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22.11.2013

09:30 Uhr

Seat Leon ST

Für Ladelust und Lebensfreude

Quelle:dpa

Jeder zweite Kompakte in Europa ist ein Kombi – wer da nicht mitspielt, lässt viele Kunden links liegen Kunden. Das hat auch Seat erkannt und mit dem ST endlich die Leon-Familie erweitert.

Wer es praktisch und sportlich zugleich mag, der sollte sich den Seat Leon ST ansehen. PR

Wer es praktisch und sportlich zugleich mag, der sollte sich den Seat Leon ST ansehen.

BerlinNach dem Fünftürer und dem schnittigen SC gibt es den Seat Leon ab Ende November für 16.640 Euro aufwärts erstmals auch als ST mit langem Heck und großer Klappe. Damit ist der neue Kombi etwa 1.200 Euro teurer als der Fünftürer.

Nur weil die Spanier jetzt plötzlich an so profane Dinge wie Windelpakete oder Möbelkartons denken, bleibt der übliche Pepp nicht auf der Strecke. Im Gegenteil: Weil der ST Ladelust und Lebensfreude gleichermaßen bedienen soll, ist er betont sportlich gezeichnet und auf Wunsch auch ziemlich stramm abgestimmt.

Mit dem 1,8-Liter-Turbo kann man ordentlich Gas geben. PR

Mit dem 1,8-Liter-Turbo kann man ordentlich Gas geben.

Ins Blech geschnitten – so wirkt das um 27 Zentimeter verlängerte Heck nicht wie ein unförmiger Rucksack. Sondern der hintere Anbau sitzt dem jetzt 4,54 Meter langen Leon wie angegossen. Angenehmer Nebeneffekt des filigranen Designs: Nur wenig verdeckt das Blech den Blick und der ST bleibt auch im dichten Stadt- und Parkverkehr noch ziemlich übersichtlich.

Strammes Fahrwerk auf Knopfdruck

Das sportliche Aussehen ist aber nur die halbe Miete. Für die andere Hälfte gibt es ein Fahrwerk, das zum ersten Mal in dieser Baureihe mit einer variablen Dämpferregelung aufgerüstet werden kann. Auf Knopfdruck lässt sich so der Charakter des Leon verändern: Eben noch gutmütiger Lastesel für die Langstrecke, wird er im Handumdrehen zum bissigen Eiltransporter, der scharf durch die Kurven schneidet und jede Bodenwelle fast ungefiltert an seine Insassen weitergibt.

Eine rasante Kurvenfahrt bekommen die Insassen allerdings zu spüren. Dann braucht der Fahrer eine gesunde Moral oder der Nachwuchs auf der Rückbank einen stabilen Magen. PR

Eine rasante Kurvenfahrt bekommen die Insassen allerdings zu spüren. Dann braucht der Fahrer eine gesunde Moral oder der Nachwuchs auf der Rückbank einen stabilen Magen.

Wie ernst es Seat mit den sportlichen Ambitionen des ST ist, sieht man nicht zuletzt beim Blick unter die Motorhaube. Zwar beginnt die Palette aus zunächst fünf Benzinern und drei Dieseln mit einem 63 kW/86 PS starken Benziner. Das sparsamste Auto ist mit 3,3 Litern Diesel (CO2-Ausstoß 99 g/km) zufrieden.

Doch reicht die Auswahl am oberen Ende schon ohne die versprochene Sportvariante bis zum Diesel mit 135 kW/184 PS und einem 132 kW/180 PS starken Benziner.

Gute Moral oder stabiler Magen

Dieser 1,8-Liter-Turbo macht den Kombi tatsächlich zu einem feurigen Familiensportler: Wenn bis zu 250 Nm an den Rädern packen, die Gänge nur so durch das kurz gestufte Getriebe fliegen und die neue Progressivlenkung die Lust an engen Landstraßen schürt, dann brauchen wahlweise der Fahrer eine gesunde Moral oder der Nachwuchs auf der Rückbank einen stabilen Magen.

Denn dann wird der Kombi zum Kurvenkünstler und es geht bisweilen auch mal etwas wilder her. Nicht umsonst stehen im Datenblatt ein Sprintwert von 7,8 Sekunden und ein Spitzentempo von 226 km/h.

In den Kofferraum passt ordentlich was rein. Der fasst bei aufrechter Rückbank 587 Liter, nach dem Umlegen der Lehne 1.470 Liter. PR

In den Kofferraum passt ordentlich was rein. Der fasst bei aufrechter Rückbank 587 Liter, nach dem Umlegen der Lehne 1.470 Liter.

Das passt zum Image vom heißblütigen Spanier und bläst ein bisschen Staub aus dem sonst gerne so biederen Segment der praktischen Kistenschlepper. Selbst wenn man dafür beim Händler einen stolzen Spaßzuschlag von rund 9.000 Euro auf das Basismodell bezahlt und an der Tankstelle mit einem Durchschnittsverbrauch um die acht Liter rechnen muss. Dabei braucht der 1,8-Liter im Normzyklus nur 5,9 Liter und kommt so auf einen CO2-Ausstoß von 139 g/km

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