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22.10.2012

11:40 Uhr

Nissan

Elektronisch lenken und per Assistent ausweichen

Quelle:MID

Die Zeit mühsamen Kurbelns am Lenkrad soll bei Nissan bald vorbei sein. Zwei neue Assistenz-Systeme von Nissan sollen das Autofahren außerdem sicherer machen.

Der neue Ausweich-Assistent von Nissan erkennt Hindernisse wie Fußgänger oder ein nahes Stauende und weicht selbstständig zur nicht befahrenen Seite aus. Pressefoto

Der neue Ausweich-Assistent von Nissan erkennt Hindernisse wie Fußgänger oder ein nahes Stauende und weicht selbstständig zur nicht befahrenen Seite aus.

BrühlDie Zeit des mühsamen Kurbelns am Lenkrad soll bei Nissan bald vorbei sein. Die neue "Independent Control Steering"-Technologie an der Lenkung soll dem Fahrer ein besseres Gefühl für die Fahrbahn vermitteln. Die Lenkbewegungen werden nicht mehr mechanisch übertragen, sondern erfolgen als elektronische Signale. Ein Rückgriff zur mechanischen Verbindung von Lenkrad und Räder wird nur noch bei einem Totalausfall des Systems hergestellt.

Doch es werden nicht nur Lenkimpulse vom Fahrer verarbeitet, denn eine Kamera tastet den vorausliegenden Streckenabschnitt ab. Bei unebener Strecke hält die Elektronik durch automatisches Gegensteuern das Fahrzeug in der Spur.

Kann der Fahrer nicht mehr Bremsen, reagiert der Ausweich-Assistent und lenkt das Fahrzeug am Hindernis vorbei. Pressefoto

Kann der Fahrer nicht mehr Bremsen, reagiert der Ausweich-Assistent und lenkt das Fahrzeug am Hindernis vorbei.

Als zweite Neuerung kündigt der Hersteller einen intelligenten Ausweichassistenten an, das „Autonomous Emergency Steering“-System. Wenn plötzlich Fußgänger auf der Fahrbahn auftauchen oder ein Stauende zu spät erkannt wird, reagieren viele Fahrer meist nicht schnell genug.

Das elektronische Ausweich-System greift blitzschnell in die Steuerung ein und lenkt das Fahrzeug am Hindernis vorbei. Vorher überprüfen Kameras und eine Radaranlage, ob sich andere Verkehrsteilnehmer neben oder hinter dem Auto befinden. Ab wann das System bestellt werden kann, steht noch nicht fest.

Kommentare (1)

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Zweifler

22.10.2012, 19:29 Uhr

Es wird wohl noch etwas dauern! Betrachtet man die Rahmenbedingungen kann ich kaum an eine rasche Markteinführung glauben, sondern eher an einen Marketinggag. 1. Es besteht eine gesetzlich vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 60 kmh für Fahrzeuge mit Lenkungen ohne feste mechanische Verbindung von Lenkrad zu den Rädern. 2. Extrem hohes Produkthaftungsrisiko, unzählige Menschen werden versuchen eine Unfallschuld dem Hersteller unterzuschieben. 3. Die Angst der Fahrer vor dem Verlust an Kontrolle und Fahrspass. 4. Kostenintensiver technischer Aufwand durch notwendige redundante Systeme. Technisch machbar ist es ohne Zweifel.

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