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12.09.2014

09:20 Uhr

Porsche Cayenne

Luxus-SUV unter Strom

VonJulian Wewer
Quelle:Spotpress

Der Cayenne ist Porsches Bestseller. Für das jetzt fällige Facelift der zweiten Generation gab es zarte optische Retuschen und sparsamere Motoren. Bei einem kann man jetzt den Stecker ziehen.

Fahrbericht: Porsche Cayenne - Nachgeschärft Porsche

Das Gesicht des Porsche Cayenne hat sich mit dem Facelift nicht wirklich geändert.

Was soll das denn? Passt das denn überhaupt? Porsche und ein SUV? Die Premiere des Cayenne war 2002 doch von einiger Skepsis begleitet worden. Zwölf Jahre später hat das Modell die passenden Antworten geliefert und sich längst zur wichtigsten Baureihe des einstigen „Nur“-Sportwagenbauers entwickelt. Die Verkaufszahlen sprechen für sich und den Cayenne: 276.000 Exemplare wurden von der ersten und bis 2010 produzierten Generation abgesetzt, mehr als 303.000 Einheiten von der jetzt technisch und optisch gründlich überarbeiteten Nummer 2. Die wird auf dem Pariser Salon ihre Weltpremiere feiern und Ende Oktober bei den Händlern stehen. Dann zu Preisen ab 66.260 Euro.

Für die bekommt man den 193 kW/262 PS starken 3,0-l-V6-Diesel, gleichzeitig das Volumenmodell unter den insgesamt fünf Cayenne-Versionen. Darunter der völlig neue Cayenne S E-Hybrid, das erste Plug-in-Hybridmodell im Segment der Luxus-SUV.

Die Designer spendierten dem Modell-Jahrgang 2015 komplett neugestaltete Elemente wie das Bugteil, die Kotflügel und die jetzt deutlich breitere Motorhaube, deren seitlichen Fugen  auf den Kotflügeln sitzen und nicht mehr V-förmig zulaufen. Überhaupt hat man alles unternommen, um den Cayenne noch breiter wirken und damit noch satter auf der Straße stehen zu lassen. So wanderten die größeren Lufteinlässe weiter nach außen, betont auch die neu gestaltete und serienmäßig automatisch öffnende und schließende Heckklappe die Breite des Fahrzeugs.

Unter der Motorhaube hat sich eine Menge getan.  Porsche

Unter der Motorhaube hat sich eine Menge getan.

Die Basis- und S-Modelle fahren mit BiXeon-Hauptscheinwerfern vor, der Turbo ab Werk mit LED-Hauptscheinwerfern. Die LED-Rückleuchten sind viergliedrig ausgeführt, die Auspuffendrohre jetzt im Heckunterteil integriert. Beim Dachspoiler ist die Stufe verschwunden, die Kotflügel wurden schärfer gezeichnet, darunter sitzen Aluminium-Felgen im Mehrspeichen-Design und in der Größen 18 bis 21 Zoll.

Das neue Multifunktions-Lederlenkrad verfügt über Schalt-Paddles für die Achtstufenautomatik. Auf Wunsch und gegen Aufpreis lassen sich jetzt auch die hinteren Sitze belüften.

Unter der Motorhaube hat sich eine Menge getan. Der Achtzylinder-Saugerbenziner ist verschwunden und durch einen 3,6-l-V6-Biturbo (ab 80.183 Euro) ersetzt worden. Ein Aggregat, das eigens für die SUV entwickelt wurde und bereits im kleineren Cayenne-Bruder Macan zum Einsatz kommt. Die Trauer über den Abschied vom V8 dürfte sich bei einem Blick ins Datenblatt mehr als in Grenzen halten, macht der neue Motor doch alles besser als der Sauger. So bietet er 20 PS mehr Leistung (309 kW/420 PS) und 50 Nm mehr Drehmoment (550 Nm), beschleunigt er in nur 5,4 Sekunden aus dem Stand  auf Tempo 100 und anschließend auf bis zu 259 km/h. Vor allem benötigt er gleich 0,9 l/100 km weniger Kraftstoff.

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