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07.06.2017

09:03 Uhr

Stadt-Rad Schindelhauer Friedrich VIII im Test

Schnellfahren mit Stil

VonMario Hommen
Quelle:Spotpress

Neben seinen Purismus-Bikes bietet die Fahrradmanufaktur Schindelhauer auch ein für alle Alltagssituationen gerüstetes Stadt-Rad. Eine unscheinbare Eigenschaft macht die Fahrt mit Friedrich zum besonderen Erlebnis.

Lautlos und flott fährt sich das Friedrich von Schindelhauer SP-X/Max Friedhoff

Lautlos und flott fährt sich das Friedrich von Schindelhauer

Die Fahrradschmiede Schindelhauer hat sich vor allem mit edlen, sportlichen Fixies und Single-Speed-Rädern einen Namen gemacht. Damit bei Regenfahrten die Jeans nicht mit Spritzwasser eingesaut wird, könnte sich mancher Großstadthipster aber insgeheim nach Schutzblechen und anderen praktischen Details sehnen.

Für diesen Fall haben die Berliner seit einiger Zeit alternativ das alltagstaugliche Modell Friedrich im Programm, das einen Kompromiss aus Sportlichkeit und Komfort bietet. Das Stadtrad fährt sich schnell, bequem und zieht zudem noch die Blicke auf sich.

Ins Auge fällt das Friedrich unter anderem mit einem in Mitternachtsblau lackierten Leichtbaurahmen, der einen schicken Kontrast zu den vielen polierten Aluteilen bildet. Starrgabel, die Felgen der 28-Zoll-Räder, der breite M-förmig geschwungene Lenker, Schutzbleche und Tretkurbel verleihen dem Bike einen feinen, fast schon barock anmutenden Silberglanz.

Als weitere Edelakzente mit Retrocharme bietet es zudem Sattel und Lenkergriffe aus braunem Leder vom Tierhautexperten Brooks. Das Ensemble wirkt clean, hochwertig und zeitlos. Kurz den Sitz justiert und los geht‘s.

Wiegt nur knapp 13 Kilogramm: Schindelhauer Friedrich VIII SP-X/Max Friedhoff

Schindelhauer Friedrich VIII

Das Stadt-Rad wiegt nur knapp 13 Kilo

Und das überraschenderweise lautlos. Als Besonderheit, wie alle Räder von Schindelhauer, hat auch das Friedrich einen Riemenantrieb. Dieser ist nicht nur sauber und wartungsfrei, sondern auch noch leise. Extrem leise sogar. Vor allem mit dieser Eigenschaft kann das Friedrich seinen Fahrer verblüffen.

Zumal dank solider Bauweise und durabel wirkender Anbauteile auch sonst keine störenden Nebengeräusche den positiven Akustikeindruck trüben. Da wackelt nix. Sogar die Reifen, eigens von Schindelhauer mit Continental entwickelte sportliche Stadtpneus mit dezentem Schriftzug in den Flanken, rollen flüsterleise ab.

Dank Ledergriffe gibt es keine Schweißhände oder Hautirritationen SP-X/Max Friedhoff

Dank Ledergriffen

So gibt es keine Schweißhände oder Hautirritationen

Das mit 13 Kilogramm erfreulich leichte Alltagsrad fährt sich zudem erstaunlich mühelos und gleitet dank des langen Radstands sehr stabil dahin. Damit taugt es nicht nur als flotter City Cruiser, sondern auch als sportliches Rad für lange Touren, das eigentlich immer zu einer erbaulich flotten Fahrweise animiert.

Zwar sitzt man einigermaßen aufrecht und ruhen die Hände recht entspannt auf den selbst nach langer Fahrzeit haptisch angenehmen Ledergriffen, dennoch hat man das Gefühl, ein sportliches Rad zu bewegen.

Der Supernova-Scheinwerfer macht nicht nur gutes Licht, er sieht zudem schick aus SP-X/Mario Hommen

Der Supernova-Scheinwerfer

Der macht nicht nur gutes Licht, der sieht auch chic aus

Wer auf längeren Touren gerne schnell fährt, könnte allerdings den ein oder anderen länger übersetzen Gang der Alfine-Achtgang-Nabenschaltung vermissen. Die wechselt sauber und präzise ihre Gänge und kann an Steigungen ausreichend viele kurze Übersetzungen aus ihrem Planeten-Konglomerat zaubern. Ein oder zwei Overdrive-Stufen fehlen allerdings.

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