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06.07.2012

10:57 Uhr

Mercedes A-Klasse

Wie vom anderen Stern

Quelle:dpa

Mercedes erfindet sich neu, zumindest in der Kompaktklasse. Die Schwaben sind lange mit braven, biederen, behäbigen Autos hinterhergefahren. Nun wollen sie mit Chic und Sport an Audi A3 und 1er BMW vorbeiziehen.

Ein neuer Stern: In der Kompaktklasse setzt Mercedes neue Akzente. Schnittig in der Form, gibt sich die A-Klasse wie ein Sportwagen. Pressefoto

Ein neuer Stern: In der Kompaktklasse setzt Mercedes neue Akzente. Schnittig in der Form, gibt sich die A-Klasse wie ein Sportwagen.

BerlinErster Coup der neuen Eroberungsstrategie Daimlers in puncto jüngere Zielgruppe ist die neue A-Klasse, die im September zu Preisen knapp unter 24.000 Euro an den Start geht. Gemessen am Vorgänger wirkt die neue A-Klasse wie ein Auto von einem anderen Stern. Sie ist 16 Zentimeter niedriger als früher, hat eine für einen Fronttriebler überraschend lange Haube, lässt an den Flanken die Muskeln spielen und steht von hinten betrachtet so breit auf der Straße wie ein Sportwagen.

Dazu gibt es ein paar auffällige Details wie die riesigen, aus der Karosserie herausragenden Heckleuchten, sowie gegen Aufpreis einen sogenannten Diamantgrill. Er kommt von der vorausgehenden Designstudie und lässt Hunderte kleiner Metallplättchen funkeln.

Hinterbänkler müssen sich klein machen

In der ersten Reihe ist der neue Zuschnitt ein echter Gewinn. Zwar büßt man durch den spürbar niedrigeren Aufbau ein wenig an Übersicht ein. Auch die Rücksicht wird von den breiten Blechen und dem schmalen Fenster getrübt. Doch gegenüber dem Vorgänger fühlt man sich im Neuen mitten drin im Geschehen.

Optisch sind deutliche Veränderungen bemerkbar: Die A-Klasse ist 16 Zentimeter tiefer als der Vorgänger und präsentiert sich mit langer Haube und riesigen Heckleuchten. Pressefoto

Optisch sind deutliche Veränderungen bemerkbar: Die A-Klasse ist 16 Zentimeter tiefer als der Vorgänger und präsentiert sich mit langer Haube und riesigen Heckleuchten.

Die Hinterbänkler dagegen müssen sich beim Einsteigen nun etwas kleiner machen, weil die Türen stärker beschnitten sind und das Dach eingezogen ist. Aber wer im Fond angekommen ist, genießt doch überraschend viel Kopf- und Kniefreiheit. Auch der Kofferraum geht mit 341 Litern Volumen in Ordnung. Außerdem haben die Schwaben für alle Kunden mit größerem Platzbedarf eine neue B-Klasse im Programm. Die kostet etwa 2.000 Euro mehr und bleibt der Idee vom Hochdachkonzept beim Generationswechsel treu.

Vorsicht bei der Ausstattung

Anders als beim Vorgänger und der aktuellen B-Klasse ist das liebevolle und hochwertige Ambiente. Wer genug Kreuzchen auf der Optionsliste macht und die richtigen «Lines» oder Pakete auswählt, kann den Kompaktwagen zum ambitionierten Designerstück aufrüsten. Dann gibt es Sportsitze mit integrierten Kopfstützen, Karbongeflecht auf den Konsolen und rot glühende Zierringe in den Lüftungsdüsen.

Im Topmodell A 250 entwickelt der Vierzylinder-Turbo bis zu 350 Newtonmeter. Der Schwabe kommt in 6,1 Sekunden von 0 auf die 100. Pressefoto

Im Topmodell A 250 entwickelt der Vierzylinder-Turbo bis zu 350 Newtonmeter. Der Schwabe kommt in 6,1 Sekunden von 0 auf die 100.

Allerdings sollte man vorsichtig dosieren: Mit zu vielen Extras wirkt die A-Klasse schnell überladen. Das Geld kann man stattdessen in fast so viele Assistenzsysteme investieren wie in der S-Klasse. Innovationen wie der radargestützte Kollisionswarner sind Standard, gegen Aufpreis gibt es eine Verkehrszeichenerkennung, Totwinkel- und Spurhaltehelfer oder einen Parkroboter.

Oder man gibt das Geld für eine neue Generation von Infotainment-Systemen aus. Sie bieten nicht nur eigene Apps und einen Internetzugang, sondern erstmals auch eine iPhone-Integration.

Auch wenn sich die Mitfahrer der hinteren Reihe etwas klein beim Einsteigen machen müssen, bietet die A-Klasse auch im Fond viel Platz. Der Kofferraum schafft 341 Liter Volumen Pressefoto

Auch wenn sich die Mitfahrer der hinteren Reihe etwas klein beim Einsteigen machen müssen, bietet die A-Klasse auch im Fond viel Platz. Der Kofferraum schafft 341 Liter Volumen

Kommentare (6)

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JAJA

06.07.2012, 12:04 Uhr

Nun wollen sie mit Chic und Sport an Audi A3 und 1er BMW vorbeiziehen.

Na ja. maßgeblich dazu beitragen werden auch die neuen, von Peugeot eingekauften, Dieselherzen.
Diese werden übrigens demnächst auch bei Dacia verbaut.
Man kann also, sollte ein Motorschaden eintreten, durchaus darüber nachdenken, anstatt eines Austauschaggregates, gleich einen Dacia zu kaufen.

Aber irgend etwas wird den opulenten Sternepreis ja schon rechtfertigen.

Marcel

06.07.2012, 14:05 Uhr

Die von Peugeot eingekauften Dieselherzen findet man bei BMW und nicht bei Mercedes. Mercedes arbeitet mir Renault/NIssan zusammen und BMW mit Peugeot.

Und dann stellt sich tatsächlich die Frage, warum der 1er so teuer ist

willi

06.07.2012, 14:39 Uhr

Der 1er ist deshalb so teuer, weil wir so blöd sind ihn trotzdem zu kaufen.

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