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03.07.2017

08:23 Uhr

Pedelec Coboc One Soho im Test

Die Antithese auf zwei Rädern

VonMario Hommen
Quelle:Spotpress

Pedelecs sind plump. Pedelecs sind schwer. Pedelecs sind langsam. Zu E-Bikes gibt es viele negative Meinungen. Das One Soho von Coboc ist angetreten, mit diesen Vorurteilen aufzuräumen.

Darüber hinaus räumt das edle Single-Speed-Rad noch mit einigen Ressentiments in Sachen E-Mobilität auf.  SP-X/Max Friedhoff

Pedelec Coboc One Soho im Test

Dieses edle Single-Speed-Rad räumt mit einigen Ressentiments in Sachen E-Mobilität auf.

Wer schön sein will, muss leiden, sagt eine Volksweisheit. Eine Testfahrt mit dem Pedelec Coboc One Soho hat uns allerdings vom Gegenteil überzeugt. Dieses ausnehmend schicke E-Bike umgibt seinen Fahrer mit einer sportlich-dynamischen Aura, ohne dass sich dieser dafür ins Zeug legen muss. Darüber hinaus räumt das edle Single-Speed-Rad noch mit einigen Ressentiments in Sachen E-Mobilität auf.

Eines dieser Vorurteile: Pedelecs sind plump. Filigranes Design - schlicht, funktional und edel - gehört in der E-Bike-Szene in der Tat zur Ausnahme. Ein großer E-Motor, der Akku sowie Schalter und Display am Lenker lassen sich in ein konventionelles Fahrraddesign eben schwer integrieren.

Die LEDs zeigen den Akkustand an SP-X/Max Friedhoff

Test-Pedelec Coboc One Soho im Detail

LED zeigen den Akkustand an

Das Soho zeigt hingegen, dass E-Antriebstechnik und Edeloptik auch in nahezu perfekter Symbiose zusammengehen können: Dem flotten Sportrad sieht man seine Pedelec-Technik eigentlich nicht an. Diese ist nicht unsichtbar, aber sehr unauffällig.

Die Batterie zum Beispiel steckt im vergleichsweise voluminösen Unterrohr des aus gebürsteten Alu bestehenden Diamantrahmens. Einen 352-Wh-Lithium-Ionen-Akku würde man in dem ovalen Tubus eigentlich nicht erwarten.

Die Verarbeitung ist edel SP-X/Max Friedhoff

Test-Pedelec Coboc One Soho im Detail

Die Verarbeitung ist edel

Auch der sehr kompakt bauende Nabenmotor im hinteren Speichenrad fällt nur etwas größer als manche übersetzungsreiche Nabenschaltung aus. Zumal das Aggregat dank Chromhülle wie ein integraler Bestandteil des durchweg metallisch glänzenden Bikes wirkt. Leitungen und Kabel wurden schließlich weitgehend innen verlegt und stören somit den schnörkellosen Anblick kaum.

Ebenfalls gut versteckt sind die Bedienelemente für den E-Bike-Betrieb. Der Ein- und Ausschalter sowie ein Anschluss-Port fürs Ladekabel befinden sich an der Unterseite des Oberrohrs. Hingegen gut sichtbar sind auf der Oberseite des Rohrs fünf kleine Leuchtdioden, die als Füllstandanzeige der Batterie dienen.

Der Radnabenmotor am Hinterrad SP-X/Max Friedhoff

Test-Pedelec Coboc One Soho im Detail

Der Radnabenmotor am Hinterrad

Diese dezente Lösung reicht aus, den Fahrer über die verbleibende Reichweite zu informieren. Maximal kommt man mit voller Batterie 80 Kilometer, leuchtet nur noch eine Diode, reicht der Strom für 16 Kilometer E-Unterstützung. Eine Displaylösung mit vielen Schaltern und Untermenüs erübrigt sich hier.

Auch sonst ist das Soho spartanisch gemacht. Es gibt einen sportlichen aber nicht unbequemen Cambium-Sattel von Brooks mit einer Baumwoll-Kautschuk-Decke, einen mit Textil-Tape umwickelten Bullhorn-Lenker sowie vorne und hinten kleine CNC-gefräste Felgenbremsen, die verbindlich zupacken. Licht, Gepäckträger oder Gangschaltung? Fehlanzeige.

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