Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

18.05.2017

13:06 Uhr

Opel Crossland X im Fahrbericht

Sein Timing könnte nicht besser sein

VonPeter Maahn
Quelle:Spotpress

Kaum hat sich der französische PSA-Konzern mit Opel-Noch-Mutter GM auf eine Übernahme der deutschen Tochter geeinigt, da rollt schon das erste Modell der neuen Kooperation auf die Straße. Es ersetzt den Meriva..

Der hochbeinige Crossover ist eine gelungene Mixtur aus Kombi, Familien-Van und SUV und ersetzt den inzwischen nicht mehr gebauten Meriva..  Opel

Hochbeiniger Crossover löst Meriva ab

Der Crossland ist eine gelungene Mixtur aus Kombi, Familien-Van und SUV - allerdings alles in klein.

Erst vor wenigen Wochen wurde verkündet, dass der französische PSA-Konzern (Peugeot, Citroën) die deutsche Traditionsmarke Opel unter seine Fittiche nehmen will. Und jetzt schon startet das erste gemeinsame Baby der Rivalen von einst, noch bevor die Verträge unterzeichnet sind. Der neue Opel Crossland X fährt als erstes Modell eines französisch-deutschen Dreigestirns zu den Kunden. Der hochbeinige Crossover ist ein Mixtur aus Kombi, Familien-Van und SUV und ersetzt den inzwischen nicht mehr gebauten Meriva.

Aber wie geht das denn so schnell? Des Rätsels Lösung ist simpel. Schon vor gut fünf Jahren vereinbarten PSA und Opel die gemeinsame Produktion von kompakten Crossover-Modellen. Da war noch nicht die Rede davon, dass der Crossland X genannte Opel bald ein Mitglied der PSA-Familie werden könnte. Das Timing für die ersten Testfahrten im ersten „Peugopel“ könnte also nicht besser sein.

Zumal der Crossland X deutliche Hinweise darauf liefert, was in Zukunft auf uns zurollt. Ein schmucker Fünftürer mit Opel-Blitz im Kühler, der auf einer Peugeot-Plattform fährt und auch von französischen Motoren bewegt wird. Bei alledem klar als ein typischer Opel der Neuzeit zu erkennen, der Innenraum orientiert sich am Erfolgsmodell Mokka X, der auch für die Gestaltung des Cockpits Pate stand. Ansonsten hat der Neuling allerdings nichts mit dem nur um sieben Zentimeter längeren Mokka zu tun, auch wenn er ebenfalls das magische „X“ im Namen trägt.

Denn im Opel-Typenalphabet steht das „X“ nicht für Allradantrieb, den es beim Mokka immerhin gegen Aufpreis gibt. Der Crossland X wird nur von den Vorderrädern gezogen, will auch nicht gegen die in jedem Schaufenster präsenten SUV-Modelle antreten. Ein Crossover eben, der das jeweils Beste aus der Welt der Kombis und kleinen Vans mit der Optik eines höher gebauten SUV kombiniert.

Schon vor gut fünf Jahren vereinbarten PSA und Opel die gemeinsame Produktion von kompakten Crossover-Modellen. Opel

Ganz neu und doch mit langer Vorgeschichte

Schon vor gut fünf Jahren vereinbarten PSA und Opel die gemeinsame Produktion von kompakten Crossover-Modellen.

Wer sich vor dem Start zur ersten Crossland-Runde im Innenraum umschaut und nacheinander alle Plätze ausprobiert, kommt ins Grübeln. Wirklich nur 4,21 Meter lang, dieser Opel? Und dann dieser üppige Kofferraum, der 410 Liter einladen kann. Das sind 40 Liter mehr als beim um 16 Zentimeter längeren Astra. Die Designer schafften das Raumwunder, indem die beiden Achsen so weit wie möglich an die Ränder der Karosse gerückt wurden.  Zudem ist der Motorraum recht kurz geraten.

Im Test-Crossland meldet sich nach dem Druck auf den Startknopf ein Dreizylinder-Turbobenziner, der zum Beispiel auch im Peugeot 308 Dienst tut. Schon nach wenigen Kilometern wird klar, dass der 1,2-Liter mit dem 1,27 Tonnen schweren Opel wenig Mühe hat.

Wer sich vor dem Start zur ersten Crossland-Runde im Innenraum umschaut und nacheinander alle Plätze ausprobiert, kommt ins Grübeln. Wirklich nur 4,21 Meter lang, dieser Opel? Opel

Wirklich nur 4,21 Meter lang, dieser Opel?

Wer sich vor dem Start zur ersten Crossland-Runde im Innenraum umschaut und nacheinander alle Plätze ausprobiert, kommt ins Grübeln.

Auf den engen Serpentinen zwischen venezianischen Weinbergen kommt sogar ein Hauch von Sportlichkeit auf, auch wenn das von dieser Art Autos nun gar nicht erwartet wird. Dazu muss allerdings das Sechsgang-Schaltgetriebe eifrig genutzt werden, dessen recht lange Schaltwege gewöhnungsbedürftig sind.

Wenn der Direkteinspritzer mit seinen 96 kW/130 PS samt Turbo bei Laune gehalten wird, tobt er in weniger als 10 Sekunden auf Tempo 100. Die Spitze von 206 km/h wird sich erst später auf deutschen Autobahnen beweisen müssen, wenn´s denn mal flott gehen muss.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×