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18.04.2012

13:10 Uhr

Kompakt-SUV C4 Aircross im Test

Der Citroen im Haifischbecken

Quelle:MID

Der C4 Aircross basiert nicht auf dem Golf-Konkurrenten Citroen C4, sondern auf dem Mitsubishi ASX , und kann mit Frontantrieb oder Allrad bestellt werden. Wir haben das Kompakt-SUV mit 150 PS getestet.

Der Citroen C4 Aircross basiert nicht - wie man vom Namen her leicht annehmen könnte - auf dem Golf Konkurrenten Citroen C4, sondern auf dem Mitsubishi ASX. Pressefoto

Der Citroen C4 Aircross basiert nicht - wie man vom Namen her leicht annehmen könnte - auf dem Golf Konkurrenten Citroen C4, sondern auf dem Mitsubishi ASX.

Lyon/FrankreichMit dem Citroen C4 Aircross steigen die Franzosen in das hart umkämpfte Segment der kompakten SUV ein. In diesem Haifischbecken tummeln sich Gegner wie der VW Tiguan, der Ford Kuga, Nissan Quashqai oder Audi Q3. Aber auch der japanische Basis-Bruder des C4 Aircross, der Mitsubishi ASX buhlt in diesem Segment um die Kundschaft. Und im Sommer stößt dann noch Citroens Konzernbruder Peugeot 4008 dazu.

Die Franzosen bieten den Aircross mit drei Motorvarianten an. Basis ist ein Benziner mit 1,6 Liter Hubraum und 86 kW/117 PS. Den gibt es nur mit Frontantrieb. Den kleinen Diesel mit 84 kW/115 PS und 1,6 Liter Hubraum kann der Kunde sowohl mit Frontantrieb, als auch als Allrader ordern.

Dies gilt auch für die von uns gefahrene Spitzenversion in der "Exclusive-Ausstattung". Sie verfügt über ein 1,8-Liter -Dieseltriebwerk und leistet 110 kW/150 PS. Je nach Sonderzubehör beginnt der Preis für diese Version bei 33 790 Euro. Das Basis-Benzinmodell startet bei 23.690 Euro. Damit liegt der Franzose im Preis schon einmal rund 4.000 Euro über dem japanischen Ausgangsmodell von Mitsubishi.

Optisch vermag der Franzose durchaus zu gefallen. Moderne glatte Formen, große Fensterflächen, eine bullige Front mit senkrecht platzierten Tagfahrlicht und ein - dank der eigenwillig geformten Rückleuchten - markantes Heck lassen den Aircross sympathisch und eigen erscheinen. Auch im Innenraum hinterlässt der kompakte SUV einen positiven Eindruck. Die Instrumententafel wirkt in der von uns gefahrenen Variante dank der Verwendung von Zierteilen, die in schwarzem Klavierlack gehalten sind, ausgesprochen hochwertig. Allerdings hinterlässt das Armaturenbrett durch die dunkle Farbgestaltung einen etwas düsteren Eindruck. Alle Schalter sind gut zu erreichen und logisch platziert.

Mit seinen Abmessungen gehört der Citroen C4 Aircross zu den Kompakt-SUVs und muss sich mit einer passablen Anzahl erfolgreicher Konkurrenten wie den Ford Kuga auseinandersetzen. Pressefoto

Mit seinen Abmessungen gehört der Citroen C4 Aircross zu den Kompakt-SUVs und muss sich mit einer passablen Anzahl erfolgreicher Konkurrenten wie den Ford Kuga auseinandersetzen.

Die Instrumente sind klar gegliedert und gut ablesbar. Die Frontsitze bieten guten Komfort, könnten aber etwas mehr Seitenhalt bieten. Zudem lässt sich der elektrisch verstellbare Fahrersitz für groß gewachsene Menschen nicht weit genug nach unten fahren. Ansonsten ist das Platzangebot sowohl auf dem Frontgestühl, als auch auf der Rückbank als ausgesprochen gut zu bezeichnen. Nicht ganz so löblich ist es mit der Rundumsicht bestellt. Obwohl der Fahrer hoch sitzt, kann er den Beginn der Front nur erahnen und auch nach hinten ist das Ende Des Fahrzeugs nur schwer zu erkennen. Da hilft die bei uns installierte Rückfahrkamera doch erheblich beim Einparken.

Für den Vortrieb sorgt der 1,8-Liter-Vierzylinder-Diesel mit Turbolader. 110 kW/150 PS und 300 Newtonmeter Drehmoment sorgen für einen durchaus kräftigen Durchzug. Das serienmäßige, manuelle Sechsganggetriebe ist gut abgestimmt und leicht zu schalten. Lediglich die Ebene für die Gänge fünf und sechs sind ein wenig weit rechts positioniert. Wer will, kann den Franzosen in 11, 5 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h beschleunigen und eine Höchstgeschwindigkeit von 198 km/h erzielen.

Das Fahrwerk ist relativ weich ausgelegt. Hier haben die Citroen-Techniker übrigens einige technische Veränderungen gegenüber dem Mitsubishi vorgenommen, und für einen angenehmen Komfort gesorgt. Nur kurze, trockene Stöße mag der SUV nicht wirklich sauber wegstecken. Da gibt es schon den ein oder anderen Schlag in die Rücken der Passagiere.

Lange Wellen meistert der Aircross dagegen vorbildlich. Auf kurvigen Landstraßen wirkt das Komfortfahrwerk etwas zu weich und lässt deutlich spürbare Seitenneigungen zu. Die Lenkung arbeitet vorbildlich. Direkt reagiert der Kompakte auf alle Lenkbefehle und der Fahrer bekommt am Lenkrad genügend Rückmeldung. Als störend erweisen sich dagegen die deutlich hörbaren Windgeräusche bei schnelleren Fahrten. Hier gibt es noch Verbesserungspotential.

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