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Peugeot 5008 GT-Line im Handelsblatt-Test

Jeans auf vier Rädern

VonFlorian Hückelheim

Der Peugeot 5008 bricht radikal mit seinem Vorgänger. Vom zweckmäßigen zum emotionalen Siebensitzer sollte er werden. Herausgekommen ist eine dezent hochbeinige Mischung aus Stylo-SUV und Nutzwert-Kombi.

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Bonjour, kennen wir uns nicht? Ja und nein. Der 5008 ist nicht neu in der Modelllinie von Peugeot. 2009 tauchte sein Name erstmals auf. Nach acht Jahren im Programm erstrahlt die zweite Generation nun im aktuellen Peugeot-Design. Im Fall des Testwagens in Schneeweiß und der Ausstattung Allure GT-Line. Das Design des neuen bricht radikal mit dem in die Jahre gekommenen Vorgänger. Wo früher fließende Formen Mode waren, blitzen nun LEDs aus den Scheinwerferschlitzen, steht ein steil angestellter Kühlergrill im Wind und sorgt allerlei Zierrat in Chromoptik für einen gefälligen Ersteindruck. Peugeot nennt ihn „Adventure-SUV“, was in der Vergangenheit aber vor allem auf die Bedienbarkeit als auf das Fahrerlebnis französischer Testkandidaten zutraf. Ein Blick in den... Florian Hückelheim

Schwarz-Weiß-SUV

Bonjour, kennen wir uns nicht? Ja und nein. Der 5008 ist nicht neu in der Modelllinie von Peugeot. 2009 tauchte sein Name erstmals auf. Nach acht Jahren im Programm erstrahlt die zweite Generation nun im aktuellen Peugeot-Design. Im Fall des Testwagens in Schneeweiß und der Ausstattung Allure GT-Line.

Das Design des neuen bricht radikal mit dem in die Jahre gekommenen Vorgänger. Wo früher fließende Formen Mode waren, blitzen nun LEDs aus den Scheinwerferschlitzen, steht ein steil angestellter Kühlergrill im Wind und sorgt allerlei Zierrat in Chromoptik für einen gefälligen Ersteindruck.

Peugeot nennt ihn „Adventure-SUV“, was in der Vergangenheit aber vor allem auf die Bedienbarkeit als auf das Fahrerlebnis französischer Testkandidaten zutraf. Ein Blick in den...

Bild: Florian Hückelheim

...Innenraum stellt klar: Das Schwarz-Weiß-Thema des Exterieurs spielt unser Testwagen ganz konsequent im Innern weiter. Er zeigt dort eine Menge graues Plastik in verschiedenen Wertigkeitsstufen, dazu anthrazitfarbenes Leder, Plastik in Alu-Optik oder Klavierlacküberzug und auf dem Armaturenbrett zusätzlich: Stoff. Ja, Stoff. Was man eher auf den Sitzen erwarten würde, verbauen die Franzosen auf Lenkradhöhe umlaufend im Innenraum. Florian Hückelheim

Wenn die Designer Stoff geben

...Innenraum stellt klar: Das Schwarz-Weiß-Thema des Exterieurs spielt unser Testwagen ganz konsequent im Innern weiter. Er zeigt dort eine Menge graues Plastik in verschiedenen Wertigkeitsstufen, dazu anthrazitfarbenes Leder, Plastik in Alu-Optik oder Klavierlacküberzug und auf dem Armaturenbrett zusätzlich: Stoff. Ja, Stoff. Was man eher auf den Sitzen erwarten würde, verbauen die Franzosen auf Lenkradhöhe umlaufend im Innenraum.

