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14.01.2011

12:00 Uhr

Mercedes 300 SL Roadster

Ein Traumwagen auf Abwegen

Er ist der „Sportwagen des Jahrhunderts“ und für viele Oldtimerfans der Traum schlechthin: der Mercedes 300 SL. Ob als Flügeltürer oder Roadster, – kaum ein anderer Klassiker hat so einen Kultstatus wie der legendäre Silberpfeil aus den 50ern.

Ein Ausfahrt mit dem 300 SL? Bei der Aussicht überschlägt sich das Herz eines jeden Autoliebhabers. Denn der Mercedes ist ein echtes Kultauto. dpa

Ein Ausfahrt mit dem 300 SL? Bei der Aussicht überschlägt sich das Herz eines jeden Autoliebhabers. Denn der Mercedes ist ein echtes Kultauto.

dpa-infocom BERLIN. Für die meisten Fans wird der Mercedes 300 SL auf ewig ein Traum bleiben. In nur neun Jahren wurden nicht einmal 4 000 Exemplaren gebaut. Bei Auktionen und Klassik-Händlern zählt der schnelle Schwabe diesseits von Ferrari und Bugatti regelmäßig zu den teuersten PS-Pretiosen: "Selbst ein schrottreifes Exemplar ist kaum unter 300 000 Dollar zu bekommen", sagt Mike Kunz, der das Mercedes Classic Center in Amerika leitet. Und er muss es wissen.

Schließlich sind dorthin die meisten SL verkauft worden. "Für einen fahrbereiten Wagen zahlt man schnell 100 000 oder 200 000 Dollar mehr. Und mit einem besonders guten Auto wird der Preis fast siebenstellig. Ob Dollar oder Euro spielt dabei fast keine Rolle", zerstört er die Illusionen bodenständiger Träumer.

Faszinierende Zeitreise mit hohem Tempo

Umso faszinierender ist es, wenn man die Gelegenheit zu einer Ausfahrt mit dem Kultklassiker bekommt ­ und dabei auch noch zurück zu den Wurzeln findet. Denn auch wenn der SL vor allem den Reichen und Schönen gefallen hat, war er zu allererst einmal ein reinrassiger Sportwagen. Noch bevor der US-Importeur Maxi Hoffmann in Stuttgart die Entwicklung eines Serienfahrzeugs angemahnt hatte, waren damit Rennfahrer wie Stirling Moss oder Hans Hermann unterwegs. Und zwar ausgesprochen schnell. Nicht umsonst gewannen die Portotypen des SL zum Beispiel Rennen wie die Mille Miglia oder die Carrera Panamericana.

Ganz im Geist dieser Zeit wurde dieser 1962er SL von einem der vielen Vorbesitzer zu einem Rallye-Auto zurück gerüstet. Das Verdeck flog aus Gewichtsgründen über Bord und machte Platz für zwei riesige Überrollbügel. Und wo andere SL im prunkvollen Ornat mit glänzendem Chrom vorfahren, trägt dieser Wagen Zusatzscheinwerfer groß wie Schallplatten. Die wichtigste Änderung gilt allerdings dem Motor.

Zwar bleibt der drei Liter große Sechszylinder der alte. Doch wird der Auspuff wie früher bei den Rennwagen direkt vor dem Beifahrer nach draußen geführt. Damit klingt der Benzindirekteinspritzer nicht nur so brutal und brachial wie ein Maschinengewehr auf Dauerfeuer, sondern vor allem kann er freier atmen und hat deshalb mehr Leistung. Rund /240 PS sollten es schon sein, sagt der Mechaniker.

Kommentare (1)

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aruba

15.01.2011, 07:28 Uhr

Guten Tag;.... S.... stand fuer Sport. L stand fuer Leicht. Davon ist nicht mehr viel zu sehen. Jedoch ist das Auto heute ( jetzige SL ) ein zuverlaessiges wunderschoenes Cabrio. Der Porsche ist Schneller und Wendiger aber der SL ist der Schoenere ( und auch Praktischere ). beiden aber kann sowohl Alltag wie Vollgas nichts anhaben. im genauen Gegeteil zu ihren italienischen und Englischen Kollegen- besten Dank

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