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11.04.2006

09:24 Uhr

Motoren mit rauem Klang

Der Gigolo der Mittelklasse

VonJürgen Pander (News)

Auf das Ladevolumen kommt es bei Kombis nicht mehr an. Die Hersteller bauen elegante Skulpturen mit Heckklappe. Wie den Alfa 159 Sportwagon. Auf dieses Auto haben die Alfisti gewartet - und die Alfa-Romeo-Händler auch.

FRANKFURT. Denn seit die Italiener vor sechs Jahren erstmals ihre Mittelklasse-Baureihe um ein Kombimodell erweitert haben, mauserte sich dieses Auto zum Bestseller der Marke in Deutschland. Diese Rolle wird wohl auch der neue 159 Sportwagon einnehmen, und er wird dringend gebraucht. Das vergangene Jahr war mit rund 11 000 Alfa-Romeo-Neuzulassungen in Deutschland nämlich dürftig. In diesem Jahr will Alfa hier zu Lande nun 19 000 Fahrzeuge verkaufen, verkündet der Direktor der Marke, Ulrich Mehling. Die Steigerung muss ganz wesentlich der neue Kombi erzielen.

Motoren mit rauem Klang Es lohnt sich daher ein genauerer Blick auf das Auto, und der führt zur Erkenntnis: Rein optisch dürfte das kein Problem sein. Der 159 Sportwagon ist so gekonnt gestylt und sieht so verführerisch gut aus, dass sich auf Anhieb die Lust einstellt, einzusteigen und loszufahren. Das Design von Giorgetto Giugiaro, der die entscheidenden Linien, Wölbungen und Kurven in die Karosserie prägte, macht den Wagen zum aufregendsten Kombi der Mittelklasse, wo sich immerhin Konkurrenten wie die Kombivarianten des Audi A4, des BMW 3er, der Mercedes C-Klasse, des Jaguar X-Type und des Saab 9-3 tummeln.

Entscheidend aber ist, dass Alfa inzwischen clever genug ist, die hübschen Formen mit Substanz zu füllen. Denn auch in Fahrt macht das Auto eine gute Figur. Die Motoren, es werden ausschließlich Direkteinspritzer angeboten, sind allesamt kraftvoll, spurtstark und klingen so rau, wie es sich Alfa-Fans offenbar wünschen. Das Sechsgang-Schaltgetriebe, das standardmäßig zum Einsatz kommt, lässt sich ordentlich bedienen; vor allem aber überzeugt die direkte, sehr knackig abgestimmte Lenkung des Fronttrieblers. Der 159 Sportwagon vermittelt Fahrspaß, jedenfalls dann, wenn es vorwärts geht. Beim rückwärts Einparken oder Rangieren allerdings trübt die schlechte Sicht nach hinten den positiven Eindruck.

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