Bild: Florian Hückelheim

Ein genauer Blick und anschließendes Streicheln bestätigt alle Test- und Mitfahrer in ihrer Wahrnehmung: Der 5008 wird mit seinen Stoff-Elementen zu einer Art Jeans zum Herumfahren. Fürs Auge ist das mal was anderes als die üblichen Kombinationen aus Kunstoffen, Alu, Carbon, Leder oder Holz. Und leicht ist das Material sowieso. Spannend für Familien ist die Fleckempfindlichkeit der Oberfläche. Aber man muss mit Teppichschaum ja nicht immer nur die Sitze reinigen. Florian Hückelheim

Bitte mit den Händen gucken – aber nur, wenn sie sauber sind

Ein genauer Blick und anschließendes Streicheln bestätigt alle Test- und Mitfahrer in ihrer Wahrnehmung: Der 5008 wird mit seinen Stoff-Elementen zu einer Art Jeans zum Herumfahren. Fürs Auge ist das mal was anderes als die üblichen Kombinationen aus Kunstoffen, Alu, Carbon, Leder oder Holz. Und leicht ist das Material sowieso.

Spannend für Familien ist die Fleckempfindlichkeit der Oberfläche. Aber man muss mit Teppichschaum ja nicht immer nur die Sitze reinigen.

Bild: Florian Hückelheim

In der fünfsitzigen Konfiguration schluckt der Testwagen bis zu 780 Liter bei einer bandscheibenfreundlichen Ladekante von rund 68 Zentimetern. Wer zwei Sitze (à 11 Kilogramm) für die Sitzreihe drei haben möchte, muss 800 Euro mehr ausgeben. Ohne diese Sitze klafft unter der Ladebodenabdeckung ein veritables Loch, das pro Sitz 39 zusätzliche Stauraumliter ermöglicht. Florian Hückelheim

Hoppla, da fehlt doch was?

In der fünfsitzigen Konfiguration schluckt der Testwagen bis zu 780 Liter bei einer bandscheibenfreundlichen Ladekante von rund 68 Zentimetern. Wer zwei Sitze (à 11 Kilogramm) für die Sitzreihe drei haben möchte, muss 800 Euro mehr ausgeben.

Ohne diese Sitze klafft unter der Ladebodenabdeckung ein veritables Loch, das pro Sitz 39 zusätzliche Stauraumliter ermöglicht.

Bild: Florian Hückelheim

Wer wirklich viel zu transportieren hat, der legt die Sitze in Reihe zwei schnell um und erhält dann einen Laderaum von bis zu 1940 Litern Größe bei einer fast ebenen Ladefläche. Im Vergleich zum fünf Zentimeter längeren Konkurrenten Skoda Kodiaq ( Hier im Handelsblatt-Test) fehlen dem Franzosen in Sachen Zuladung aber noch 125 Liter. Bei der Länge hat aber der 5008 die Nase vorn: Bis zu 3,20 Meter lange Gegenstände passen hinein. Möglich macht das ein Klappmechanismus im Beifahrersitz. Beim Kodiaq sind es 40 Zentimeter weniger. Peugeot

Quadratisch, praktisch, groß

Wer wirklich viel zu transportieren hat, der legt die Sitze in Reihe zwei schnell um und erhält dann einen Laderaum von bis zu 1940 Litern Größe bei einer fast ebenen Ladefläche. Im Vergleich zum fünf Zentimeter längeren Konkurrenten Skoda Kodiaq (Hier im Handelsblatt-Test) fehlen dem Franzosen in Sachen Zuladung aber noch 125 Liter.

Bei der Länge hat aber der 5008 die Nase vorn: Bis zu 3,20 Meter lange Gegenstände passen hinein. Möglich macht das ein Klappmechanismus im Beifahrersitz. Beim Kodiaq sind es 40 Zentimeter weniger.

Bild: Peugeot

Der Testwagen ist 4,64 Meter lang, 1,64 Meter hoch, und 1,9 Meter breit. Der Radstand beträgt 2,84 Meter und sorgt für viel Kniefreiheit in Sitzreihe zwei. Der 2.0 Liter BlueHDI 150 Stop & Start mit Sechsgang-Schaltgetriebe leistet 150 PS und verbraucht laut Hersteller 4,8 Liter Diesel im Drittelmix. Mit ein wenig Mühe und sanftem Gasfuß sind 5,4 Liter durchaus möglich. Von 0 auf 100 km/h geht es in 9,6 Sekunden, Schluss ist bei 207 Stundenkilometern. Der Wendekreis von 11,2 Metern ist auf dem Papier nicht sonderlich beeindruckend, lässt den 5008 aber selbst in engen Parkhäusern handlich wirken. Florian Hückelheim

Technische Daten

Der Testwagen ist 4,64 Meter lang, 1,64 Meter hoch, und 1,9 Meter breit. Der Radstand beträgt 2,84 Meter und sorgt für viel Kniefreiheit in Sitzreihe zwei.

