Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.01.2010

09:00 Uhr

Opel Insignia OPC

Mit Vollgas dem Frust davonfahren

Aus der Modellflut bei Opel sticht bei den diversen Insignia-Varianten, die in den vergangenen Monaten mit überraschend guten Absätzen von sich Reden machten, ein richtiger Stimmungsmacher hervor: der Insignia OPC. Mit 325 PS ist der Sportler das stärkste Straßenmodell der Firmengeschichte und geeignet, um in Krisenzeiten mal auf andere Gedanken zu kommen.

Der Insignia aus dem Opel Performance Center ist das stärkste Straßenmodell der Firmengeschichte. dpa

Der Insignia aus dem Opel Performance Center ist das stärkste Straßenmodell der Firmengeschichte.

dpa-infocom HAMBURG. Aus der Modellflut bei Opel sticht bei den diversen Insignia-Varianten, die in den vergangenen Monaten mit überraschend guten Absätzen von sich Reden machten, ein richtiger Stimmungsmacher hervor: der Insignia OPC. Mit 325 PS ist der Sportler aus dem Opel Performance Center (OPC) das stärkste Straßenmodell der Firmengeschichte und damit das richtige Auto, um in Krisenzeiten zwischendurch auch mal auf andere Gedanken zu kommen.

Auslauf bis 250 km/h

Die Psychotherapie für PS-Praktiker beginnt schon beim Anlassen: Der mit neuer Motorsteuerung und Sportauspuff getunte 2,8-Liter-Sechszylinder beginnt laut zu grollen, wenn man nur den Fuß ans Pedal lehnt. Tritt man kräftig zu und lässt den ersten Gang einschnappen, folgt ein kurzes Dröhnen bei 2000 Touren. Dann beginnt der Turbo zu kreischen und der heiße Hesse schießt flink davon. Dank Allradantrieb mit variabler Kraftverteilung mittlerweile hinreichend trittsicher, beschleunigt er kraft- und schwungvoll in 6,0 Sekunden auf Tempo 100. Auch jenseits von 200 km/h hat er noch so viel Dampf, dass die Limitierung auf 250 km/h nach Willkür aussieht. Nicht umsonst läuft der Wagen laut OPC über 270 Sachen.

Der V6-Turbo ist Kraftprotz und Kampftrinker

Wer mit dem Insignia OPC hart am Limit fahren will, braucht allerdings nicht nur einen schweren Gasfuß, sondern auch einen flinken Schaltarm. Denn wo die Konkurrenz in dieser Leistungsklasse auf Automatik- oder Doppelkupplung setzt, gibt es den OPC nur mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe. Das ist zwar gut geführt, hat aber relativ lange Schaltwege und muss zudem oft bemüht werden. Gemütlich gleiten kann man natürlich bei so viel Anzugskraft jederzeit in beinahe jedem Gang. Doch ihren Gipfel erreicht die Drehmomentkurve erst jenseits von 5 000 Touren, so dass man vor einem Zwischenspurt lieber kurz herunterschaltet.

Wer so fährt, darf sich freilich über einen hohen Verbrauch nicht wundern. Schon bei gemäßigter Gangart muss man mit knapp zwölf Litern rechnen. Und wer den 325 Pferden ihren Lauf lässt und ein langes Autobahnstück ohne Limit findet, kann locker 20 Liter verheizen.

Das Fahrwerk ist straff und spurstabil

Zum kräftigen Motor passt das Fahrwerk: In der Grundstellung straff, aber nicht unkomfortabel, kann man seinen Charakter auf Knopfdruck ändern. Dann färbt sich nicht nur die Instrumentenbeleuchtung glutrot ein, sondern Federn und Dämpfer werden härter und der Insignia fährt wie ein ICE durch die Kurven - genau so schnell, aber manchmal auch so ungehobelt. Außerdem könnte zumindest im Rennmodus die Lenkung ein wenig direkter sein.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×