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08.06.2013

09:00 Uhr

Lexus IS 300h

Außenseiter auf Angriffskurs

Quelle:dpa

Neben Audi, BMW und Mercedes spielen die Japaner ab Mittelklasse aufwärts eine Nebenrolle. Das will die noble Toyota-Marke Lexus nicht länger auf sich sitzen lassen. Sie schickt die dritte Generation des IS ins Rennen.

Dem Lexus IS wurde ein neues Design verpasst. Damit sieht der Wagen viel schnittiger aus. dpa

Dem Lexus IS wurde ein neues Design verpasst. Damit sieht der Wagen viel schnittiger aus.

BerlinWenn Ende Juni der neue Lexus IS an den Start geht, soll er gegen Audi A4, 3er BMW und Mercedes C-Klasse zumindest einen Achtungserfolg erzielen. Schärfer gezeichnet als je zuvor und mit einer betont sportlichen Abstimmung geht der Außenseiter auf Angriffskurs und will die Kunden der deutschen Hersteller mit mehr Emotionen und Fahrspaß ködern. Der Preis für die Limousine beginnt ab 34.200 Euro.

Schnittiger und sportlicher

Die Designer haben den IS komplett neu eingekleidet und ihm einen aggressiv gestylten Diabolo-Grill ins Autogesicht geschnitten. Die Ingenieure haben vor allem an Details gefeilt. Zugunsten der Hinterbänkler wurde der Radstand um acht Zentimeter gestreckt. Auch der Fahrer sitzt besser: Die Sessel sind nun wie in einem Sportwagen geformt. Der Fahrer rückt zwei Zentimeter näher an den Asphalt und greift in ein steiler montiertes Lenkrad.

Spürbare Änderungen gibt es am Fahrwerk: Die Abstimmung ist insgesamt straff, die Lenkung scharf und präzise, die Federn und Dämpfer sind auf Knopfdruck mal weich und komfortabel oder hart und bestimmt. So bleibt das Auto auch bei hohen Geschwindigkeiten ruhig in der Spur und liegt stabil in Kurven.

Dem Hybrid-Herz fehlt es an Schlagkraft

Ausgerechnet dem Herz des vermeintlichen Sportlers fehlt es an Schlagkraft: Weil der IS nicht nur sportlich, sondern auch besonders sparsam sein soll und Lexus als Toyota-Marke auf den Hybridantrieb schwört, gibt es statt eines drehmomentstarken Diesels einen Teilzeitstromer. Dieser erweist sich bei der ersten Ausfahrt als ziemlich lustlos.

Auch das Fahrwerk wurde verbessert: Die Abstimmung ist straff, die Lenkung scharf und präzise. dpa

Auch das Fahrwerk wurde verbessert: Die Abstimmung ist straff, die Lenkung scharf und präzise.

Auf dem Papier macht er mit einer Systemleistung von 223 PS und Drehmomentwerten von 300 Newtonmetern (Nm) bei der E-Maschine und 221 Nm beim 2,5 Liter großen Vierzylinder-Benziner noch eine ganz gute Figur. Aber in der Praxis wirkt er mau und müde. Das liegt nicht nur an der völlig unverständlichen Selbstbeschränkung auf 200 km/h, mit der man bei den eiligen Viel- und Firmenfahrern gar keinen Stich machen kann.

Kommentare (8)

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theaterkritik

08.06.2013, 10:51 Uhr

neulich in so einem Ding gefahren: innen billig und laut, außen das widerliche japanische Standardweiß.
Wer es liebt, ein paar Meter lautlos rollen, hat bis knapp über Schrittgeschwindigkeit dazu Gelegenheit - danach fangen die Reifen an, durch die dürftige Schallisolierung zu rumpeln.
Sobald es etwas schneller wird, dröhnt die Straße und pfeift es an allen Ecken. Soviel zu 'schnittig' oder auch kantig.
Ordentliche Beschleunigung geht so lala - allerding zum Preis eines turbinenartigen Motorgeheules.
Dazu viel Mäusekino und billiges Plastik im Innenraum.
Sicher ein Bestseller - in GB, wegen enormer öffentlicher Zuschüsse.
Verbrauch in der Praxis übrigens wie ein Deutscher aus der oberen Mittelklasse.
Alles in allem ein Toyota. Einen Alfa bekommt man fürs gleiche Geld aber dafür mit Design.

R.R.

08.06.2013, 10:59 Uhr

Dass Autotester sparsame Modelle uneingesschränkt loben, wird wohl so schnell nicht vorkommen. Zu sehr scheinen sie es für ihr gutes Recht zu halten, bei den Testfahrten mit Bleifuß und Lichthupe unterwegs zu sein. Sparsamkeit ist da immer eher ein sekundärer Faktor, den kann man mal lobend erwähnen, wenn's im Datenblatt steht, aber NIE ohne sich über die damit verbundenen Kompromisse zu beschweren...

GrandLEXUS

08.06.2013, 12:35 Uhr

[...] Die WAHRHEIT sieht so aus:

http://performancedrive.com.au/wp-content/uploads/2013/02/2013-JD-Power-Vehicle-Dependability-Study.jpg

LEXUS ist schon seit über 10 Jahren die mit Abstand zuverlässigste Marke der Welt. Mit der Hybridtechnik haben sie auch die Technologieführerschaft.

Die zweitklassigen Ramschlabel Müllcedes, BMüllW und Aldi verkaufen immer noch ihre uralt Ölbrenner Schrottkarren. Die Deutschen sind frühestens in 15 Jahren so weit wie LEXUS heute. Der erste Prius kam 1997 heraus und war schon damals um Längen besser als alles was die Deutschen im Jahr 2013 zu bieten haben...

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