Der 2.0 Liter BlueHDI 150 Stop & Start mit Sechsgang-Schaltgetriebe leistet 150 PS und verbraucht laut Hersteller 4,8 Liter Diesel im Drittelmix. Mit ein wenig Mühe und sanftem Gasfuß sind 5,4 Liter durchaus möglich. Von 0 auf 100 km/h geht es in 9,6 Sekunden, Schluss ist bei 207 Stundenkilometern.

Der Wendekreis von 11,2 Metern ist auf dem Papier nicht sonderlich beeindruckend, lässt den 5008 aber selbst in engen Parkhäusern handlich wirken.

Bild: Florian Hückelheim

Im Kühlergrill, in den Außenspiegeln und in der Heckklappe sitzen Kameras, die eine 360-Grad-Sicht ums Fahrzeug ermöglichen sollen. Dass die Technik noch Verbesserungspotenzial hat, zeigt sich schnell. Beim Ausparken aus einer Lücke ist plötzlich ein Viertel der Seitenansicht grau schraffiert und fehlt im Bildschirm. Erst beim Zurücksetzen ergänzt die Kamera Zentimeter für Zentimeter das Umfeld. Das können andere Hersteller im selben Preissegment wesentlich besser. Florian Hückelheim

Der Löwe hat nur scheinbar alles im Blick

Im Kühlergrill, in den Außenspiegeln und in der Heckklappe sitzen Kameras, die eine 360-Grad-Sicht ums Fahrzeug ermöglichen sollen. Dass die Technik noch Verbesserungspotenzial hat, zeigt sich schnell. Beim Ausparken aus einer Lücke ist plötzlich ein Viertel der Seitenansicht grau schraffiert und fehlt im Bildschirm. Erst beim Zurücksetzen ergänzt die Kamera Zentimeter für Zentimeter das Umfeld. Das können andere Hersteller im selben Preissegment wesentlich besser.

Bild: Florian Hückelheim

Serienmäßige 18-Zöller mit 225er Reifen fügen sich unaufdringlich ins SUV-Gesamtbild ein. Sie quietschen auch schon mal, wenn man die 370 Newtonmeter des Vierzylinders vorne zerren. Dieseltypisch beeindruckt der Motor mit viel Kraft und hat keine Probleme mit der Leermasse des 5008. Selbst bei voller Besetzung, allerdings ohne Gepäck, wird der Franzose nicht zum Hindernis auf linken Spur. Erst bei Tempo 180 geht dem Selbstzünder langsam die Puste aus. Florian Hückelheim

Felgen, Reifen und Radhaus setzen auf abwaschbaren Chic

Serienmäßige 18-Zöller mit 225er Reifen fügen sich unaufdringlich ins SUV-Gesamtbild ein. Sie quietschen auch schon mal, wenn man die 370 Newtonmeter des Vierzylinders vorne zerren. Dieseltypisch beeindruckt der Motor mit viel Kraft und hat keine Probleme mit der Leermasse des 5008. Selbst bei voller Besetzung, allerdings ohne Gepäck, wird der Franzose nicht zum Hindernis auf linken Spur. Erst bei Tempo 180 geht dem Selbstzünder langsam die Puste aus.

