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17.12.2016

13:58 Uhr

Kia Rio als Gebrauchtwagen

Schrumpfkur auf ganzer Linie

Quelle:dpa

Mit satten 4,24 Metern Länge ist der Rio von Kia kein typischer Kleinwagen. Leider liegt er auch in Sachen Auffälligkeit bei der Kfz-Hauptuntersuchung eher über dem Durchschnitt.

Der Kia Rio zeigt sich bei der Hauptuntersuchung zum Beispiel in Sachen Beleuchtung und Lenkung noch auffällig. PR

Weniger Mängel, aber noch nicht sorgenfrei

Der Kia Rio zeigt sich bei der Hauptuntersuchung zum Beispiel in Sachen Beleuchtung und Lenkung noch auffällig.

Der Rio von Kia war zu Beginn nicht wirklich ein Kleinwagen. 4,24 Meter lang sprengte das koreanische Modell deutlich die üblichen Klassengrenzen, die erst die Nachfolgemodelle einhalten. Auch in Sachen Anfälligkeit ist der Rio auf Schrumpfkurs gegangen - wenngleich er bei der Kfz-Hauptuntersuchung immer noch zu den eher auffälligen Modellen gehört.

So hebt der „TÜV Report 2017” selbst für die aktuelle Auflage noch immer eine „typische Rio-Krankheit” hervor - Lenkanlage und -gelenke weisen demnach Mängelquoten über dem Durchschnitt auf. Ebenso kritikwürdig ist die Beleuchtungsanlage über alle Baujahre hinweg.

Zweigeteilt fällt das Urteil bei Bremsen sowie Achsenaufhängung, Federn, Dämpfern und Antriebswellen aus. Hier bleibt die aktuelle Generation auf dem Prüfstand unauffällig, während ältere Modelle oft negativ abschneiden. So weisen die Teile der Bremsanlage beim Vorgängermodell demnach bis zu achtfach höhere Mängelquoten auf.

Auch beim ADAC zeigt die Kurve nach oben. Noch für die zweite Fahrzeuggeneration notiert der Club „eine Vielzahl an Pannenursachen”. Der Nachfolger dagegen schneidet deutlich besser ab und bewege sich „im guten Durchschnitt der Klasse”. Die Schwerpunkte in der Pannenstatistik sind entladene Batterien bei Exemplaren der Baujahre 2006 bis 2008, defekte Zündschlösser (2006 bis 2009) und undichte Heizungsschläuche durch Marderverbiss (bis 2009). Rückrufe gab es bis dato keine.

Im Jahr 2000 führte Kia den Rio auf dem europäischen Markt ein - als Schrägheck, das aber einem kleinen Kombi gleichkam, und als Stufenheck. Die zweite, um entscheidende 25 Zentimeter auf Kleinwagenniveau gekürzte Generation rückte 2005 nach, erhielt 2010 eine leichte Modellpflege und wurde im Spätsommer 2011 von der aktuellen Auflage abgelöst.

Unter der Motorhaube gibt es beim Rio die für Kleinwagen übliche Kost: Benziner und Diesel mit nicht gerade überbordender Leistung. Zwar wurde zu Versuchszwecken in Südkorea auch ein Hybrid realisiert, doch auf dem Markt sind nur die Verbrenner angekommen.

2011 hielten mit der aktuellen Auflage auch Dreizylinder Einzug, allerdings nur als Selbstzünder. Ab der 2005 eingeführten Vorgängergeneration leisten die Diesel je nach Baujahr und Ausführung zwischen 75 und 110 PS. Die Benziner kommen auf 82 bis 112 PS.

Sicherheitsorientierte Gebrauchtwagen-Interessenten sollten sich noch bei der zweiten Fahrzeuggeneration davon überzeugen, dass ESP an Bord ist. Denn das war nicht immer serienmäßig. Wer auf der Suche nach einem kräftigen Rio 1.6 Spirit als Fließheck mit 112 PS von 2011 ist, sollte laut Schwacke-Liste von einem Richtpreis von 6500 Euro ausgehen - bei rund 66.000 Kilometern Laufleistung.

Noch rund 7600 Euro sollte einplanen, wer sich auf die Suche nach einem Rio 1.1 CRDI Attract Dreitürer mit 75 PS von 2014 begibt (48.300 Kilometer). Ein Rio 1.2 ISG Dream Team Edition mit 62 kW/84 PS wird laut Schwacke für durchschnittlich 11.100 Euro gehandelt (18.000 Kilometer).

Kommentare (2)

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22.12.2016, 08:19 Uhr

"Herr Josemin Hawel"
"Und immer nur geht alles gegen Merkel. Ich finde, dass Handelsblatt sollte etwas gegen krude Propaganda und auch Textmüll wie den von Hoffmann unternehmen."

Das ist ja wohl unerhört.
Da gibt man sich täglich von morgens bis abends die Mühe jeden Artikel,aber auch wirklich jeden zu kommentieren, und zu vielen Themen der Artikel habe ich wirklich keine Ahnung, dann wird man auch noch beschimpft.
Dabei kläre ich die Leute doch nur über Putin und Trump auf, zwei echte Kerle.
Wo wir mit unserem sprechenden Hosenanzug hingekommen sind sieht man ja wohl aktuell.
Danke

Account gelöscht!

23.12.2016, 14:10 Uhr

"Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

@ Herr Hoffmann

ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

"Herr Fritz Porters23.12.2016, 12:25 Uhr
Liebe komödiantische Kommentatorengemeinde,

es ist mal wieder ein Fest wie lustig hier kommentiert wird ...was wäre mein Tag ohne diese wunderbaren Geistesblitze, die hier gepostet werden. Herrlich :-)"


@Porters

VIELEN DANK Herr Porters,
es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
Schön das Sie das zu schätzen wissen.

Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
Paff, von Horn, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke, Ebsel, Dirnberger....

ohne sie wäre ich hier sehr einsam !

Aber besonders erwähnen möchte einen, der wirklich den ganzen Tag, und damit meine ich von morgens bis abends, aber auch wirklich jeden Artikel kommentiert (er ist fleisiger als ich), und auch die meisten Artikel mehrmals kommentiert.....

das ist unser geliebter

SPIEGEL

Danke

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