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25.01.2010

08:00 Uhr

Nissan Cube

Ein Kasten mit Kultfaktor

Die Würfel sind gefallen: Nissan bringt den Cube zum Jahresende auch nach Deutschland. Der Kasten mit Kultfaktor soll es nicht nur mit Autos wie dem Daihatsu Materia und dem Kia Soul aufnehmen, sondern sogar im Revier des Mini räubern.

Design wie bei Apple? Von außen wirkt der Cube wie eine Mischung aus iPhone und iMac - samt Schlitz für CDs. dpa

Design wie bei Apple? Von außen wirkt der Cube wie eine Mischung aus iPhone und iMac - samt Schlitz für CDs.

dpa-infocom HAMBURG. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht: Immerhin hat es die erste Auflage in Japan zum Auto des Jahres gebracht und wiederholt die Zulassungsstatistik gestürmt. Auch wenn beim Fahren Welten zwischen einem Mini und dem Cube liegen. Zumindest in der Außenwirkung kann der 3,98 Meter kurze Würfel aus Japan problemlos mithalten. In den USA, wo die zweite Generation bereits verkauft wird, ist er deshalb an jeder Kreuzung der Star und sticht im Fotofinish der Handykameras selbst potente Sportwagen aus.

Das verdankt der technisch einfach gestrickte Fünftürer natürlich insbesondere seinem auffälligen Design, das sich augenscheinlich am Stil der Kultmarke Apple orientiert. Vor allem in weiß wirkt der Cube deshalb wie eine Mischung aus iphone und imac auf Rädern. Der Schlitz unter dem Kühlergrill könnte auch ein CD-Laufwerk sein, und die dunklen Scheiben reihum gingen auch als Touchscreen durch.

Gewollter Bruch mit dem rechten Winkel

Bei aller Liebe zur Kante haben die Designer allerdings mit dem rechten Winkel gebrochen: Jede Ecke ist sanft gerundet, die Symmetrie wurde aufgelöst. Zwar sind Breite und Höhe mit etwa 1,70 Meter beinahe identisch, so dass der Cube von hinten tatsächlich an einen Würfel erinnert. Doch weil die Heckklappe an der Seite angeschlagen ist und die Rückscheibe gegenüber ums Eck läuft und mit den Fenstern an der Flanke verschmilzt, wirkt der Wagen verwegener und interessanter als etwa ein Renault Kangoo oder ein Fiat Qubo.

Schauen macht mehr Spaß als fahren

Ganz so gut wie er aussieht, fährt der Cube allerdings nicht. Unter der Haube steckt in den USA ein 1,8 Liter großer Benziner mit 91 kW/124 PS und 172 Nm, der allenfalls durchschnittliche Fahrleistungen ermöglicht. Doch bei einem Tempolimit diesseits unserer Richtgeschwindigkeit stört sich daran keiner. Und mit einer Beschleunigung von Null auf 100 in knapp zehn Sekunden kann man gut leben. Da stören eher die sehr weichgängige Lenkung und der unerwartet große Wendekreis. Dass man trotzdem gut in die Lücken kommt, liegt an den kurzen Überhängen und der übersichtlichen Karosserie. In Europa wird es den US-Motor nicht geben. Dort plant Nissan mit einem 81 kW/110 PS-Benziner und einem Diesel mit 78 kW/106 PS.

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