Bild: Florian Hückelheim

Wer lange keinen oder noch nie einen Peugeot gefahren hat, stutzt beim ersten Einsteigen ob der Lenkradgröße und des Cockpit-Layouts. Das Lenkrad ist deutlich kleiner und tiefer positioniert als bei anderen Marken. Das ist Absicht, der Fahrer soll übers Volant hinweg aufs Instrumentarium schauen. Zumindest in dieser Hinsicht kommt im 5008 Go-Kart-Feeling auf. Die hohe Platzierung des Schaltknaufs deutlich über Kniehöhe ist für kürzere Fahrer etwas unangenehm und passt auch eher in sportlich orientierte Modelle wie den bereits von uns getesteten Peugeot 308 GTi. Florian Hückelheim

Ach ja, ein Peugeot!

Wer lange keinen oder noch nie einen Peugeot gefahren hat, stutzt beim ersten Einsteigen ob der Lenkradgröße und des Cockpit-Layouts. Das Lenkrad ist deutlich kleiner und tiefer positioniert als bei anderen Marken. Das ist Absicht, der Fahrer soll übers Volant hinweg aufs Instrumentarium schauen. Zumindest in dieser Hinsicht kommt im 5008 Go-Kart-Feeling auf.

Die hohe Platzierung des Schaltknaufs deutlich über Kniehöhe ist für kürzere Fahrer etwas unangenehm und passt auch eher in sportlich orientierte Modelle wie den bereits von uns getesteten Peugeot 308 GTi.

Bild: Florian Hückelheim

Die Regler und Tasten – allesamt aus Plastik – in der Mittelkonsole haben einen etwas weichen Druckpunkt. Ihr größtes Manko und gleichzeitig schönster Vorzug: Durch die symmetrische Anordnung und kleine Symbole brauchten wir einige Eingewöhnung, um stets richtige Funktion zu treffen. Ein Hingucker sind sie definitv und bringen etwas Flugzeug-Cockpit-Atmosphäre in das SUV. Florian Hückelheim

Klavierlack(optik) trifft Alu(optik)

Die Regler und Tasten – allesamt aus Plastik – in der Mittelkonsole haben einen etwas weichen Druckpunkt. Ihr größtes Manko und gleichzeitig schönster Vorzug: Durch die symmetrische Anordnung und kleine Symbole brauchten wir einige Eingewöhnung, um stets richtige Funktion zu treffen.

Ein Hingucker sind sie definitv und bringen etwas Flugzeug-Cockpit-Atmosphäre in das SUV.

Bild: Florian Hückelheim

12,3 Zoll misst der Touchscreen im aufgeräumten Cockpit. Seine Auflösung sowie die Farbbrillanz sind nicht preisverdächtig, aber gut zu gebrauchen. Die Zeitspanne zwischen einer Berührung und ihrer Umsetzung im Menü ist aber zu lang. Dass das System schneller reagieren kann, zeigt es, wenn es per Knopf am Lenkrad oder in der Mittelkonsole angesteuert wird. Die Sprachsteuerung achtet bei der Annahme von Kommandos überaus pingelig darauf, welche Sätze erlaubt sind. Auch die vom System angebotene Hilfestellung mit den entsprechenden Codewörtern mussten wir erst auswendig lernen, ehe wir uns mit der Dame im Navi gutstellen konnten. Florian Hückelheim

Zweckmäßig, aber nicht perfekt

12,3 Zoll misst der Touchscreen im aufgeräumten Cockpit. Seine Auflösung sowie die Farbbrillanz sind nicht preisverdächtig, aber gut zu gebrauchen. Die Zeitspanne zwischen einer Berührung und ihrer Umsetzung im Menü ist aber zu lang. Dass das System schneller reagieren kann, zeigt es, wenn es per Knopf am Lenkrad oder in der Mittelkonsole angesteuert wird.

Die Sprachsteuerung achtet bei der Annahme von Kommandos überaus pingelig darauf, welche Sätze erlaubt sind. Auch die vom System angebotene Hilfestellung mit den entsprechenden Codewörtern mussten wir erst auswendig lernen, ehe wir uns mit der Dame im Navi gutstellen konnten.

