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21.02.2015

11:57 Uhr

Jaguar F-Type mit Allradantrieb

Grip, Grip, Hurra!

VonBenjamin Bessinger
Quelle:Spotpress

Jaguar verfeinert den F-Type und bietet den Sportwagen künftig auch mit Allradantrieb an. Wo die Raubkatze sonst schon mal bösartig mit dem Schwanz wedelte, hat man damit im Rücken künftig seine Ruhe.

Für glatte 6.000 Euro gibt es künftig bei Coupé und Cabrio Allradantrieb als Option. Jaguar

Für glatte 6.000 Euro

Beim Jaguar F-Type gibt künftig für Coupé und Cabrio Allradantrieb als Option.

Es schüttet wie aus Kübeln, aber das Strahlen im Gesicht von Kevan Richardson wird immer breiter. Während seine englischen Landsleute so früh im Frühjahr vor allem wegen der Aussicht auf schöneres Wetter hier herunter an den südwestlichen Zipfel von Portugal fliegen, kann es ihm gar nicht nass genug sein.

Denn der Ingenieur ist bei Jaguar Projektleiter für den F-Type und kann unter solch widrigen Umständen am besten demonstrieren, was er dem erfolgreichen Newcomer auf der Überholspur als wichtigste Neuerung für das nächste Modelljahr mit auf den Weg gegeben hat: den Allradantrieb. Für glatte 6.000 Euro gibt es ihn künftig bei Coupé und Cabrio als Option für die 278-kW-380-PS-Version des 3,0 Liter großen V6-Motors und für den V8-Benziner, der nun in beiden Karosserievarianten auf 403 kW/550 PS kommt.

Während das Standardmodell für Heißsporne gerade auf feuchten Straßen so manche Überraschung bereit hält, wird der F-Type mit eingebautem Traktionsvorteil zum linientreuen PS-Soldaten. Jaguar

Bisher gefährliches Eigenleben im Heck

Während das Standardmodell für Heißsporne gerade auf feuchten Straßen so manche Überraschung bereit hält, wird der F-Type mit eingebautem Traktionsvorteil zum linientreuen PS-Soldaten.

Von außen nur an einer dezent retuschierten Motorhaube sowie der entsprechenden Ergänzung im Typenschild zu erkennen, spürt man den Unterschied hinter dem Lenkrad sofort: Während das Standardmodell für Heißsporne gerade auf feuchten Straßen so manche Überraschung bereit hält und bisweilen im Heck ein gefährliches Eigenleben entwickelt, wird der F-Type mit eingebautem Traktionsvorteil zum linientreuen PS-Soldaten.

Da kann es noch so kräftig kübeln über dem Formel 1-Kurs von Estoril: Solange die Räder nicht über die eisglatten Curbs rattern, verbeißt sich der Jaguar förmlich in die Ideallinie und weicht davon keinen Jota ab.

Aber es geht Richardson nicht nur um die Traktion. Sonst hätte er seinen Kunden ja gleich einen Land Rover empfehlen können. Bei aller Sicherheit darf vielmehr der Spaß nicht auf der Strecke bleiben. Deshalb haben seine Teams zum Allradantrieb noch eine intelligente Steuerung namens IDD entwickelt und das bislang vom V8-Modell bekannte Torque Vectoring auch in die Sechszylinder eingebaut.

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Böse Blicke im Preis inbegriffen

Sieht geil aus, ist bärenstark, und superschnell. Wie kein anderes Modell versinnbildlicht das F-Type V8-Coupé Jaguars Werbespruch „It’s good to be bad“. Aber es ist auch böse eigenwillig. Und verboten laut.

So fährt der F-Type unter normalen Umständen weiter Heck getrieben und geht mit entsprechend großem Kino um die Kurven. Erst wenn die Elektronik Schlupf befürchtet, werden bis zu 50 Prozent der Kraft nach vorn abgezweigt. Dann ist Schluss mit lasziven Hüftschwüngen und der F-Type folgt selbst in der Regenschlacht von Estoril  präzise dem Kurs, den man an der ebenfalls neuen Servolenkung mit elektrischer Unterstützung vorgibt.

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