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16.08.2011

16:01 Uhr

Neue Auto-Umweltliste des VCD

„Günstige Verbrenner sind eine Alternative“

Quelle:dpa

Wenn es um umweltfreundliche Autos geht, denken viele zuerst an Elektrofahrzeuge. Serienwagen mit reinem E-Antrieb sind aber noch selten - und teuer. Sie sind für Verbraucher bislang nicht die erste Wahl.

Belegt Platz eins der umweltfreundlichsten Autos auf der VCD-Umweltliste: der Lexus-Kompaktwagen CT 200h mit Hybrid-Antrieb. dpa

Belegt Platz eins der umweltfreundlichsten Autos auf der VCD-Umweltliste: der Lexus-Kompaktwagen CT 200h mit Hybrid-Antrieb.

BerlinDrei Autos aus dem Toyota-Konzern sind aus Sicht des Verkehrsclubs Deutschlands (VCD) die umweltfreundlichsten auf dem Markt. Spitzenreiter der neuen "Auto-Umweltliste" ist der Lexus-Kompaktwagen CT 200h mit Hybrid-Antrieb, gefolgt vom Vorjahressieger Toyota Prius und dem Kleinwagen iQ 1.0 VVT-i von Toyota. Der VCD hat die Liste am Dienstag (16. August) in Berlin veröffentlicht.

Doch wenn es um das Thema umweltverträglicheres Autofahren geht, denken viele Verbraucher zunächst an Elektrofahrzeuge, die seit Jahren auch die Schlagzeilen der Medien dominieren. Die Stromer machen keinen Lärm und produzieren nur so viel klimaschädliches Kohlendioxid, wie bei der Stromproduktion für die Batterieladung freigesetzt wird. Doch Serienwagen mit reinem E-Antrieb sind aber noch selten. Und sie sind für Verbraucher bislang nicht die erste Wahl, wie Gerd Lottsiepen vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) erläutert.

"Man muss sich unbedingt über die stark eingeschränkte Reichweite und den hohen Anschaffungspreis im Klaren sein - das sind Autos für Pioniere mit gut gefülltem Geldbeutel", sagte Lottsiepen. Elektroautos müssten zunächst in Fahrzeugflotten intensiv getestet und weiterentwickelt werden. Eine "sinnvollere Sofort-Alternative für Privatkunden" seien Hybridmodelle, sagte der verkehrspolitische Sprecher beim VCD.

Fünf der zehn derzeit saubersten Autos fahren mit kombiniertem Verbrennungs-Elektro-Antrieb, wie aus der Umweltliste hervorgeht. In die Spitzengruppe der Pkw mit der besten Ökobilanz haben es der Toyota Prius und Auris, der Honda Insight und Jazz und - auf Platz eins - der Lexus CT 200h geschafft. "Diese Hybridmodelle kosten deutlich weniger als die aktuellen Elektroautos namhafter Hersteller, sind uneingeschränkt alltagstauglich und meist schon in der Basisversion sehr gut ausgestattet", sagt Lottsiepen.

Zum Vergleich: Günstigster Hybrid-Spitzenreiter in der VCD-Liste ist der Kleinwagen Honda Jazz Hybrid zu Preisen ab 18.900 Euro, teuerster das Kompaktmodell CT 200h der vornehmen Toyota-Tochter Lexus für mindestens 28.900 Euro. Die bislang verfügbaren E-Autos aus Großserienproduktion kosten allesamt mehr: Dazu zählt das baugleiche Fahrzeugtrio Citroën C-Zero (ab 35.160 Euro), Mitsubishi i-Miev (ab 34.390 Euro) und Peugeot Ion, den man für knapp 600 Euro im Monat nur leasen kann.

Für den elektrischen Sportwagen Tesla Roadster sind mindestens 99.960 Euro fällig. Der für Herbst angekündigte Opel Ampera wird mit 42.900 Euro zu Buche schlagen, Nissan will dann für den Leaf rund 35.000 Euro verlangen.

"Wem selbst ein Hybridauto zu teuer ist, der kann für noch weniger Geld einen günstigen Verbrenner mit sehr guten Öko-Werten bekommen", empfiehlt Lottsiepen. Vier Modelle in der Top Ten der VCD-Umweltliste sind als Neuwagen für weniger als 12.000 Euro zu haben: der Toyota iQ 1.0 VVT-i, der Kia Picanto 1.0 LPG ISG, der wahlweise mit Flüssiggas und Benzin betankt werden kann, sowie die beiden Nissan-Modelle Pixo und Micra Visia 1.2 DIG-S.

Kommentare (2)

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Miko

17.08.2011, 03:42 Uhr

Wer in Gottes Namen will wissen, was dieser VCD (Deutscher Klub für Fahradfahrer und Autofeinde) schreibt. Dieser durch und durch nur "grün" politisch motivierte Verein macht bei allen möglichen Themen z.B. Transrapid seine Klappe auf obwohl erkennbar ist, daß nur Ideologie anstelle Fachwissen dahintersteckt. Handelsblatt, ich frage mich was ist aus Dir geworden, mehr und mehr ein Sprachrohr bestimmter politscher Interessengruppen !!??

Willi

17.08.2011, 09:48 Uhr

Nun ist der VCD wirklich (siehe Miko) keine Autorität was Auto angeht. Wichtig zu bemerken ist aber grundsätzlich: Der Hype zu Elektroautos und Hybrikautos ist fehl am Platz, solange a) der Strom nicht aus Windkraft kommt, bedingt auch Solarkraft und b) die Herstellung der Batterien nicht in der Umweltbilanz berücksichtigt wird. Batterien herzustellen ist so ziemlich das umweltschädlichste neben der Herstellung von Gold. Also: Besser einen kleinen tdi fahren, zB. als bluemotion und gut is'

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