Bild: Florian Hückelheim

Mit allerlei optischen Spielereien präsentiert sich das neue i-Cockpit. Neben verschiedenen Ansichten für Tacho und Drehzahlmesser lassen sich auf dem breiten Bildschirm die Navigationskarte, Verbrauchs- und Leistungsdaten sowie eine ganz reduzierte Version allein mit Geschwindigkeit, Verkehrszeichen und Schaltempfehlung darstellen. Am glücklichsten wurden wir mit dem Individual-Modus, in dem wir es als einzigem schafften, Drehzahl, Tempo und Verbrauch gleichzeitig anzeigen zu lassen. Florian Hückelheim

Das neue i-Cockpit

Mit allerlei optischen Spielereien präsentiert sich das neue i-Cockpit. Neben verschiedenen Ansichten für Tacho und Drehzahlmesser lassen sich auf dem breiten Bildschirm die Navigationskarte, Verbrauchs- und Leistungsdaten sowie eine ganz reduzierte Version allein mit Geschwindigkeit, Verkehrszeichen und Schaltempfehlung darstellen. Am glücklichsten wurden wir mit dem Individual-Modus, in dem wir es als einzigem schafften, Drehzahl, Tempo und Verbrauch gleichzeitig anzeigen zu lassen.

Bild: Florian Hückelheim

Zwar glänzt der 5008 SUV-typisch mit erhöhter Bodenfreiheit, angedeutetem Unterfahrschutz und Plastik bis auf Achshöhe. Härteres Gelände als ein ruppiger Feldweg verbietet sich aber allein schon wegen des Vorderradantriebs. Acht Farben stehen insgesamt zur Auswahl, die sich ähnlich wie die Akzente an der Karosserie im Grunde in zwei Kategorien aufteilen lassen: hell und dunkel. Zweimal Weiß, zweimal Grau, dazu Silber, Schwarz, Dunkelblau und ein dunkles Tannengrün. Florian Hückelheim

Mit ihm ins Gelände?

Zwar glänzt der 5008 SUV-typisch mit erhöhter Bodenfreiheit, angedeutetem Unterfahrschutz und Plastik bis auf Achshöhe. Härteres Gelände als ein ruppiger Feldweg verbietet sich aber allein schon wegen des Vorderradantriebs.

Acht Farben stehen insgesamt zur Auswahl, die sich ähnlich wie die Akzente an der Karosserie im Grunde in zwei Kategorien aufteilen lassen: hell und dunkel. Zweimal Weiß, zweimal Grau, dazu Silber, Schwarz, Dunkelblau und ein dunkles Tannengrün.

Bild: Florian Hückelheim

Pluspunkt: Jede Kopfstütze in Sitzreihe zwei lässt sich bei Nichtgebrauch weit nach unten versenken, sodass sie die ohnehin schmale Sicht durch die Heckscheibe nicht zusätzlich verkleinern. Lange Mitfahrer freuen sich indes über viel Kniefreiheit und ausreichend Platz zwischen Haaransatz und Dachhimmel. Einen Hut kann im Peugeot niemand tragen. Außer bei Kindern fegt die Dachkante jeden Kopfschmuck direkt beim Einsteigen vom Haupt hinunter. So viel Abenteuer muss sein im „Adventure-SUV“. Florian Hückelheim

Größtmögliche Rücksicht

Pluspunkt: Jede Kopfstütze in Sitzreihe zwei lässt sich bei Nichtgebrauch weit nach unten versenken, sodass sie die ohnehin schmale Sicht durch die Heckscheibe nicht zusätzlich verkleinern.

Lange Mitfahrer freuen sich indes über viel Kniefreiheit und ausreichend Platz zwischen Haaransatz und Dachhimmel. Einen Hut kann im Peugeot niemand tragen. Außer bei Kindern fegt die Dachkante jeden Kopfschmuck direkt beim Einsteigen vom Haupt hinunter. So viel Abenteuer muss sein im „Adventure-SUV“.

