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31.05.2011

09:24 Uhr

Mobile Navigationsgeräte

Infos in Echtzeit sind bezahlbar geworden

Besseres Durchkommen: Das sollen Navis mit Internetanbindung gewährleisten. Dabei werden Autofahrer mit aktuellen Informationen über die Verkehrslage versorgt. Die laufenden Kosten für die Systeme haben sich inzwischen halbiert.

Navis mit Internet

Drei Kilometer zähfließender Verkehr, vier Minuten Zeitverlust: Informationen wie diese liefert etwa das abgebildete Navigon-Navi mit der Funktion Traffic Live.

StuttgartDas Navi rät, die Autobahn zu verlassen, obwohl die Reise eigentlich auch geradeaus weitergehen könnte. Während der Fahrer seinen Wagen durch die Ausfahrt lenkt, sieht er noch das Stauende in der nächsten Kurve der Fernstraße - und kann sich freuen: Er hat Zeit gewonnen und seine Nerven geschont. Wie in diesem Beispiel leiten Navigationssysteme mit Live-Diensten zum aktuellen Verkehrsaufkommen Autofahrer ohne lange Zwangspausen über Alternativrouten ans Ziel. Als die Geräte mit Internetanbindung vor rund drei Jahren auf den Markt kamen, schreckten die laufenden Online-Kosten noch viele Kunden ab. Darauf haben die Anbieter mittlerweile reagiert.

Die Verbindungsgebühren haben die Hersteller geschickt im Anschaffungspreis für die Hardware versteckt - und halbiert. "Der Live-Service ist für ein bis zwei Jahre inklusive, früher war das nur für drei Monate der Fall", sagt Rafaela Möhl vom Internetportal Teltarif.de. Erst danach fielen rund 50 Euro jährlich an - früher waren es oft noch 100 Euro. Neu ist auch: Die Kosten für EU- oder europaweites Roaming sind nunmehr enthalten. Früher drohte beim Überschreiten mancher Grenze die Kostenfalle zuzuschnappen.

Navis mit Internet

Live-Dienste integriert: Auch Hersteller Garmin geht diesen Weg.

Allerdings sind die Geräte mit Live-Diensten selbst deutlich teurer als ältere Navis, die ihre Verkehrsdaten noch ausschließlich über den herkömmlichen, rundfunkbasierten Traffic Message Channel (TMC) beziehen. "Navis bekommt man ab 80 Euro, Live-Geräte kosten ab 200 bis 250 Euro", erklärt Möhl. Doch sie bieten Vorteile: Ihre Verkehrsführung sei "wesentlich schneller und genauer". Ein weiteres Feature: Die Internet-Navis verfügen neben den Verkehrsinformationen in Echtzeit über Zusatzdienste.

Kein Surfen per Browser

Vergleichsweise neu dabei ist das Online-Tracking: Bei Kolonnenfahrten können sich die Fahrer auf dem Display wiederfinden, wenn sie sich aus den Augen verloren haben, erklärt Oliver Stauch vom Fachmagazin "Connect". Zudem könnten Autofahrer über eine Google-Volltextsuche wesentlich komfortabler als über die konventionelle Katalogsuche Sonderziele finden. Navi-Nutzer müssen somit nicht mehr in die Tiefen von Menüs eintauchen, um das nächste Hotel, die nächste Apotheke oder Tankstelle aufzuspüren.

Auch Informationen zum Wetter oder den Abflugzeiten an Flughäfen können bequem abgerufen werden. Klassisches Surfen per Browser ist dagegen mit den Nachrüstgeräten marktführender Hersteller wie TomTom, Garmin und Navigon nach wie vor nicht möglich.

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