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24.06.2017

09:21 Uhr

Opel Insignia Sports Tourer

Eine neue Größe

VonPeter Maahn
Quelle:Spotpress

Es gibt wieder einen Opel in der Fünf-Meter-Klasse. Der neue Insignia Sports Tourer überragt die Limousine um neun Zentimeter. Aber ist der Kombi auch sonst eine ernstzunehmende Größe?

Opel Insignia Sports Tourer  - Eine neue Größe Opel

Opel Insignia Sports Tourer: Eine neue Größe

Je nach Lust und Laune bewährt sich vor allem der Insignia mit dem stärksten Diesel (170 PS) als souveräner Cruiser oder als Kurvenräuber, glänzt mit präziser Lenkung und exzellenten Bremsen.

Was waren das für Ikonen, die sogenannten Kombinationskraftwagen mit Opel-Blitz der Wirtschaftswunderjahre und der Folgezeiten. Die Veteranen der Nachkriegsgeneration trugen Namen wie Olympia Rekord Caravan.

Und sie waren trotz oder gerade wegen ihrer zur Schau getragenen Eckigkeit vor allem als praktische Familienautos ungemein beliebt. Die Bezeichnung „Caravan“ ist längst verschwunden, genauso wie das steile Heck.

Ein Kombi von heute muss mehr sein als praktisch, muss sportive Dynamik ebenso bieten wie ein gut durchdachtes Innenleben. Zwei Disziplinen, in denen der neue Insignia Sports Tourer punkten will. Denn zu Preisen zwischen 26.940 und 45.490 Euro bietet der Kombi auf knapp fünf Metern Länge einen Laderaum von 1.665 Litern, immerhin 130 Liter mehr als beim alten Modell.

Wie sein Limousinen-Pendant basiert der Familienfreund auf einer völlig neuen Architektur, die er sich mit dem amerikanischen Chevrolet Malibu teilt. Da hat sich also die Zusammenarbeit mit der Noch-Mutterfirma General Motors bewährt.

Die im Vergleich zum Vorgänger verbreiterte Spur, der um gleich neun Zentimeter längere Radstand (jetzt 2,83 Meter) und der kürzere vordere Überhang lassen den Insignia deutlich sportlicher daherkommen. Dabei war schon der jetzt in Pension geschickte erste Insignia ein durchaus ansehnliches Auto.

Auch ein Head-up-Display ist erhältlich Opel

Auch ein Head-up-Display ist erhältlich

Auch ein Head-up-Display ist erhältlich

Natürlich ist der Sports Tourer wie stets bei solchen Derivaten bis zur vorletzten Dachsäule identisch mit dem Grand Sport. Doch während die Designer früher einfach das Dach einer Limousine nach hinten verlängerten und eine steile Hecktür als Ladeluke montieren ließen, haben sich die Opel-Blechkünstler etwas Besonderes einfallen lassen.

Zwar fällt die obere Fensterlinie  markant nach hinten ab, gleichzeitig jedoch nimmt die Stärke des darüber liegenden Blechteils mit der integrierten Dachreling gen Heck zu und sorgt so für ein elegant-sportliches Gesamtbild. Hinzu kommt eine optische Dachverlängerung in Form eines Heckspoilers über dem angeschrägten Rückfenster.

Der Nebeneffekt für die Hinterbänkler ist eine bessere Kopffreiheit als in der Limousine, was vor allem auf Langstrecken hilfreich werden dürfte. Dass dank des erwähnten Zuwachses an Radstand auch genügend Raum zwischen Knien und der Rückseite der Vordersitze bleibt, macht das Leben in der zweiten Reihe angenehmer.

Die Passagiere sitzen ohnehin in einem für diese Klasse durchaus noblen Ambiente, das je nach Geldbeutel mit feinen Materialien veredelt werden kann. Unabhängig von der Wahl des Interieurs ist in jedem Fall der Spaß des Einladens. Das Ladeabteil ist bei vorgeklappter Rücksitzlehne fast genau zwei Meter lang, bei der Einkaufstour zum Baumarkt kann auf einen Miettransporter in den meisten Fällen verzichtet werden.

Kleines, aber pfiffiges Detail: Wie bei einigen Rivalen, kann die Heckklappe auch durch Fußwackeln unter der Stoßstange zum elektrischen Öffnen animiert werden. Doch nur bei Opel findet man ohne Tanz auf einem Bein immer die richtige Stelle, an der der Sensor reagiert. Ein auf den Boden projiziertes Symbol weist der Schuhspitze den Weg. Das Ganze funktioniert auch beim Schließen.

Der Innenraum unterscheidet sich nicht von dem der Limousine Opel

Der Innenraum unterscheidet sich nicht von dem der Limousine

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