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31.08.2012

14:28 Uhr

Notbrems-Assistenten

Bestnoten für Volvo und Mercedes

Quelle:MID

Zehn Notbremssysteme aktueller Pkw haben jetzt der ADAC und Auto Bild getestet. Untersucht haben die Experten die Kollisionswarnung und die Bremsunterstützung des Fahrers.

Durch Notbremsassistenten werden viele Auffahrunfälle vermieden. Kommt es dann doch zum Crash, ist die Aufprallgeschwindigkeit deutlich geringer als ohne System. mid

Durch Notbremsassistenten werden viele Auffahrunfälle vermieden. Kommt es dann doch zum Crash, ist die Aufprallgeschwindigkeit deutlich geringer als ohne System.

MünchenZehn elektronische Notbremssysteme im Pkw haben jetzt der ADAC und Auto Bild getestet. Untersucht haben die Experten die Kollisionswarnung des Fahrers und die Bremsunterstützung. Jeweils drei Mal haben die Tester die Note "sehr gut“, "gut" und "befriedigend" vergeben, ein Kandidat hat nur "ausreichend" abgeschnitten. Testsieger ist das überarbeitete System im neuen BMW 7er, der bei einem drohenden Auffahrunfall besonders effektiv eingreift. Ebenfalls die Bestnote haben der Volvo V40 und die Mercedes C-Klasse erhalten. Dem Schweden wurde die wirkungsvollste optische Kollisionswarnung bescheinigt, während der Brems-Assistent in der C-Klasse durch seine sehr effiziente Bremsstrategie überzeugt.

Das Prädikat "gut" erreichen der VW Touareg, der Audi A6 und der Lexus GS. Die Kollisionswarnung der weitgehend baugleichen Systeme von VW und Audi überzeugen auf der ganzen Linie, Schwächen aber bestehen bei der automatischen Bremsung im Stadtverkehr. Das Lexus-System funktioniert den Ergebnissen zufolge "solide".

Opel Insignia, Honda Civic und die Mercedes B-Klasse erreichen ein "befriedigend". Die Systeme beim Insignia und dem Civic bauen zu wenig Geschwindigkeit ab; bei der B-Klasse wird das Fehlen einer autonomen Einleitung der Bremsung moniert. Verlierer im Test war der Ford Focus, dessen System die Tester nicht überzeugt hat, weil es nur eingreift, wenn der Fahrer zu schwach bremst, nicht aber, wenn er nicht bremst. Dennoch erreichte das System die Note "ausreichend", da es in den unteren Geschwindigkeitsbereichen dennoch "passabel" arbeitet.

Weil rund 50 Prozent der Autofahrer laut der ADAC-Unfallforschung vor einem Auffahrunfalls nicht oder zu schwach bremsen, bieten besonders die neueren Systeme ein großes Plus an Sicherheit. Warnfunktion und Temporeduzierung sind hier die entscheidenden Kriterien. Bei der getesteten B-Klasse gehört der Assistent zur Serienausstattung. Bei den übrigen Modellen kostet das System laut Auto Bild zwischen 1 295 Euro und 5 920 Euro Aufpreis.

Kommentare (4)

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MikeM

31.08.2012, 16:16 Uhr

Warum heißt die Überschrift "Bestnoten für Volvo und Mercedes", wenn doch der Testsieger ein BMW ist??!

elchfahrer

31.08.2012, 17:56 Uhr

schau dir den Test beim ADAC an, dann weißt du bescheid.

pit

01.09.2012, 15:46 Uhr

Schon bemerkt? In der deutschen Automobilfachpresse sind praktisch immer deutsche Fabrikate bei Tests vorn. Betrachtet man dann die Langzeitqualitäten, werden die Mängel oft heruntergespielt. Auch die Pannenstatistik ist nicht mehr das, was sie einmal war: Ein zuverlässiger Gradmesser für Langzeitqualität. Komisch ist nur, daß die ach-so-tollen deutschen Premiumprodukte Audi und Mercedes im jüngsten US-Crashtest durchgefallen sind. Mein Fazit: Nicht jeden Schwachsinn, deren Ursache Protektionismus der eigenen Marken ist, glauben. Es ist OK, wenn man deutsche Produkte lobt. Manche Aussagen und Darstellungen sind jedoch nicht neutral. Genau dies ist aber (zumindest) meine Erwartungshaltung als Verbraucher: Neutral informiert und auf Probleme hingewiesen werden.

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