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29.09.2012

08:35 Uhr

Mercedes CLS Shooting Brake im Test

Ein Auto für den Kleiderschrank

Designerin Jette Joop und ihr Ehemann Christian Elsen haben in Italien das neueste Modell von Mercedes getestet, den CLS Shooting Brake. Ihr Urteil widerspricht der These, Mercedes sei langweilig geworden.

Offizielle Präsentation des CLS Shooting Brake in Florenz. /laif  für Handelsblatt

Offizielle Präsentation des CLS Shooting Brake in Florenz.

Florenz"Bella Macchina!", hallt es durch unser spaltbreit geöffnetes Fenster. Italiener freuen sich über den Anblick von schönen Autos. Große und kleine Jungs winken und rufen, frei von Neid, als wir am Flughafen von Bologna aus dem Parkhaus fahren. Florenz ist unser Ziel, die Hauptstadt der Toskana und ein wenig auch die Hauptstadt der Eleganz. Schönheit begegnet uns hier in der Architektur, in der Kunst, in der Mode. Und heute auch im Autodesign: Wir testen einen Mercedes-Benz, den Lifestyle-Kombi mit dem klangvollen Namen CLS Shooting Brake.

Der Begriff Shooting Brake beschrieb in Zeiten der Pferdekutsche einst einen Jagdwagen - in den 1960ern und 70ern wurde er dann für besonders elegante Kombiversionen verwendet, zumeist von Coupés mit einem Steilheck. Und CLS? C steht für Coupé, L für leicht oder Luxus, und S für Super(-leicht) oder Sport. Namen sind Schall und Rauch, der CLS ist die elegante Steigerung des Volumen-Modells E-Klasse und basiert auch auf dieser.

Durch die deutlich höhere Exklusivität und die ebenso deutlich höheren Preise greift der CLS auch nach dem Stern der S-Klasse, Downsizing ist und bleibt im Trend. Die Toskana ist eine Freude für das Auge, normalerweise - heute ist die Landschaft so verregnet und grau, wie man es sonst eher von der britischen Insel kennt. Im strömenden Regen testen wir die Scheibenwischer und gelegentlich auch die Bremsen. Der Wagen zeigt sich in den Wolkenbrüchen erhaben über große Wassermengen auf sehr schlechter Fahrbahn, er vermittelt ein Gefühl von Sicherheit.

Mercedes CLS 63 AMG Shooting Brake: Rennwagengefühle im Design-Lastesel

Mercedes CLS 63 AMG Shooting Brake

Rennwagengefühle im Design-Lastesel

Gleich zum Verkaufsstart der Kombi-Version des CLS bietet Mercedes auch die 525 PS starke AMG-Variante an. Ab 117.513 Euro werden Insassen und Gepäck in 4,4 Sekunden auf 100 km/h katapultiert.

Die Federung ist straff, aber komfortabel, die Haptik edel. Nichts klappert, keine Windgeräusche sind zu hören, das Auto macht, was der Fahrer will und vieles geht automatisch, souveräne Lässigkeit als Stilmittel. Innen ist der Testwagen großzügig beledert, die Nähte erschrecken uns in ihrer Perfektion, sie wirken handgearbeitet, wie von einem Meister. Die Übergänge von Holz zu Stoffen sind durchdacht und die Formen sensibel entwickelt.

Kommentare (9)

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CLSFahrer

29.09.2012, 09:05 Uhr

Meine Erafahrung mit meinem MB CLS: Weitgehend gutes und komfortables Fahren, hoer Verbrauch - miserable bzw. katastrophale Qualität; seitens MB sehr schlechtes miserables Kulanzverhalten; kurze Liste der Mängel: Luftfederung 4 x ausgetauscht, Fensterheber 4 x defekt, Bremse defekt, Vorderachsgummis ca. 6 x defekt, Motorschaden, klappert....; ich würde niemand mehr zu einem MB raten; die haben die Qualität nicht im Griff, leben vom Ruf vergangener Tage, klopfen große Sprüche, haben keine Inovationskraft, verkaufen Ihre Kunden für dumm (z. B. auch Kirschholzladeboden für 4.500 EUR - da müssen die erst mal ein par dumme finden)

Account gelöscht!

29.09.2012, 09:13 Uhr

eine haessliche Kiste

Account gelöscht!

29.09.2012, 12:13 Uhr

@CLS - Fahrer, man muß Ihnen leider Recht geben, die Qualität für welches die Marke früher einmal bis zu den "Strich Achter- Modellen stand" wurde durch die profitgeilen Managern bei Mercedes, schon lange aufgegeben!

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