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26.01.2013

08:44 Uhr

Nissan wird wieder sportlicher

Rote Nismo-Ohren für den Juke

Quelle:MID

Nismo ist hierzulande vielen Autofahrern noch kein Begriff. Das soll sich ab Mitte Februar ändern. Dann rollt Nissans Werkstuner endlich ein Juke-Modell an den Start, das Kompakt-Knaller wie GTI und OPC ärgern soll.

Juke Nismo: Das erste hauseigenes Tuning-Modell von Nissan. PR

Juke Nismo: Das erste hauseigenes Tuning-Modell von Nissan.

Barcelona / SpanienMercedes hat AMG. BMW hat seine M GmbH. Nissan hat Nismo. Hat was? In der japanischen und auch internationalen Rennsport-Szene ist "Nismo" bekannt wie ein bunter Hund. Auf der Straße aber kennen diesen Namen nur wenige. Das soll sich ab Mitte Februar ändern. Dann rollt mit dem Nissan Juke Nismo erstmals ein hauseigenes Tuning-Modell an den Start, das hauptsächlich kompakte Knaller wie Golf GTI und Mini John Cooper Works ärgern soll. Zugleich bildet der 147 kW/200 PS starke Crossover den Auftakt zu einer Reihe von sportlichen Topmodellen der Marke. Schon im Juni wird das Coupé 370Z als Nismo mit 254 kW/344 PS folgen.

"Nismo" steht – eigentlich ganz simpel – für "Nissan Motorsport" und entstand in seinen Grundzügen bereits vor knapp 50 Jahren. 1984 schließlich wurde die Division offiziell ins Leben gerufen. Seitdem rasen modifizierte Skyline- und andere Nissan-Rennwagen weltweit über die Pisten. Nissans biederes Image jedoch konnte davon bislang nicht so recht profitieren. Ein Grund mehr für Nismo-Chefentwickler Noboru Kaneko, die sportlichen Ambitionen der Marke breiter zu streuen.

Und welches Modell würde sich derzeit besser dafür eigenen als der eigenwillig gestylte Crossover? Denn der polarisierende Juke übetraf selbst alle internen Absatzerwartungen. Seit dessen Debüt im September 2010 wurden in Europa über 330.000 Einheiten produziert – und auch verkauft. Knapp 25.000 davon gingen nach Deutschland.

Als Fronttriebler kostet der Juke Nismo mit manuellem Sechsganggetriebe 26.400 Euro. Die Allrad-Variante ist ab 29.400 Euro zu haben. PR

Als Fronttriebler kostet der Juke Nismo mit manuellem Sechsganggetriebe 26.400 Euro. Die Allrad-Variante ist ab 29.400 Euro zu haben.

Als Fronttriebler kostet der Juke Nismo 26.400 Euro und ist dann stets mit einem manuellen Sechsganggetriebe ausgestattet. Erfreulich: Eine Aufpreisliste entfällt. Neuling Nismo ist komplett bestückt. Selbst Klimaanlage, Sitzheizung und Metallic-Lackierung fehlen nicht. Wer die Allrad-Variante für 29.400 Euro wählt – dies werden laut Nissan etwa zwei Drittel der Kunden machen – erhält den Juke Nismo inklusive CVT-Automatik, die aber auch manuell geschaltet werden kann.

Bei ein paar angeklebten Spoilern, Rallyestreifen und Kontrastnähten im Innenraum wollten es die Tuning-Techniker beim Juke Nismo allerdings nicht belassen. "Wir haben den Juke in sehr vielen Details verfeinert und ihn bewusst auf Fahrdynamik ausgelegt", so Kaneko. Nach einer ersten Ausfahrt in den Bergen nördlich von Barcelona lässt sich dies bestätigen. Mit jeder Kurve bringt der Juke Nismo mehr Spaß.

Die Lenkung arbeitet zielgenau und direkt, die Schaltung ist knackig mit kurzen Wegen und der Federung wurde gerade so viel Restkomfort spendiert, dass Unebenheiten und Gullideckel nicht nerven. Insgesamt macht die Abstimmung einen sehr professionellen Eindruck. Ungewohnt bleibt anfangs nur die etwas höhere Sitzposition, die SUV-ähnliche Modelle wie der Juke nun einmal von Haus aus mitbringen.

Erfreulich: Eine Aufpreisliste entfällt. Selbst Klimaanlage, Sitzheizung und Metallic-Lackierung und ein Leder/Alcantara-Lenkrad fehlen nicht. PR

Erfreulich: Eine Aufpreisliste entfällt. Selbst Klimaanlage, Sitzheizung und Metallic-Lackierung und ein Leder/Alcantara-Lenkrad fehlen nicht.

Kommentare (1)

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Alex

26.01.2013, 13:38 Uhr

Toll. Nissan macht einen wesentlichen Punkt richtig und zwei andere falsch. Schön, daß das Auto in den für ein sportliches Fahrverhalten relevanten Punkten überarbeitet wurde. Vollkommen unverständlich, wie auch im Artikel zum Ausdruck gebracht, ist die geringe Leistungssteigerung (wenn sie denn überhaupt tatsächlich vorhanden ist) inklusive der Ankündigung eine relevantere, noch weiter gegen Ende des Modellzyklus kommende Version, nachzuschieben. Dieses bißchen das an Sportsgeist auch für außenstehende vermittelt wird, wird dann dadurch aufgeweicht, daß die normalen Modelle mit zum Teil 116 PS ggf. genauso aussehen dürfen. Echt klasse. Wie intelligent muß man sein um zu begreifen, daß das ineffizient bei der Etablierung des Labes NISMO ist?

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