Bild: Florian Hückelheim

Die Farbwahl im Innenraum des Testwagens mäandert stets zwischen Schwarz, Grau und einem unaufdringlichen Braun in den Kontrastnähten der Ledersitze. Dort, wo das Auge nicht so oft hinschaut oder Füße anecken, ist der Kunststoff – hinten wie vorne – unempfindlich und auch gröber strukturiert. Florian Hückelheim

Schwarz-Schwarz-Schwarz, oh nein, das ist Anthrazit!

Die Farbwahl im Innenraum des Testwagens mäandert stets zwischen Schwarz, Grau und einem unaufdringlichen Braun in den Kontrastnähten der Ledersitze. Dort, wo das Auge nicht so oft hinschaut oder Füße anecken, ist der Kunststoff – hinten wie vorne – unempfindlich und auch gröber strukturiert.

Bild: Florian Hückelheim

Der Testwagen wäre kein so gut wie voll ausgestatteter Peugeot, wenn nicht auch Massagesitze an Bord wären. Das ist nicht neu bei den Franzosen, aber immer wieder schön neu zu entdecken. Urlaubsreisende und gestresste Außendienstler entspannen gleichermaßen, wenn sie sich den Rücken unter anderem mit der Funktion "cat paw" sanft kneten lassen. Florian Hückelheim

Hier wartet die Entspannung

Der Testwagen wäre kein so gut wie voll ausgestatteter Peugeot, wenn nicht auch Massagesitze an Bord wären. Das ist nicht neu bei den Franzosen, aber immer wieder schön neu zu entdecken. Urlaubsreisende und gestresste Außendienstler entspannen gleichermaßen, wenn sie sich den Rücken unter anderem mit der Funktion "cat paw" sanft kneten lassen.

Bild: Florian Hückelheim

Zwar können die Mitfahrer in der zweiten Reihe den Luftstrom zu ihren Beinen regulieren, nicht aber, wie die Luft riecht. Das geht nur vom Fahrer- oder Beifahrersitz aus. Zusammen mit dem „i-Cockpit Amplify“, das alle Sinne beleben soll, kommt auch ein Duftspender, der laut Hersteller mit seinen Düften „Cosmic Cuir“, „Aerodrive“ und „Harmony Wood“ für ein „hochwertiges Geruchserlebnis“ sorgen soll. Da liegt ein Hauch von Oberklasse in der Luft, denken wir und probieren alle Sorten hintereinander aus. Fazit: In die Parfümerie müssen wir zumindest für heute nicht mehr. Florian Hückelheim

Mhhh... und wie das duftet

Zwar können die Mitfahrer in der zweiten Reihe den Luftstrom zu ihren Beinen regulieren, nicht aber, wie die Luft riecht. Das geht nur vom Fahrer- oder Beifahrersitz aus. Zusammen mit dem „i-Cockpit Amplify“, das alle Sinne beleben soll, kommt auch ein Duftspender, der laut Hersteller mit seinen Düften „Cosmic Cuir“, „Aerodrive“ und „Harmony Wood“ für ein „hochwertiges Geruchserlebnis“ sorgen soll. Da liegt ein Hauch von Oberklasse in der Luft, denken wir und probieren alle Sorten hintereinander aus. Fazit: In die Parfümerie müssen wir zumindest für heute nicht mehr.

Bild: Florian Hückelheim

Die hochgezogene Plastikschürze mit den zwei angedeuteten, aber funktionslosen Endrohren, hält dem Anschein nach vieles aus: ruppiges Beladen, eine Berührung mit einem Einkaufswagen oder sogar der Tiefgaragenwand. Sollte es dazu tatsächlich kommen, hat der Fahrer jedoch lange das Warnkonzert der aufmerksamen Parksensoren überhört oder parkt mit dem 5008 in Pariser Nebenstraßen. Spätestens dort würde der weiße Lack eher zur Bürde für Kratzer-Phobiker als eine Zierde für den Wagen. Florian Hückelheim

Gewappnet für Einkaufstaschen und -wagen

Die hochgezogene Plastikschürze mit den zwei angedeuteten, aber funktionslosen Endrohren, hält dem Anschein nach vieles aus: ruppiges Beladen, eine Berührung mit einem Einkaufswagen oder sogar der Tiefgaragenwand. Sollte es dazu tatsächlich kommen, hat der Fahrer jedoch lange das Warnkonzert der aufmerksamen Parksensoren überhört oder parkt mit dem 5008 in Pariser Nebenstraßen. Spätestens dort würde der weiße Lack eher zur Bürde für Kratzer-Phobiker als eine Zierde für den Wagen.

