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24.11.2015

08:53 Uhr

Opel Corsa OPC im Test

Energisch an die Spitze

VonAxel F. Busse

Klein, aber ohoopel, das ist der Corsa OPC. Für 117 Euro pro PS erhält man einen Kleinwagen, der in 6,8 Sekunden auf Tempo 100 prescht. Der Bonsai-Bolide hat das Potenzial auch Größere zu ärgern.

Unter den Bonsai-Boliden der Kraftvollste: In puncto PS liegt der kleine OPC-Opel vor Polo GTI, Fiesta ST und Clio RS. ampnet

Opel Corsa OPC

Unter den Bonsai-Boliden der Kraftvollste: In puncto PS liegt der kleine OPC-Opel vor Polo GTI, Fiesta ST und Clio RS.

Ist es das biblische David-gegen-Goliath-Schema, das PS-starke Kleinwagen so beliebt macht? Der Spaß, auf der linken Spur „die Großen“ zu ärgern? Viel Leistung auf überschaubarem Raum bietet auch der Opel Corsa OPC, der sich aktuell an die Spitze der Leistungsskala unter den Rennsemmeln gesetzt hat und im Alltagsgebrauch einen starken Auftritt abliefert.

Zwar kann der Opel Corsa mit aktuell rund 44.000 Neuzulassungen in diesem Jahr nicht an der Führungsrolle des VW Polo im Kleinwagensegment kratzen, aber bei der Motorleistung liegt der Rüsselsheimer vorn. Stolze 152 kW / 207 PS drückt er auf die Antriebsräder, während aus Wolfsburg „nur“ 192 PS für den Polo GTI aufgerufen werden.

Auch der Ford Fiesta ST (182 PS) und der Renault Clio RS (200 PS) können da nicht mithalten. Allerdings nimmt der Opel ganz selbstbewusst auch in der Disziplin Preisgestaltung den Spitzenplatz ein: 24.650 Euro soll er kosten, was ihn mehr als 2.000 Euro teurer als den Polo macht, gut 4.000 Euro trennen ihn vom Fiesta.

Dafür sollte er schon allerhand bieten. Zum Beispiel 18-Zoll-Leichtmetallräder, auf denen der „Arden“-blaue Testwagen mit seinen hinten frech ausgestellten Radhäusern breitbeinig auf der Straße steht.

Allerdings gehören die nicht zum Serienumfang, da gibt es nur 17-Zoll-Räder. Die 18-Zöller sind Teil des OPC-Performance-Pakets, das sich der Hersteller mit 2.990 Euro extra vergüten lässt.

Selbstbewusst nimmt Opel in der Disziplin Preisgestaltung den Spitzenplatz bei den Bonsai-Boliden ein: 24.650 Euro soll der Kraft-Corsa kosten, das sind mehr als 2.000 Euro mehr als beim Polo GTI, gut 4.000 Euro trennen ihn vom Fiesta ST. ampnet

Blick in den Innenraum

Selbstbewusst nimmt Opel in der Disziplin Preisgestaltung den Spitzenplatz bei den Bonsai-Boliden ein: 24.650 Euro soll der Kraft-Corsa kosten, das sind mehr als 2.000 Euro mehr als beim Polo GTI, gut 4.000 Euro trennen ihn vom Fiesta ST.

Mit eingeschnürt sind darin die straffere Fahrwerkabstimmung, ein mechanisches Lamellen-Sperrdifferenzial und Brembo-Bremsen. Was OPC-Chef Volker Strycek als „Ticket für die Rennstrecke“ bezeichnet, verteuert den Wagen dann also auf 27.640 Euro. Der blaue Lack ist auch nicht gratis: plus 190 Euro.

Ein Schnäppchen ist das nicht mehr. Langstreckentaugliche und seitenstabile Sportsitze werden gern gegen Aufpreis angeboten. Da ist der OPC vorbildlich.

Aus dem Hause wohlbekannter Spezialisten auf dem Sektor, von Recaro, stammt das „Performance“-Gestühl, das dieser Corsa serienmäßig mitbringt. Eine Klimaanlage wird ebenfalls geliefert, soll sie automatisch die Temperatur regeln, kostet das 310 Euro Aufpreis.

Der 1,6-Liter-Turbomotor, den der Corsa exklusiv in seiner Baureihe hat, wurde mit einem komplett neuen Ansaugtrakt und neuen Einspritzdüsen versehen. Außer der höheren Leistung soll dies auch ein verbessertes Ansprechverhalten bringen ampnet

Blick unter die Haube

Der 1,6-Liter-Turbomotor, den der Corsa exklusiv in seiner Baureihe hat, wurde mit einem komplett neuen Ansaugtrakt und neuen Einspritzdüsen versehen. Außer der höheren Leistung soll dies auch ein verbessertes Ansprechverhalten bringen

Außerdem ab Werk vorhanden: Lenkrad und Handbremshebel in Leder gekleidet, gebürstete Edelstahl-Pedalerie, Tempomat, Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Abbiegelicht und eine Remus-Edelstahl-Auspuffanlage. Deren Sound ist eher zahm und noch ausbaufähig, Agilität und Akustik sind nicht immer auf gleichem Niveau.

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