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07.04.2014

09:32 Uhr

Lancia Ypsilon

Kein „Ach-wie-süß“-Auto

VonElfriede Munsch
Quelle:Spotpress

Moderne Kleinwagen kommen meist auffällig lackiert und individuell ausgestattet daher. Das ist auch beim Lancia Ypsilon nicht anders, der hierzulande aber im Schatten des Fiat 500 fährt. Warum eigentlich?

Gemeinsam mit dem Delta ist der Ypsilon der letzte echt italienische Lancia Lancia

Gemeinsam mit dem Delta ist der Ypsilon der letzte echt italienische Lancia

Lancia Ypsilon? Bei vielen Lesern wird bei der Erwähnung dieses Fahrzeugmodells sicherlich eine Augenbraue leicht hochgehen. Das war doch ein schicker Kleinwagen, oder? Genau oder besser gesagt: ist. Er steht immer noch in der Angebotsliste der italienischen Traditionsmarke, fährt aber hierzulande im Schatten des mit ihm verwandten Fiat 500. Warum eigentlich? Wir baten den Ypsilon in der Variante „S by Momodesign“ zum Alltagstest.

Was zum Beispiel der Fiat 500 kann, kann der Ypsilon schon viel länger. Eine bunte Farbpalette inklusive Zweifarblackierung für Karosserie, schicke Accessoires sowie eine lange Aufpreisliste sind keine neue Erfindungen findiger Marketingabteilungen; schon der Lancia Y (1995 bis 2003) hatte nicht nur Alcantara-Sitzbezüge im Angebot, sondern auch auf Lifestyle ausgerichtete Sondermodelle wie den Y Cosmopolitan.

Der Ypsilon genannte Nachfolger (2003 bis 2011) trieb es noch bunter und individueller. Und auch die aktuelle Generation, die seit 2011 am Start ist, setzt auf diese bewährten Zutaten, die das Basismodell aufhübschen sollen.

Der Kleinstwagen passt in die kleinste Lücke Lancia

Der Kleinstwagen passt in die kleinste Lücke

Die ab 12.650 Euro erhältliche Einstiegsversion kommt ohne Klimaanlage und Musikanlage daher. Für beide Ausstattungsdetails ruft Lancia im Paket knapp 1.300 Euro auf. Vernünftigerweise greift man dann lieber gleich zum höheren Komfortniveau. Ab jeweils 14.100 Euro bieten „Gold“ beziehungsweise „S by Momodesign“ unter anderem nicht nur Klimaanlage und  Radio mit MP3-CD-Player, sondern auch noch Lederlenkrad sowie elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel und 15-Zoll-Leichtmetallfelgen. Letztere sind in der von uns gefahrenen Version für eine sportliche Optik schwarz lackiert.

Dieser sportive Eindruck wird noch von den im Heckstoßfänger integrierten Auspuff-Endrohren im Diffusor-Design sowie der Zweifarbenlackierung (Aufpreis: 790 Euro) unterstrichen. Hier sind Motorhaube, Dach und Heckklappe mattschwarz ausgeführt. Der markante Namensschriftzug der italienischen Designschmiede auf den B-Säulen sowie den Sitzen dürfte ebenfalls dazu beitragen, dass der Kleinwagen erwachsen und nicht niedlich wirkt.

Als weiteres Extra gibt es gelbe Instrumentenskalen. Die haben den Vorteil, dass man sie vergleichsweise gut lesen kann, immerhin liegen die Anzeigen für Drehzahl, Geschwindigkeit, Temperatur sowie Tankbefüllung seitlich versetzt, fast mittig auf der Armaturentafel. Je nach Sitzposition und Handhaltung am Lenkrad hat man nicht immer uneingeschränkte Sicht auf den Tacho.

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