Bild: Florian Hückelheim

Während nur wenige LED-Lämpchen den Innenraum sparsam ausleuchten, ist das Panoramaglasdach mit Schiebedachfunktion ein absoluter Lichtblick. Per Knopfdruck zieht sich die schwarze Jalousie in den hinteren Dachteil zurück und gibt den Blick auf den Himmel frei. Insbesondere bei schwarzem Gestühl und sonstigem dunklen Dachhimmel ist Sonnenlicht eine Wohltat fürs Auge. Selbst in der zweithöchsten Ausstattungslinie Allure inkl. GT-Line kostet es aber 1250 Euro extra. Florian Hückelheim

Bringt Licht in den dusteren Innenraum

Während nur wenige LED-Lämpchen den Innenraum sparsam ausleuchten, ist das Panoramaglasdach mit Schiebedachfunktion ein absoluter Lichtblick. Per Knopfdruck zieht sich die schwarze Jalousie in den hinteren Dachteil zurück und gibt den Blick auf den Himmel frei.

Insbesondere bei schwarzem Gestühl und sonstigem dunklen Dachhimmel ist Sonnenlicht eine Wohltat fürs Auge. Selbst in der zweithöchsten Ausstattungslinie Allure inkl. GT-Line kostet es aber 1250 Euro extra.

Bild: Florian Hückelheim

USB- und 12-Volt-Anschluss sowie induktive Ladefläche sitzen relativ tief in der Mittelkonsole. Trotz sanfter Beleuchtung und einer eigentlich überschaubaren Größe fischten mehrere Fahrer hier im Dunkeln auf der Suche nach dem Smartphone, dem Parkticket oder anderen Kleinigkeiten. Florian Hückelheim

Versteckter Anschluss

USB- und 12-Volt-Anschluss sowie induktive Ladefläche sitzen relativ tief in der Mittelkonsole. Trotz sanfter Beleuchtung und einer eigentlich überschaubaren Größe fischten mehrere Fahrer hier im Dunkeln auf der Suche nach dem Smartphone, dem Parkticket oder anderen Kleinigkeiten.

Bild: Florian Hückelheim

Während der Startknopf beim Testwagen immer einen extra-langen Druck benötigte, um alle Schaltkreise zu schließen, reagiert die Sport-Taste sehr direkt. Neben einer spitzeren Gaspedalkennlinie mit lebhafterer Kraftentfaltung zeichnete sich der Sport-Modus vor allem durch ein sehr künstliches via Soundsystem eingespieltes Motorengeräusch aus. Florian Hückelheim

Start-Stop-Sport

Während der Startknopf beim Testwagen immer einen extra-langen Druck benötigte, um alle Schaltkreise zu schließen, reagiert die Sport-Taste sehr direkt. Neben einer spitzeren Gaspedalkennlinie mit lebhafterer Kraftentfaltung zeichnete sich der Sport-Modus vor allem durch ein sehr künstliches via Soundsystem eingespieltes Motorengeräusch aus.

Bild: Florian Hückelheim

Wäre dieser Peugeot ein Kleidungsstück, man würde ihn nicht auf dem Laufsteg sehen – aber direkt daneben. Auf den ersten Blick würde er nur ein wenig auffallen, auf den zweiten aber mit verborgenen Qualitäten überzeugen. Wie eine Jeans im Alltag.

Fazit unseres Fahrtests:

Wäre dieser Peugeot ein Kleidungsstück, man würde ihn nicht auf dem Laufsteg sehen – aber direkt daneben. Auf den ersten Blick würde er nur ein wenig auffallen, auf den zweiten aber mit verborgenen Qualitäten überzeugen. Wie eine Jeans im Alltag.

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