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21.01.2005

16:45 Uhr

Test + Technik

Statussymbol E-Klasse mit versteckten Problemen

Die 1995 eingeführte E-Klasse steht für eine neue Design-Ära bei Mercedes. Nicht zuletzt das damals neue „Vier-Augen-Gesicht“, dessen Doppelscheinwerfer später auch bei anderen Modellen eingesetzt wurde, machte das Fahrzeug zum Statussymbol.

Mercedes E-Klasse

Eine zehn Jahr alte E-Klasse kostet mindestens 7 300 Euro. (Bild: D.Chr./dpa/gms)

dpa/gms STUTTGART. Von 1996 an war die E-Klasse auch als Kombi (T-Modell) zu haben. Obwohl die Fahrzeuge insgesamt als zuverlässig gelten, wird laut der Sachverständigen-Organisation Dekra in Stuttgart bei den Hauptuntersuchungen häufig Rost festgestellt.

Zu den Vorzügen der E-Klasse zählen ein großzügiger Innenraum, bequeme Sitze, ein geräumiger Laderaum und eine standfeste Bremsanlage. Die passive Sicherheit wurde im Laufe der Bauzeit durch zusätzliche Airbags verbessert - je nach Modell gibt es laut Dekra bis zu acht der schützenden Luftkissen im Wagen. Von 1999 an gehört außerdem ESP zur Serienausstattung. Ebenfalls 1999 bekam die E-Klasse ein dezentes Facelift.

Die Leistung der Motoren reicht vom ursprünglichen E 220 D mit 70 kW/95 PS bis zum E 430 mit V8-Motor und 205 kW/279 PS. Als empfehlenswert gelten die laufruhigen und sparsamen CDI-Dieselmotoren mit 2,2 und 3,2 Litern Hubraum. Bei den Benzinern ist der Vierzylinder mit 2,3 Litern Hubraum weit verbreitet. Er gilt als sparsam und mit 110 kW/150 PS auch als ausreichend durchzugsstark.

Bei den Hauptuntersuchungen schneidet die E-Klasse in allen Jahrgängen besser ab als der Durchschnitt aller Fahrzeuge. Gut 70 Prozent der vier bis fünf Jahre alten Autos zeigten keine Mängel. Trotzdem rät die Dekra beim Kauf einer gebrauchten E-Klasse zur Vorsicht. Denn ungenügende Rostvorsorge führt je nach Baujahr dazu, dass es an den Querträgern der Vorderachse oder den Federtellern zu Durchrostungen kommen kann.

Problematisch ist, dass die unter Umständen befallenen Teile hinter Kunststoffabdeckungen verborgen sind. Auch an den Türen kann Rost auftreten. Vielfach wurde der Rostschutz bei Aufenthalten in der Werkstatt nachgebessert. Empfehlenswert ist daher ein Blick in das Scheckheft, ob alle Inspektionen durchgeführt wurden.

Auf dem Gebrauchtmarkt beginnt der Einstieg in die E-Klasse laut Schwacke-Liste bei etwa 7 300 Euro für einen E 200 Classic mit 100 kW/136 PS aus dem Jahr 1995. Ein frühes T-Modell mit dieser Motorisierung aus dem Jahr 1996 wird mit rund 10 000 Euro gehandelt. Für eine E 320 CDI Classic Limousine aus dem letzten Baujahr 2002 sind gut 26 000 Euro zu veranschlagen.

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