigenen, sehr markanten Kühlergrill, hat stark konturierte Flanken mit einem auffälligen Zackenschnitt im hinteren Dachpfosten und ein steiler stehendes Heck.

Für den Antrieb übernimmt Infiniti zunächst fünf Motoren aus dem Mercedes-Regel: Zwei Diesel mit 1,5 Litern Hubraum und 80 kW/109 PS oder 2,2 Litern Hubraum und 125 kW/170 PS. Außerdem gibt es zwei 1,5-Liter-Benziner mit 90 kW/122 PS oder 115 kW/156 PS und als Spitzenmodell einen 2,0-Liter-Turbo, der es auf 155 kW/211 PS bringt.

Kombiniert mit spürbar beschleunigter Doppelkupplung und einem etwas sportlicheren Set-Up macht der Q30 vor allem mit dem Spitzen-Benziner eine ordentliche Figur.

Die aufwendigen Lederbezüge und der auf den Mitteltunnel gerückte Automatik-Hebel gibt dem Infiniti Q30 einen besonderen Charakter. PR

Schöne Materialien, feine Ziernähte

Die aufwendigen Lederbezüge und der auf den Mitteltunnel gerückte Automatik-Hebel gibt dem Infiniti Q30 einen besonderen Charakter.

Kultiviert, aber kraftvoll geht der Vierzylinder mit bis zu 350 Nm zu Werke, beschleunigt den Kompakten in bestenfalls in 7,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h und treibt ihn mit bis zu 235 km/h über die linke Spur.

Und solange man dabei nicht über die Schulter schaut, fühlt man sich im ersten Infiniti für die Kompaktklasse nicht weniger gut aufgehoben als in einer großen Limousine.

Nur beim Tanken sieht das anders aus. Schließlich braucht der Turbo nur 6,7 Liter (CO2-Ausstoß 156 g/km) und bei den Dieseln geht der Verbrauch herunter bis auf 3,9 Liter (103 g/km)

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