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10.01.2007

15:12 Uhr

Lexus GS 450h

Stille Landung

VonChristoph Hus

Die neueste Lexus-Limousine ist in vielerlei Hinsicht gewöhnungsbedürftig. Besonders am GS 450h ist sein Hybrid-Antrieb, der aus einem Verbrennungs- und einem Elektromotor besteht. Den blauen Umweltengel sucht Hapag-Lloyd-Express-Chef Roland Keppler im Lexus aber vergeblich. Ob das Auto ihn verdient hätte?

Hybrid-Auto von Lexus: Der GS 450h.

Hybrid-Auto von Lexus: Der GS 450h.

Aus der Fahrerperspektive ist an der Limousine zunächst nichts Ungewöhnliches zu entdecken: dunkles Leder, Multifunktionslenkrad, ausladende Mittelkonsole. Nirgendwo ein blauer Engel – dabei ist dies doch ein Hybrid-Wagen. Roland Keppler blickt fast ein wenig enttäuscht drein – vielleicht hat er vom neuen Lexus GS 450h mehr erwartet, den er heute für das Weekend Journal testet.

Doch kaum hat der Geschäftsführer der Billigfluglinie Hapag-Lloyd Express (HLX) den Automatik-Hebel in den Rückwärtsgang geschoben, beginnen seine Augen zu leuchten. Auf dem großen Display in der Mittelkonsole, das sonst dem Navigationsgerät und dem Radio vorbehalten ist, flimmert jetzt das Bild der Rückfahrkamera und zeigt die Straße hinter der Heck-Stoßstange. „Das ist ja wunderbar“, freut sich Keppler. „Bei meinem BMW piepst es nur.“

Den 5er mit der grellen HLX-Werbung auf der Heckscheibe, an dem Keppler jetzt mit einem sanften Druck auf das Gaspedal vorbeirauscht, würdigt der Airline-Manager keines Blickes mehr. Stattdessen sucht er mit der linken Hand nach den Einstell-Knöpfen für die Außenspiegel, die beim Lexus hinter einer Klappe verborgen sind. „Das ist ja das reinste Versteckspiel“, klagt Keppler – und steuert den Wagen vom Kasernengelände neben dem Flughafen Langenhagen in Hannovers Norden, auf dem HLX seinen Sitz hat.

Gewöhnungsbedürftig ist die neueste Lexus-Limousine auch in anderer Hinsicht. Als Keppler vor der ersten roten Ampel stoppt, verstummt jäh das Motorengeräusch, und eine ungewohnte Stille macht sich breit. Doch genau so soll es sein: Der GS 450h hat einen Hybrid-Antrieb mit einem Verbrennungs- und einem Elektromotor. Und vor Ampeln und im Stadtverkehr schaltet sich der Benziner ab. „Eine Stille wie im Urlaub auf dem Land“, urteilt Keppler zufrieden.

Das neue Lexus-Modell steht seit dem Frühjahr bei deutschen Händlern. Besonders augenfällig ist das rundliche Heck, unter dem sich der Elektromotor verbirgt.

Auch wenn er sonst ein deutsches Auto fährt: Vorurteile gegen japanische Autos kennt der HLX-Chef nicht. „Sie sollen ja viel zuverlässiger sein als deutsche“, bemerkt er, als er den Lexus durch das Örtchen Mellendorf vor den Toren der niedersächsischen Landeshauptstadt steuert.

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