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08.08.2011

09:39 Uhr

Nissan Qashqai als Gebrauchter

Der treue Nomade

Quelle:dpa

Warum? Das fragten sich wohl viele, als Nissan sein erstes Crossover-Modell vorstellte. Grund dafür war der von einem Nomadenvolk entlehnte Modellname: Qashqai. Keine Fragen gibt es dafür hinsichtlich der Qualität.

Nissan Qashqai: Als Gebrauchtwagen macht das SUV dem ADAC zufolge nur wenig Ärger. dpa

Nissan Qashqai: Als Gebrauchtwagen macht das SUV dem ADAC zufolge nur wenig Ärger.

BerlinQashqai - warum bloß gibt ein Autohersteller seinem Produkt einen Namen, den niemand aus dem Stegreif buchstabieren kann? Als weniger fragwürdig entpuppt sich der Qashqai in Sachen Treue. Denn in der Klasse der Kompakt-SUV schneidet das Auto in der ADAC-Pannestatistik überdurchschnittlich gut ab.

Der Qashqai liegt im vorderen Mittelfeld, bestätigt der ADAC. Für ein paar Einträge in der Pannenstatistik sorgten vor allem Exemplare bis Baujahr 2009: So brach bei Fahrzeugen von 2007 öfters die Motoraufhängung. Bei Benzinern aus den Baujahren 2007 und 2008 machten häufig die Kraftstoffpumpen schlapp. Bei Autos von 2009 riefen defekte Kupplungen die Pannenhelfer auf den Plan. Bei Dieseln aller Baujahre rutschten öfters die Turboschläuche ab oder es verstopften die Partikelfilter (Baujahre 2008/2009).

Im Jahr 2007 brachte Nissan den als Allradler und Fronttriebler erhältlichen Qashqai in den Handel. Gebaut wird der in und maßgeblich für Europa entworfene Crossover im britischen Sunderland. 2008 folgte die längere Version +2 für insgesamt sieben Passagiere mit dritter Sitzbank. Bei einer Modellpflege im Frühjahr 2010 bekam das SUV neue Leuchten an Front und Heck. Außerdem wurde der Unterboden geglättet, um den Wagen windschnittiger zu machen.

Für den Qashqai gibt es drei Benzinmotoren und vier Diesel. Je nach Baujahr und Ausführung leisten die Otto-Motoren zwischen 114 und 141 PS. Die Ölbrenner bringen es mindestens auf 103 und maximal 150 PS.

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt beginnen die Preise für das SUV laut aktueller Schwacke-Liste bei 11.450 Euro. So viel muss etwa für einen Qashqai 1.6 Visia mit 114 PS von 2007 gezahlt werden. Der günstigste Diesel ist der Qashqai 1.5 DCI Visia aus dem gleichen Baujahr, der 106 PS leistet und rund 12.200 Euro kostet.

Mehr Ladevolumen und dritte Sitzreihe: Nissan bot den Qashqai seit 2008 auch in einer um 21 Zentimeter gestreckten Version an. Quelle: dpa-tmn

Mehr Ladevolumen und dritte Sitzreihe: Nissan bot den Qashqai seit 2008 auch in einer um 21 Zentimeter gestreckten Version an.

Für einen topmotorisierten Selbstzünder in der Langversion von 2009, etwa den Qashqai+2 2.0 DCI DPF 4x4 Tekna, fallen rund 22.000 Euro an.

Kommentare (1)

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leo.schwarz1@aol.com

26.09.2013, 02:01 Uhr

Ich kann nur jedem raten, sich sehr genau den Kauf eines Qashqai Diesel zu überlegen. Die mangelhafte Rußpartikel-Technologie (im Handbuch mit dicker Schrift zur Behebung von Problemen bestätigt)führte mich zu extrem hohen Kosten und zahlreichen Pannen. Nach knapp 4 Jahren und 90.000 km ist das Fahrzeug im Prinzip völlig verschlissen und sah die Werkstätten mehr als genug. Von Motorschaden, über Getriebeschaden, fehlerhafte Rußpartikel-Technologie, nicht frei brennbaren Rußfilter durch die Fachwerkstatt sowie Ausfall der Klimaanlage und elektronischer Teile war alles dabei. Fahre seid 20 Jahren Nissan-Modelle, aber das war der Letzte und der hat mich finanziell fast ruiniert. Versicherungen springen nach der Garantiezeit nicht ein und die teuten Nissan-Austauschteile kann sich auch nicht jeder leisten. Also, liebe Autofans, überlegt Euch vorher genau die Anschaffung eines solchen Fahrzeugs. Viele fahren sicher einwandfrei - aber es kann auch anders kommen.

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