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19.01.2012

14:57 Uhr

PG Elektrus

Batterie-Sportwagen aus Düsseldorf

Quelle:dpa

200 kW Motorleistung, 300 km/h Spitzentempo und ein Sprintwert von weniger als drei Sekunden bis Tempo 100: Diese Eckdaten nennt PG für sein erstes Auto. Nicht weniger beeindruckend: Ein Preis von 285.600 Euro.

Sieht aus wie ein Lotus, ist aber ein Elektrus. Der PG benötigt Strom statt Sprit. dpa

Sieht aus wie ein Lotus, ist aber ein Elektrus. Der PG benötigt Strom statt Sprit.

Regensburg/DüsseldorfDer Sportwagen von PG trägt den Namen Elektrus und wird in Düsseldorf gebaut. Der bislang auf Elektrofahrräder spezialisierte Kleinserienhersteller bietet den Zweisitzer zu Preisen ab 285.600 Euro an. Wie der elektrisch angetriebene Tesla Roadster basiert der Elektrus auf dem Lotus Elise.

Allerdings hat Entwickler Michael Fröhlich das Design des britischen Teilespenders deutlich stärker verändert als es beim Tesla der Fall ist. Die Glasfaserkarosserie des 900 Kilogramm schweren Wagens hat eine sehr dynamisch gestaltete Frontpartie sowie auffällige Rück- und Bremsleuchten mit LED-Technik. Das Lotus-Interieur wurde ebenfalls modifiziert.

Eine Akkuladung soll für bis zu 350 Kilometer reichen. Trotz des Batterieantriebs müssen Elektrus-Fahrer nicht auf den gewohnten Klang konventionell angetriebener Sportwagen verzichten, verspricht der Hersteller: Auf Knopfdruck imitiere ein Soundsystem das Bollern eines V-Motors oder das Kreischen eines Formel-1-Rennwagens. Medienberichten zufolge soll US-Schauspieler Brad Pitt bereits bestellt haben.

Kommentare (1)

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Sternensprache

19.01.2012, 21:25 Uhr

Es ist die pure Lust ein Fahrzeug heute kaufen und erleben zu können, welche Technologie in der Masse erst in 50 Jahren für 20.000 Euro zur Verfügung stehen wird.

In 50 Jahren werden viele Käufer nicht mehr leben; der Reiz solche Technologien heute zu erfahren, hat seinen Preis. Die Luxuskäufer von heute können es heute schon so erleben. Diese Exklusivität ist vergleichbar so zu werten, wie einen Flug zu buchen, der wenige Sekunden Schwerelosigkeit erfahren läßt und dabei die Erde aus dem Weltraum live zu sehen.

Im Fall des PG Elektrus ist das Vergnügen aber wiederholbar. So gesehen ist es zwar ein teures Vergnügen, aber so teuer auch nicht, da der Kunde es beliebig oft wiederholen kann .... und es bereits beim ersten Mal bezahlt wurde.

Kritiker werden vielleicht herummäkeln, dass die Menschheit so was nicht braucht, aber in diesem Auto wird auch die Zukunft der elektrischen Mobilität mitgestaltet. Während PG Elektrus es mit einer Mini-Firma engagiert ermöglicht (kleine unter 10 Personen Klitsche), kriegen es vergleichbar Riesenfirmen mit Riesenetats nicht hin. Kein PORSCHE, BMW, Mercedes, VW ... sondern eine Klitsche namens PG. Ein Tuner der halt Technologien zusammenkauft, anpasst und einbaut. Das "schmerzt", ist aber durchaus logisch. Im Superpremiumbereich können Kunden überrascht werden, auch von kleinen Autobauern. Große Hersteller können dagegen nur Exklusivableger ihrer Serien nocheinmal besonders veredeln - mehr geht wohl leider nicht.

Aber es ist vor allem dieser ungleiche Wettbewerb, der das Salz in der Suppe ist. LAMBORGHINI baute Traktoren und ärgerte sich über seinen Ferrari... also fing er selbst an Sportautos zu bauen. Neue Marken werden irgendwann geboren, um es besser machen zu wollen.

Ob PG nach seinem ersten Auto zu einem größeren Autounternehmen werden wird, steht in den Sternen ... aber irgendwann muss man halt irgendwie anfangen ... und PG fing halt an ... mit dem ELEKTRUS.

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