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16.07.2012

15:18 Uhr

Polo Blue GT

VW verabschiedet sich von doppelter Aufladung

Quelle:MID

Mit dem Polo Blue GT will Volkswagen künftig Sportlichkeit und Umweltverträglichkeit verbinden. Mit dem neuen 1,4-Liter-TSI-Motor markieren die Wolfsburger eine Abkehr von bislang gepflegter Technik.

VW setzt beim Polo GT Blue auf einfache Aufladung und Zylinderabschaltung. PR

VW setzt beim Polo GT Blue auf einfache Aufladung und Zylinderabschaltung.

WürzburgSeit 2005 baut der VW-Konzern Ottomotoren, die mit einem Kompressor und einem zusätzlichen Turbolader ausgestattet sind – eine technisch überzeugende, aber aufwendige und teure Lösung. Mit dem Polo Blue GT schafft VW die Doppelaufladung wieder ab und setzt in der Leistungsklasse bis 110 kW/150 PS auf einen herkömmlichen Turbolader.

Der neue Motor leistet 103 kW/140 PS. Um den raschen Aufbau des Drehmoments aus niedrigen Drehzahlen weiter zu gewährleisten, für den der mechanische Kompressor verantwortlich war, erhält der neue 1,4-Liter-Vierzylinder eine verstellbare Auslassnockenwelle.

Ein weiteres neues Detail des 1,4-Liter-Motor im VW Polo Blue GT sind die in den Zylinderkopf integrierten Krümmer. Der kühlende Wassermantel reicht damit fast bis zum Eingang des Turboladers und schützt dessen empfindliches Turbinenrad vor zu hohen Temperaturen. Die Entwickler konnten damit auf die sogenannte "Volllastanfettung" verzichten, die mit zusätzlichem Kraftstoffeinsatz bisher bei aufgeladenen Motoren für bekömmliche Abgastemperaturen sorgte, aber im Gegenzug den Verbrauch in die Höhe trieb.

Um das zweite Entwicklungsziel, einen niedrigen Verbrauch zu realisieren, besitzt der Polo Blue GT eine Zylinderabschaltung. Bei Teillast legt eine spezielle Nockenwellensteuerung automatisch und blitzschnell die beiden mittleren Zylinder still. Dabei bleiben die Ventile geschlossen und die Luft über den Kolben verhält sich wie eine Feder – die Verlustleistung ist also sehr gering.

Als Zweizylinder deckt der Motor ein Drehzahlspektrum von 1.400 bis 4.000 U/min ab und liefert bis zu 100 Newtonmeter Drehmoment – genug, um diesen Modus auch auf der Autobahn zu nutzen.

Kommentare (1)

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17.07.2012, 09:09 Uhr

Hut ab vor dieser Ingenieursleistung!

VW ist technisch einfach TOP. Da hechelt Opel hinterher.

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