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13.05.2015

12:33 Uhr

Kawasaki Versys 650

Eine für (fast) alles

VonHeinz May
Quelle:Spotpress

In der Motorrad-Mittelklasse bietet Kawasaki mit seinen 650er-Modellen durchaus gelungene Alternativen. Die Versys macht dabei gleich in zwei Kategorien einen guten Eindruck.

Test: Kawasaki Versys 650 - Eine für (fast) alles Kawasaki

Kawasaki Versys 650

Funbike oder Reisemotorrad - bei diesem Modell ist beides problemlos möglich.

So richtig in Schwung kam die Versys 650 eigentlich nie. Als Schwester der Erfolgsmodelle ER-6n und ER-6f (mit Verkleidung) hat sie sich am Markt stets schwer getan. Man mag spekulieren, ob das an den eigenwillig designten und übereinanderliegenden Scheinwerfern gelegen hat oder am Aufpreis von mehr als 1000 Euro oder an den acht PS weniger Spitzenleistung – fest steht: Während die Geschwister in den Zulassungslisten ganz vorn auftauchten, blieb für die Versys nur ein Rang unter „Ferner liefen“.

Und so verwundert es nicht, dass Kawasaki bei der neuen Generation just an diesen Punkten angesetzt hat. Der Motor erstarkte um 6 PS auf nun 69 und die Front zieren jetzt zwei nebeneinander platzierte und dynamisch wirkende Scheinwerfer. Allein beim Preis konnte man die Lücke nicht schließen: Mit 7695 Euro für die Versys hat sich der Abstand zur ER-6n nicht verringert.

Dabei ist dieser Preis für den Gegenwert sicher nicht überhöht. Denn mit der Versys bekommt der Kunde ein Bike, dass sowohl flott durch (enge) Kurven getrieben werden kann als auch zur längeren Tour taugt, weswegen man ab Werk auch passende Koffer offeriert. Auch das Windschild wurde in seinen Dimensionen verdoppelt und ist nun um 6 statt 3 Zentimeter höhenverstellbar; allerdings nur im Stand und über zwei Rendelschrauben.

Der Motor erstarkte um 6 PS auf nun 69, und die Front zieren nun zwei nebeneinander platzierte und dynamisch wirkende Scheinwerfer.  Kawasaki

Mehr PS

Der Motor erstarkte um 6 PS auf nun 69.

Die Tour erleichtern sollen auch die um 1,5 Zentimeter nach unten verlegten Fußrasten. Der Tank fasst nun 21 statt 19 Liter; die Zuladung wuchs um 30 Kilo.

Ganz klar, die Versys ist in der neuen Generation tourentauglicher geworden. Man sitzt auf ihr sehr bequem und entspannt, und das Fahrwerk trägt seinen Teil zu diesem Komfort bei: Die Federung schluckt auch die fiesen Schläge gut weg, und die Zugstufendämpfung der nun montierten Showa-Gabel lässt sich über einen großen Bereich einstellen.

Hinten federt ein Federbein von Kayaba, das im Vergleich zur Vorgängerin zwar die Dämpfungsverstellung verlor, seine Aufgaben aber immer noch sehr gut erfüllt. Die hydraulische Federvorspannung lässt sich über ein Handrad fixieren.

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