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06.05.2013

12:51 Uhr

Mitsubishi Space Star

Innere Größe zählt auch

Quelle:dpa

Außen klein, innen groß: so schickt Mitsubishi den neuen Space Star ins Rennen. Das wendige Raumwunder erleichtert die Parkplatzsuche. An einigen Stellen gingen die Entwickler aber wenig inspiriert vor.

Den Space Star gibt es als 1,0-Liter mit 52 kW/71 PS oder als 1,2-Liter mit 59 kW/80 PS. PR

Den Space Star gibt es als 1,0-Liter mit 52 kW/71 PS oder als 1,2-Liter mit 59 kW/80 PS.

BerlinObwohl mit seinen 3,71 Metern 20 Zentimeter kürzer als früher, ist der Fünftürer Space Star von Mitsubishi offiziell der Nachfolger des Kleinwagens Colt. Doch er trägt den Namen einer 2005 eingestellten Großraum-Limousine, und macht diesen zum Programm: Kaum ein anderes Auto in seinem Format bietet innen so viel Platz wie der Zwerg aus Fernost. Zu Preisen ab 8990 Euro kommt er in den Handel.

Erreicht hat Mitsubishi die maximale Raumausnutzung durch eine kluge Konstruktion mit großem Radstand, kleinen Motoren, einem gerade mal 35 Liter fassenden Tank sowie einer spärlichen Möblierung. So sind zum Beispiel die Sitze und die Rückbank besonders dünn gestaltet und brauchen entsprechend wenig Platz. Deshalb können bei mehr Beinfreiheit als im deutlich größeren Colt selbst im Fond auch mal Erwachsene mitfahren - auch länger als eine Viertelstunde. Dafür allerdings bieten die dünnen Polster nicht so viel Komfort und weniger Seitenhalt.

Mehr Platz bietet übrigens auch der Kofferraum: Er wächst gegenüber dem Vorgänger um 14 auf 235 Liter und lässt sich durch Umklappen der geteilten Rückbank auf 912 Liter erweitern. Die Freude über den großen Laderaum wird jedoch von der hohen Kante getrübt, über die man das Gepäck vorher wuchten muss. Und wenn man die Rücklehne umklappt, bleibt eine Stufe als Hürde beim Stapeln von Kisten und Koffern.

Optik und Ausstattung fallen dürftig aus. Die Polster sind grau, die Instrumente sehen wie Spielzeug aus. PR

Optik und Ausstattung fallen dürftig aus. Die Polster sind grau, die Instrumente sehen wie Spielzeug aus.

Mit dem neuen Format einher geht eine dramatische Gewichtseinsparung: Gegenüber dem Colt speckt der Space Star 120 Kilo ab und wiegt ohne Extras und Fahrer nur noch 845 Kilogramm. «Keiner ist leichter», behaupten die Ingenieure und rechtfertigen damit auch den Einsatz ihrer ebenfalls neuen Schrumpfmotoren.

Sie haben nur noch drei Zylinder und werden in zwei Leistungsstufen angeboten: als 1,0-Liter mit 52 kW/71 PS oder als 1,2-Liter mit 59 kW/80 PS. Weil der Space Star mit einem cw-Wert von 0,27 auch das windschnittigste Auto in seiner Klasse ist und jenseits des Einstiegsmodells immer eine Start-Stopp-Automatik montiert wird, knausert der kleine Japaner auch beim Verbrauch: Ein Normbestwert von 4,0 Litern und ein CO2-Ausstoß von 92 g/km machen ihn auf dem Papier zum Sparmeister im Segment.

Wer jedoch mit den beiden Dreizylindern ein bisschen flotter unterwegs sein und auch mal die Höchstgeschwindigkeiten zwischen 172 und 180 km/h ausreizen will, der muss sie ordentlich drehen lassen. Und dann werden die in der Theorie so sparsamen Aggregate nicht nur lauter, sondern auch durstiger.

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