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07.05.2012

12:31 Uhr

Mercedes SL 63 AMG

Darf es etwas mehr sein?

Quelle:MID

Kaum ist der neue SL auf dem Markt, legt Mercedes ordentlich nach. Der SL 63 AMG kommt dank V8-Biturbo auf 537 PS. Das Ergebnis ist eines der aufregendsten Autos mit hohen Suchtpotenzial.

Der SL 63 AMG bildet ab sofort das Sahnehäubchen der traditionsreichen Roadster-Baureihe von Mercedes. mid

Der SL 63 AMG bildet ab sofort das Sahnehäubchen der traditionsreichen Roadster-Baureihe von Mercedes.

Nizza/FrankreichGenug ist eben niemals genug. Nach diesem Motto rennt eine weltweit stetig wachsende Kundenschar AMG seit Jahren die Bude ein. Die renommierte Performance-Tochter von Mercedes verkauft Hochleistungsfahrzeuge so gut wie nie zuvor. Über 20 000 Autos waren es 2011, Tendenz: steigend. Durchschnittlich lässt jeder Käufer einen sechsstelligen Betrag im schwäbischen Affalterbach, dem Stammsitz von AMG. Dabei hätte doch genug Leistung – immerhin 320 kW/435 PS – eigentlich der neue Mercedes SL 500 zu bieten, den die Schwaben seit wenigen Wochen im Markt verteilen.

An dem eleganten Roadster gibt es prinzipiell nichts auszusetzen. Schon gar nicht am Leistungsangebot. Sein Biturbo-V8 ist ein Sahnetriebwerk, souverän, stark und obendrein sparsam. Hinzu kommen ein Fahrwerk, das nahezu den perfekten Spagat zwischen Sport und Komfort schafft, und eine Lenkung, mit der sich der Aluminium-Zweisitzer präzise und knackig ums Eck dirigieren lässt. Mercedes nennt dies "kultivierte Sportlichkeit". Herz, was willst du mehr?

Trotz der 537 PS Leistung regelt die Motorsteuerung des SL 63 AMG bei 250 km/h elektronisch ab. MID

Trotz der 537 PS Leistung regelt die Motorsteuerung des SL 63 AMG bei 250 km/h elektronisch ab.

Exakt diese Frage wissen AMG-Kunden unisono zu beantworten: mehr Leistung, mehr Fahrspaß, mehr Exklusivität. Geld spielt dabei keine Rolle. So haben die Ingenieure in Affalterbach den SL nach allen Regeln der Kunst verfeinert, nennen ihn nun SL 63 AMG. Die Nomenklatur mag verwirren, denn unter der langen Roadster-Haube steckt längst nicht mehr der 6,3-Liter-Achtzylinder-Sauger vergangener Tage, sondern ein hochmoderner 5,5-Liter-V8-Biturbo-Direkteinspritzer. Er ist so etwas wie der Volumenmotor im AMG-Programm, verrichtet bereits in der S-Klasse, im CL, CLS sowie in der E-Klasse seinen Dienst.

Im SL leistet das Aggregat – nach der Philosophie des Hauses stets von einem Spezialisten in Handarbeit montiert – stramme 395 kW/537 PS. Fast noch beeindruckender aber fallen die 800 maximale Newtonmeter Drehmoment aus, die AMG beim optionalen Performance Package sogar auf 900 Nm anhebt. Das sind Leistungswerte für die Durchzugskraft, die selbst unter den Freunden von Schiffsdieselmotoren anerkennendes Nicken hervorrufen würden.

Es bedarf nicht viel Fantasie zu erahnen, was passiert, wenn diese Urgewalt durch die Siebengang-Automatik zu den Hinterrädern geschickt wird. 4,2 Sekunden für die Beschleunigung von null auf 100 km/h sind da quasi nur das Abfallprodukt. Ohne das Einwirken elektronischer Hilfen ließen sich mit dem AMG-SL leicht 50 Meter lange schwarze Streifen um den Wohnblock radieren.

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