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30.03.2012

13:32 Uhr

Opel Combo im Test

Kastenwagen für Kinder und Kleintransporte

Quelle:dpa

Viel Platz für wenig Geld: Kleintransporter wie Renault Kangoo und Peugeot Partner haben sich bei sparsamen Familienvätern etabliert. Opel fährt in diesem Segment mit dem praktischen Combo bereits in die dritte Generation.

Beliebt bei Familienvätern: Der Opel Combo ist praktisch und durchdacht und bietet viel Platz für Passagiere und Gepäck. PR

Beliebt bei Familienvätern: Der Opel Combo ist praktisch und durchdacht und bietet viel Platz für Passagiere und Gepäck.

BerlinBeim neuen Combo bleibt es zwar beim alten Namen. Doch ansonsten ist alles anders: Statt wieder ein eigenes Auto zu entwickeln, hat Opel diesmal ein fremdes Modell eingekauft. Streng genommen ist der neue Combo, der für Handel, Handwerk und Gewerbe als Kastenwagen mindestens 16.362 Euro und als Familienmodell Tour ab 17.650 Euro kostet, nichts anders als ein retuschierter Fiat Doblo.

Die Opel-Kunden profitieren hier von einem Modell, das zu den Bestsellern zählt. Wo man im Combo hinschaut und -fasst: Der Wagen wirkt praktisch und durchdacht. Es gibt viele Ablagen, durch die großen Schiebetüren kann man bequem einsteigen, und die Laderaumabdeckung taugt sogar als Zwischenboden und Raumteiler.

Als Fahrer darf man sich durch die hohe Sitzposition und die großen Scheiben ein wenig wie ein Trucker fühlen. PR

Als Fahrer darf man sich durch die hohe Sitzposition und die großen Scheiben ein wenig wie ein Trucker fühlen.

Angeboten wird der Combo in zwei Radständen und mit zwei Dachhöhen, mit denen man das Auto an die eigenen Bedürfnisse anpassen kann. Schon die kleinste Version bietet reichlich Platz: Das Gepäckabteil mit einem Volumen von 790 Litern, das mit wenigen Handgriffen auf 3.200 Liter erweitert werden kann, macht den Combo zum «Das-muss-auch-noch-mit-Wagen»: Egal ob Wohnzimmersessel, Rasenmäher oder Kleiderschrank - solange es nicht mehr wiegt als 600 Kilogramm, kapituliert der Kastenwagen nicht.

Selbst der Freundeskreis der Kinder ist willkommen - schließlich gibt es für 750 Euro Aufpreis zwei weitere Sitze für die dritte Reihe, auf denen der Nachwuchs ordentlich untergebracht ist.

Den Fahrer überrascht der Combo mit einem psychologischen Trick: Mit der hohen Sitzposition, dem wuchtigen Vorbau und den riesigen Scheiben wähnt man sich nicht in einem Pkw, sondern fühlt sich ein bisschen wie ein Hobby-Trucker. Deshalb stört es auch nicht, dass der Motor etwas kerniger klingt, die Lenkung weniger scharf ist und das Fahrwerk weniger stramm, und es der Combo insgesamt ein wenig gemütlicher angehen lässt. Stattdessen genießt man den üppigen Freiraum und die gute Aussicht.

Der Kastenwagen hat ausreichend Kraft für flotte Ampelsprints und zügigen Stadtverkehr. Außerorts geht es jedoch ein weniger zäher zu. PR

Der Kastenwagen hat ausreichend Kraft für flotte Ampelsprints und zügigen Stadtverkehr. Außerorts geht es jedoch ein weniger zäher zu.

Weil Opel am Doblo im Prinzip nicht viel mehr als die Markenlogos geändert hat, übernehmen die Hessen auch das Motorenprogramm von Fiat. Es gibt einen Benziner mit 1,4 Liter Hubraum und 70 kW/95 PS, einen 1,4 Liter großen Erdgas-Turbo mit 88 kW/120 PS und vier Diesel. Sie haben 1,3 bis 2,0 Liter Hubraum und decken eine Leistungsspanne von 66 kW/90 PS bis 99 kW/135 PS ab.

Wer sich den Aufpreis zum Zafira spart, ist gut beraten, einen Teil des Geldes in den stärkeren Combo-Motor zu investieren. Denn 66 kW/90 PS dürften sich mit dem großen Kasten schwertun - vor allem, wenn er voll beladen ist.

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