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22.01.2010

13:00 Uhr

Lexus IS 250 C

Ein Beau ohne Biss

Zwar ist Toyota auf dem Weg zum größten Autohersteller der Welt und hat auf den verschiedenen Märkten eine kaum mehr zu überschauende Modellpalette. Doch offene Fahrzeuge sucht man bei den Japanern zumindest in Europa vergebens. Diese Lücke füllt die noble Schwestermarke Lexus mit dem IS 250 C. Konkurrenz machen soll der vor allem Cabrios wie 3er BMW und Audi A5.

Der IS 250 C von Lexus soll gegen die die gehobenen Mittelklasse-Cabrios antreten. dpa

Der IS 250 C von Lexus soll gegen die die gehobenen Mittelklasse-Cabrios antreten.

dpa-infocom HAMBURG. Zwar ist Toyota auf dem Weg zum größten Autohersteller der Welt und hat auf den verschiedenen Märkten eine kaum mehr zu überschauende Modellpalette. Doch offene Fahrzeuge sucht man bei den Japanern zumindest in Europa vergebens. Diese Lücke füllt die noble Schwestermarke Lexus mit dem IS 250 C. Vornehm und gediegen fährt der Viersitzer zu Preisen ab 49 650 Euro vor. Konkurrenz machen soll er vor allem gehobenen Mittelklasse-Cabrios wie 3er BMW, Audi A5, Volvo C70 oder Saab 9-3.

Wie schon beim Mercedes SL SC-Konkurrenten 430 haben sich die Japaner für ein massives Faltverdeck entschieden. Es besteht aus drei Aluminiumblechen, der großen Glasheckscheibe und mehr als einem Dutzend Motoren und faltet sich schneller unter den Heckdeckel als bei jedem anderen Viersitzer dieser Art: Kaum 20 Sekunden vergehen, dann spürt man die Sonne im Nacken und den Wind in den Haaren. Allerdings muss das Auto stehen, bevor es die Hüllen fallen lässt. Und auch für den schnellen Striptease ist eine Ampelphase leider meistens zu kurz.

Elegante Linienführung trotz großer Klappe

Von außen haben die Ingenieure das Cabrio sehr geschickt gezeichnet: Mit geschlossenem Dach wirkt der Viersitzer beinahe wie ein schmuckes Coupé. Und weil auf der Kofferraumklappe zwei kleine Höcker angedeutet sind, sieht der offene Wagen nicht so breit und unförmig aus, wie es bei Blechdach-Cabrios sonst häufig üblich ist.

Wenig Beinfreiheit auf der Hinterbank

Doch sobald man unter den Aludeckel schaut, verliert das Cabrio ein wenig an Reiz: Bei offenem Dach schrumpft das Volumen des Gepäckabteils von 420 auf mickrige 165 Liter. Und bei geschlossenem Verdeck liegt die Kopffreiheit im Fond auf dem Niveau eines mittelalterlichen Grubenstollens. Da ist es nur ein kleiner Trost, dass Hinterbänkler ihre Beinfreiheit elektrisch regulieren und die vorderen Sitze auf Knopfdruck verschieben können. So wird zumindest das Ein- und Aussteigen nicht zur Gymnastikübung.

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