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16.06.2014

12:35 Uhr

Mercedes SLK als Gebrauchter

Nach dem Facelift trug er Hasenscharte

Quelle:Spotpress

Mit dem ersten SLK hat Mercedes 1996 einen Hit gelandet. Die zweite Auflage von 2004 verfeinerte das Klappdach-Konzept nochmal. Und feilte auch an der Langzeitqualität. Ohne dass das nötig gewesen wäre.

Das Konzept mit dem Blechdach stammt vom Vorgänger Daimler

Das Konzept mit dem Blechdach stammt vom Vorgänger

Beim SLK strahlt der Stern mit vollem Glanz. Die zwischen 2004 und 2011 gebaute zweite Generation des Hardtop-Roadsters zählt qualitativ zu den besten Mercedes-Modellen ihrer Ära. Auch heute noch können Gebrauchtwagenkäufer ohne Bedenken zugreifen – wenn sie auf ein paar Details achten.

Karosserie und Innenraum: Der Erfolgsgarant des SLK war wie schon in der ersten Generation das versenkbare Blechdach, das den Zweitsitzer zum Ganzjahresauto macht. Einfache Bedienung und schnelle Mechanik sorgen dafür, dass sich das Öffnen auch lohnt, wenn die Sonne nur für wenige Minuten zwischen den Wolken hervorschaut. Zudem gilt die Technik als absolut zuverlässig, Probleme sind auch bei älteren Modellen kaum bekannt.

Mercedes SLK 250 CDI im Handelsblatt-Test: Warmluftschal mit Diesel-Power

Mercedes SLK 250 CDI im Handelsblatt-Test

Warmluftschal mit Diesel-Power

Roadster stehen für sportliche, offene Zweisitzer, die Spaß machen sollen. Der Mercedes SLK 250 CDI hält mit einem sparsamen Diesel und allerhand Technik-Schnickschnack dagegen. Ob das gut geht, zeigt unser Test.

Doch es gibt auch die typischen Nachteile des speziellen Konzepts, etwa den kleinen Kofferraum und die weit über den Fahrersitz gezogene Windschutzscheibe, die das Open-Air-Feeling trübt. Beinharte Roadster-Fans halten den SLK zudem für ein weichgespültes Cabrio, was den geneigten Käufer aber nicht stören sollte, ist der Mercedes bei allem Komfort (neben dem Dach zählen dazu ein ordentliches Platzangebot und der optionale Nackenfön „Airscarf“) durchaus ein sportliches Auto.

Motoren: Im Vergleich zum Vorgänger hat der zweite SLK bei der Motorisierung zugelegt. Neben Vier- und Sechszylindermotoren ist erstmals auch eine V8-Version zu haben. Die insgesamt über die Bauzeit angebotenen Motorvarianten decken ein Leistungsband von 120 kW/163 PS bis 294 kW/400 PS ab.

Nach dem Facelift trug der SLK eine Hasenscharte Daimler

Nach dem Facelift trug der SLK eine Hasenscharte an der Frontschürze

Ordentlich motorisiert ist der Roadster bereits mit dem per Kompressor aufgeladenen Einstiegs-Vierzylinder, der im überwiegenden Teil der auf dem Gebrauchtwagenmarkt angebotenen Modelle Dienst tut. Noch besser zum sportlichen Charakter passen aber die seidigen V6-Sauger, mit 170 kW/231 PS bis 224 kW/305 PS, mit denen der Mercedes durchaus mit Sportwagen vom Schlage eines Porsche Boxster mithalten kann.

Die AMG-Versionen mit dem V8-Motor müssen sich selbst vor einem 911 nicht verstecken. Geschaltet wird in der Vier- und Sechszylindermodellen serienmäßig über ein manuelles Sechsgang-Getriebe, die Vierzylinder gibt es auch mit Fünfstufen-Automatik, bei den Sechszylindern sind es sieben Stufen. Alle Motor-Getriebe-Kombinationen gelten als problemlos. Die zu Beginn auftretenden Software-Fehler bei den V6-Modellen sollten mittlerweile behoben sein.

Der Innenraum ist hochwertiger als beim Vorgänger Daimler

Der Innenraum ist hochwertiger als beim Vorgänger

Ausstattung und Sicherheit: Vier Airbags und der Schleuderschutz ESP sind immer an Bord, darüber hinaus zählten der Elektromotor für das Hardtop und ein CD-Radio zur Serienausstattung. Bei den stärkeren Motoren war auch die Klimaanlage aufpreisfrei an Bord.

Ansonsten musste wie bei Mercedes üblich vieles gegen Zusatzzahlungen hinzu gebucht werden – selbst für das Windschott wurden knapp 90 Euro fällig. Zu den interessantesten Posten zählte neben dem empfehlenswerten Warmluft-Fön in den Kopfstützen das Bi-Xenon-Abbiegelicht und die Direktlenkung, die dem SLK einen zusätzlichen Schuss Sportlichkeit verpasst. Besonders edel gestaltet und gut ausgestattet waren die Sondermodelle „Edition 10“, „2Look Edition“ und „Grand Edition“.

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