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23.01.2008

09:25 Uhr

Mazda CX-7: Kesser Hüftschwung, stolzes Muskelspiel

Ein Blickfang auf der Buckelpiste

Sportliche Geländewagen gibt es mittlerweile jede Menge. Nur Mazda sah dem wilden Treiben auf der Buckelpiste zumindest in Europa lange tatenlos zu. Das hat sich jetzt geändert.

Mazda Cx7_5 dpa

Der CX7 spielt mit seinen Muskeln. Die Designer haben dem Wagen eine stark konturierte Motorhabe und weit ausgestellte Kotflügel verpasst. (Bild: Mazda)

dpa-infocom HAMBURG. Rund ein Jahr nach dem Start des CX-7 in den USA gibt es das erste Sports Utility Vehicle (SUV) der Ford-Tochter auch in Deutschland zu Preisen ab 31 800 Euro. Wer angesichts des mit 4,68 Metern Länge recht stattlichen Allradlers an Passstraßen, Feldwege oder Waldpfade denkt, gerät allerdings schnell auf den Holzweg. Zwar wird die Kraft automatisch und je nach Situation zwischen den beiden Achsen verteilt. Auch die Bodenfreiheit bietet mehr Spielraum als bei einem gewöhnlichen Kombi. Doch das Revier des CX-7 sind Autobahnen und kurvige Landstraßen. Die Betonung liegt bei diesem SUV eher auf Sport als auf Utility.

Das verdeutlicht bereits das Design: Wo die Konkurrenz sich robust und unverwüstlich gibt, spielt der Mazda stolz mit seinen Muskeln. Als hätte man den Wankelsportler RX-8 aufgeblasen und hochgebockt, ist sein Kühlergrill weit aufgerissen, die Motorhaube stark konturiert und die Frontscheibe weiter geneigt als bei manchem Coupé. Außerdem gibt es vorn weit ausgestellte Kotflügel und über der Hinterachse einen kessen Hüftschwung, aus dem die eigenwillig geformten Rückleuchten herauswachsen.

Der Motor ist stark, aber auch durstig

Dass der CX-7 auch so sportlich fährt, wie er aussieht, ist ein Verdienst seines potenten Antriebs. Zwar hat der Motor nur bescheidene 2,3 Liter Hubraum. Doch machen Direkteinspritzung und Turbolader dem Benziner kräftig Druck. Geregelt von einer gut gestuften Sechsgangschaltung und begleitet von einem kernigen Brummen bringt es der Vierzylinder auf 191 kW/260 PS und maximal 380 Newtonmeter Drehmoment. Damit schiebt er den immerhin 1,8 Tonnen schweren Allradler gehörig an: Bereits nach acht Sekunden steht die Tachonadel bei Tempo 100. Schluss mit dem Vortrieb ist erst bei elektronisch limitierten 210 Kilometern pro Stunde (km/h). Doch hat das Vergnügen seinen Preis: Schon im Normzyklus verbraucht der CX-7 10,2 und im Alltag gerne auch mal zwölf Liter und mehr. Ein Diesel würde da helfen und zudem die Verkaufszahlen steigern. Aber den will Mazda frühestens Ende des Jahres anbieten.

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