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18.07.2011

08:34 Uhr

Ottos Erben

Neue Technologien für den Benzinmotor

Quelle:dpa

Elektromotor, Brennstoffzelle, Wasserstoffantrieb - in der Diskussion über die Antriebstechnologie für das Auto von Morgen spielt der konventionelle Benzinmotor kaum noch eine Rolle. Zu unrecht?

Downsizing im Kleinwagensegment: Der Twinair-Motor ist ein 0,9 Liter großer Zweizylinder-Benziner, der im Fiat 500 85 PS leistet.

Downsizing im Kleinwagensegment: Der Twinair-Motor ist ein 0,9 Liter großer Zweizylinder-Benziner, der im Fiat 500 85 PS leistet.

Wuppertal/LyonAngesichts des Hypes um Elektroantriebe beim Auto mag es verwundern: Der Benziner ist noch ein großes Thema in den Entwicklungsabteilungen. In letzter Zeit wurde gerade aus Ottomotoren mit immer kleineren Hubräumen mittels Aufladung immer mehr Leistung geholt - bei sinkenden Verbrauchswerten. Und selbst ein Boom von Hybrid- oder Range-Extender-Fahrzeugen käme dem von Nikolaus Otto erfundenen Prinzip des fremdgezündeten Hubkolbenmotors zu Gute. Denn: Auch diese Autos brauchen neben der Elektro-Maschine einen - möglichst effizienten - Verbrennungsmotor.

"Auch in den nächsten Jahrzehnten wird die Mehrheit der Autos mit Verbrennungsaggregaten fahren", sagt etwa VW-Chef Martin Winterkorn. Kaum ein anderer Autohersteller würde wohl widersprechen. Denn Entwickler, Manager und Analysten sind sich einig, dass die elektrische Revolution vergleichsweise langsam vonstatten gehen wird - reine E-Fahrzeuge also erst allmählich die Straßen erobern werden.

So geht die Entwicklung der Benziner weiter: "Die Aggregate werden kleiner, komplexer, sparsamer und abgasärmer sein", prognostiziert Sebastian Schilling, der beim Zulieferer Delphi in Wuppertal die Entwicklung von Einspritzsystemen leitet. Vor allem "homogene Benzineinspritzung und strahlgeführte Einspritzung" versprächen ganz erhebliches Potenzial. "Insgesamt ist eine Verbrauchseinsparung um gut 20 Prozent realisierbar."

Downsizing extrem bei Fiat

Die Direkteinspritzung ist die Kerntechnologie, die schon in den vergangenen Jahren zu einem deutlichen Fortschritt bei den Benzinern geführt hat. Kombiniert mit einer Aufladung mittels Turbolader oder Kompressor erlaubt sie ohne Leistungseinbußen geringere Hubräume und den Verzicht auf mehrere Zylinder. Während Leistung und Drehmoment steigen, geht der Verbrauch deutlich zurück.

"So erreicht man die Leistungsdaten eines V8 und den Verbrauch eines Vierzylinders", umreißt ein Mercedes-Entwickler in Stuttgart den Reiz des als Downsizing bekannten Prinzips. Der Trend begann bei den großvolumigen Motoren in der Oberklasse und ist mittlerweile bei den Kleinwagen angekommen: Im Fiat 500 reicht zum Beispiel ein Zweizylinder mit 0,9 Litern Hubraum für 85 PS.

Was auch ohne Downsizing möglich ist, zeigt die neue Motorenfamilie SkyActive von Mazda. Sie soll zum Jahreswechsel den neuen CX-5 antreiben und 15 Prozent weniger Sprit benötigen. Dafür haben die Japaner das Gewicht reduziert und die Verdichtung erhöht. "Das verbessert das Verbrennungsverhalten des unverändert zwei Liter großen Motors", sagt Sprecher Jochen Münzinger.

Der "Split-Cycle-Motor" der Firma Scuderi arbeitet mit Doppelkolben: Der eine Zylinder sorgt für das Ansaugen und Verdichten, der zweite für Verbrennung und Gasausstoß.

Der "Split-Cycle-Motor" der Firma Scuderi arbeitet mit Doppelkolben: Der eine Zylinder sorgt für das Ansaugen und Verdichten, der zweite für Verbrennung und Gasausstoß.

Kommentare (1)

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Heribert

18.07.2011, 08:53 Uhr

Primitiv !
Wie wäre es denn mit einem Magnetkraftmotor unter Nutzung freier Energie ?
Gibt es längst....nur um die Menschen weiter manipulieren zu können, wird es nicht zugelassen

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