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30.01.2017

10:20 Uhr

Jeep Grand Cherokee Trailhawk

Der will nur klettern

VonElfriede Munsch
Quelle:Spotpress

„Der will nur spielen.“ Diese Aussage von Hundebesitzern über unerzogene und nicht angeleinte Vierbeinern lässt den Puls von Spaziergängern und Joggern in die Höhe schnellen. Beim Grand Cherokee Trailhawk ist es ähnlich.

Das heißt, mit dem Grand Cherokee Trailhawk könnte man ohne weitere Zusatzausrüstung den anspruchsvollen kalifornischen Rubicon Trail bezwingen Jeep

Der Trailhawk trägt eine Plakette, die das Fahrzeug als „trail rated“ auszeichnet.

Das heißt, mit dem Grand Cherokee Trailhawk könnte man ohne weitere Zusatzausrüstung den anspruchsvollen kalifornischen Rubicon Trail bezwingen

Der Name Jeep steht als Synonym für richtige Geländewagen, also nicht nur für modische SUV, die oftmals nur über Frontantrieb verfügen und normalerweise außer Asphalt und ein wenig Schotter nichts unter die Räder bekommen. Auch wenn die Kultmarke – dem Flottenverbrauch geschuldet – beim Renegade und Cherokee auch Vorderradantrieb offeriert, die meisten Jeep-Kunden greifen zu den 4x4-Versionen. Beim gerade aufgefrischten Grand Cherokee gibt es keine Wahl, hier ist Allrad Standard.

Ganz im Gegenteil: Neu im Portfolio ist ab Ende Februar nun die auf Offroad-Fahrten spezialisierte Ausstattungslinie Trailhawk. Sie kostet in Verbindung mit dem 3,0-Liter-V6-Diesel mit 184 kW/250 PS mindestens 64.400 Euro. 2.000 Euro weniger werden für den alternativ angebotenen 3,6-Liter-V6-Benziner mit 213 kW/290 PS in dieser Offroad-Variante fällig.

Neben einem Dreiliter-Diesel gibt es den Grand Cherokee Trailhawk alternativ auch mit 3,6-Liter-Benzinmotor Jeep

Zwei Antriebe stehen zur Verfügung

Neben einem Dreiliter-Diesel gibt es den Grand Cherokee Trailhawk alternativ auch mit 3,6-Liter-Benzinmotor

Eigentlich logisch: Nach den Trailhawk-Versionen für den kleinen Renegade und den kompakten Cherokee darf sich jetzt auch das 4,83 Meter lange SUV Grand Cherokee mit dieser Bezeichnung schmücken. Diese Variante trägt jetzt auch die Plakette, die das Fahrzeug als „trail rated“ auszeichnet. Das heißt, mit dem Grand Cherokee Trailhawk könnte man ohne weitere Zusatzausrüstung den sehr anspruchsvollen kalifornischen Rubicon Trail bezwingen. Nun gut, das muss nicht unbedingt sein, eine (genehmigte) Ausfahrt durch hiesiges Waldgebiet und über eine präparierte Offroad-Piste muss genügen.

Bei minus 10 Grad geht es auf verschneiten Waldwege los. Der Drehknopf des Quadra-Drive-II genannte Allradsystems mit elektronisch gesteuertem Sperrdifferenzial wird daher zuvor auf „Snow“ eingestellt (Matsch-, Sand-, Felsen- und Automatik sind die anderen Untergrundvarianten), die Geländeuntersetzung aktiviert und die Traktionskontrolle deaktiviert. Außerdem wird die serienmäßige Luftfederung hochgefahren, so dass die Bodenfreiheit nun 27 Zentimeter beträgt.

Stellt man den Drehknopf des Quadra-Drive-II genannte Allradsystems auf „Snow“, wird die Geländeuntersetzung aktiviert und die Traktionskontrolle deaktiviert Jeep

Stellt man den Drehknopf des Allradsystems auf „Snow“, wird die Geländeuntersetzung aktiviert und die Traktionskontrolle deaktiviert

Außerdem wird im Snow-Modus die serienmäßige Luftfederung hochgefahren, so dass die Bodenfreiheit nun 27 Zentimeter beträgt

Der Testparcours beginnt harmlos. Noch muss sich das SUV nicht sonderlich anstrengen. Kleine Anstiege und Abfahrten bereiten keinerlei Probleme, noch fühlt man sich eher als Sparzierfahrer als ein Offroader. Doch der Weg führt tiefer in den Wald. Die Försterwege liegen bald abseits, jetzt kann der Trailhawk schon eher zeigen, was er kann. Und er „kann“ eine Menge.

Dank eines Bergab- und eines Bergauf-Fahrassistenten braucht der Fahrer sich im schwierigen Geläuf nur aufs Lenken zu konzentrieren, schließlich will ein ausgewachsenes und auch breites SUV durch enge und unübersichtliche Passagen gezirkelt werden. Derweil sorgt die Elektronik für konstante Geschwindigkeit, so dass das Fahrzeug langsam bergan oder bergab kriecht. Falls es gar zu langsam erscheint, kann man die Geschwindigkeit über Schaltpaddel ein wenig erhöhen, Hauptsache der Fuß bleibt vom Gas- und Bremspedal fern. Hier gilt, der Weg ist das Ziel und zwar langsam; konstant mit Bedacht geht es am besten und sichersten vorwärts.

Stattdessen gibt es eine schwarze Blendschutzfolie auf der Motorhaube sowie mattgraue Akzente für Dachreling, Frontgrill, Frontschürze und Außenspiegelgehäuse Jeep

Chrom, nein danke, heißt es beim Außendesign.

Stattdessen gibt es eine schwarze Blendschutzfolie auf der Motorhaube sowie mattgraue Akzente für Dachreling, Frontgrill, Frontschürze und Außenspiegelgehäuse

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