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27.10.2013

09:09 Uhr

Porsche 911 als Gebrauchter

Ein langlebiger Klassiker, der seinen Preis hat

Quelle:dpa

Ein Sportwagenklassiker für den man auch als Gebrauchten etwas tiefer in die Tasche greifen muss: Der Porsche 911 wird von Autoliebhabern für seine Fahrleistung und Eleganz geschätzt - und beides kostet.

Auch als Gebrauchter kein Schnäppchen: Der Porsche 911 zählt zu den Pkw-Modellen mit dem geringsten Wertverlust. PR

Auch als Gebrauchter kein Schnäppchen: Der Porsche 911 zählt zu den Pkw-Modellen mit dem geringsten Wertverlust.

BerlinDer Porsche 911 ist ein Klassiker der deutschen Automobilgeschichte, in diesem Jahr feiert er seinen 50. Geburtstag. Liebhaber schätzen den Wagen, weil er sportliche Fahrleistungen mit klassischer Eleganz vereint. Auch als Gebrauchter ist der Elfer beliebt - und deshalb nicht gerade günstig.

Wer sein Geld in das Auto investiert, wird aber mit einem sehr zuverlässigen Fahrzeug belohnt. Bei den Hauptuntersuchungen (HU) liegt der Sportwagen seit Jahren regelmäßig vor der Konkurrenz.

Der «TÜV Report 2013» bescheinigt dem Porsche 911 eine ausgezeichnete Technik. Fahrwerk und Lichtanlage fallen kaum durch Mängel auf, die Bremsen übertrumpfen die gesamte Konkurrenz. Lediglich der bis 2011 gebaute Typ 997 fällt bei der HU öfters durch Lenkungsspiel und Ölverlust auf. «Ein Traumwagen mit Traumergebnissen», lautet das Fazit der Prüfer. Wenig überraschend ist deshalb, dass der Elfer zu den Pkw-Modellen mit dem geringsten Wertverlust gehört.

Nicht ganz so schwärmerisch ist der ADAC in seinem Urteil über das Auto. In der Pannenstatistik des Automobilclubs taucht der Porsche 911 wegen zu geringer Zulassungszahlen zwar nicht auf, doch die Pannenhelfer haben trotzdem ihre Erfahrungen mit dem Wagen. Auch sie bemängeln Undichtigkeiten am Motor, deren Reparatur in der Regel kostspielig ist.

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Porsche baut den Sportwagenklassiker inzwischen in siebter Auflage. Die sechste, für Gebrauchtwagenkäufer interessante Modellgeneration (Typ 997) wurde von 2004 bis 2011 in den Karosserievarianten Coupé, Cabrio und Targa produziert. Alle Versionen fahren mit 3,6 oder 3,8 Liter großem Sechszylinder-Boxermotor. Das Leistungsspektrum reicht von 239 kW/325 PS bis 390 kW/530 PS im 911 Turbo S.

Laut der Schwacke-Liste kostet zum Beispiel ein 911 Carrera S von 2005 mit 261 kW/355 PS auf dem Gebrauchtwagenmarkt noch rund 35.500 Euro (durchschnittliche Laufleistung: 142.200 Kilometer). Für den sportlicheren 911 GT3 RS von 2008 mit 305 kW/415 PS werden um die 63.950 Euro fällig (95 400 Kilometer). Das 390 kW/530 PS starke 911 Turbo S Cabriolet PDK schlägt noch mit etwa 103.350 Euro zu Buche (64.200 Kilometer).

Kommentare (1)

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Bankster

28.10.2013, 09:14 Uhr

Ein Traumwagen mit Traumergebnissen, ja auf dem Papier.

Zitat: Auch sie bemängeln Undichtigkeiten am Motor, deren Reparatur in der Regel kostspielig ist.

Und nicht nur das (ca. 1000€), sondern auch nutzlos. Wenn man davon betroffen ist nutzt die Reparatur nur 10-20 TKM, denn wenn das Kurbelwellengehäuse im Motorgehäuse schief geschraubt ist (gilt für 986,987,996 und 997 ausser Turbo und GT3) dann wird das Kurbelwellensimmerring immer wieder undicht. Die Toleranzen wurden in der Fertigung immer wieder geändert aber das tatsächliche Problem wurde erst 2009 mit einer Neukonstruktion des Motorengehäuse behoben.

Bei den alten 986 und 996 haben auch die Zwischenwellen ein Problem (wurde in der Zwischenzeit mehrmals überarbeitet). Das sieht der TÜV ebenfalls nicht sondern nur der ADAC wenn das Auto wegen kapitaler Motorschaden in die Werkstatt bringt.

Ein wenig mehr Recherche würden solcher Werbeartikel für die deutsche Autoindustrie glaubhafter machen.

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