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11.03.2012

11:00 Uhr

Mercedes ML 63 AMG

Bulldozer auf der linken Spur

Quelle:dpa

Dass ein SUV nicht schwerfällig sein muss, zeigt AMG. Der neue ML 63 vom Mercedes-Werkstuner ist Offroader und Sportler. Das macht ihn zum stärksten deutschen Geländewagen, - und zu einem Verführer der Unvernunft.

Die dritte Auflage des ML 63 ist Geländewagen und Sportler. Von 0 auf 100 kommt er in 4,7 Sekunden. dpa

Die dritte Auflage des ML 63 ist Geländewagen und Sportler. Von 0 auf 100 kommt er in 4,7 Sekunden.

BerlinGeht es nach den Entwicklern von AMG, taugen die Geländegänger sogar zum Sportwagen. Nicht umsonst hat der Mercedes-Werkstuner vor fast 15 Jahren als erster einen Geländewagen nachgeschärft und damit einen Trend gesetzt. Jetzt bringen die Schwaben zu Preisen ab 108 885 Euro die dritte Auflage des ML 63 AMG an den Start und setzen sich damit wieder an die Spitze: Mit dem optionalen AMG Performance Package steigt die Leistung des Stuttgarter Kraftpakets auf 410 kW/557 PS.

Unter der Haube steckt der 5,5 Liter große V8-Direkteinspritzer, den AMG mittlerweile in fast allen Modellen einbaut. Zwei Turbolader sorgen schon bei der Grundversion für 386 kW/525 PS und ermöglichen mit einer neuen Elektronik den weiteren Leistungssprung. Damit wird selbst ein ausgewachsener Zweitonner für den Motor zum Leichtgewicht.

Die M-Klasse von AMG liegt etwas bulliger und breiter auf der Straße. Sein Startpreis liegt bei 108.885 Euro. PR

Die M-Klasse von AMG liegt etwas bulliger und breiter auf der Straße. Sein Startpreis liegt bei 108.885 Euro.

Gemessen am Mercedes SLS ist die M-Klasse zwar nicht gerade windschnittig, kommt aber schnell und leichtfüßig daher. Bei 760 Newtonmeter Drehmoment kann keine Rede mehr von Trägheit der Masse sein: Mühelos sprintet der ML 63 in 4,7 Sekunden auf Tempo 100, überholt den Vordermann im Fluge und hat noch deutlich Luft, wenn ihm die Elektronik bei 250 km/h den Hahn zudreht.

Der Preis für dieses Vergnügen wird an der Tankstelle gezahlt. Wie die meisten Sportmodelle hat auch der ML 63 ordentlich Durst. Zwar hat der ML beim Verbrauch einen großen Sprung gemacht: Direkteinspritzung, Aufladung und die für einen AMG noch immer etwas gewöhnungsbedürftige Start-Stopp-Automatik drücken den Normwert auf dem Prüfstand um 28 Prozent auf 11,8 Liter. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von 276 g/km. Doch dafür wäre eine nahezu asketische Selbstbeherrschung des Fahrers nötig. Fehlt diese und auch die sittliche Reife, schluckt der Werkstuner durchaus 15 bis 20 Liter auf 100 Kilometer vom Super Plus.

Dem Werkstuner besitzt nicht die Windschnittigkeit eines Sportwagens, fährt sich dafür aber leichtfüßig und schnell in der Reaktion. PR

Dem Werkstuner besitzt nicht die Windschnittigkeit eines Sportwagens, fährt sich dafür aber leichtfüßig und schnell in der Reaktion.

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