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09.08.2017

09:40 Uhr

Staubsauer Thomas Boxer im Test

Saugt der was?

VonSilke Heide

Nach dem Motto „Es ist nie zu spät für einen Frühjahrputz“ testen wir mitten im Sommer einen betont maskulinen Tonnensauger. Und das nicht nur mit zarter Frauenhand. Sondern auch an einem Testwagen, der es in sich hat.

Lupo liebt Schlammbäder und Spazierfahrten. Da er nur einer von mehreren regelmäßigen Vierbeiner-Passagieren im Kombi-Kofferraum ist, bietet sich der alte, schmutzige Ford Focus als ideales Objekt für einen Staubsauger-Test an. Mit dem Aqua Boxer von Thomas, einem 199 Euro teuren Nass-Trocken-Tonnensauger, der sich vor allem für den Außeneinsatz empfiehlt. Frank G. Heide

Lupo und der Tonnensauger Thomas Aqua Boxer

Lupo liebt Schlammbäder und Spazierfahrten. Da er nur einer von mehreren regelmäßigen Vierbeiner-Passagieren im Kombi-Kofferraum ist, bietet sich der alte, schmutzige Ford Focus als ideales Objekt für einen Staubsauger-Test an. Mit dem Aqua Boxer von Thomas, einem 199 Euro teuren Nass-Trocken-Tonnensauger, der sich vor allem für den Außeneinsatz empfiehlt.

DüsseldorfMein Auto ist nicht nur alt und stark gebraucht, sondern auch nie wirklich sauber. Es riecht meist nicht sehr damenhaft, denn bei mir fahren zahlreiche Hunde in unterschiedlichem Fellkleid und Verschmutzungsgrad mit. Unter anderem Lupo, der Vollbäder in Schlammpfützen liebt. Regelmäßig werden Blumen, Mutterboden oder Sand transportiert, Holzpaletten, Flohmarktfunde, dreckige Pferdedecken, Gartenabfälle, und alles was zur Müllkippe muss. Eine echte Herausforderung also für das neueste Testobjekt: den Tonnensauger Thomas Boxer.

Der reinigt trocken und nass, und ist angeblich spezialisiert auf besonders hartnäckige Verschmutzungen im Auto sowie Tierhaare und Gerüche, die er „im Handumdrehen“ beseitigen soll. Angekündigt wird das Gerät im Pressetext als „ein Must have für alle Männer, die Wert auf porentiefe Sauberkeit im Auto legen“. Besonders gespannt, so frotzel´ ich mit meinem Mann, bin ich, ob der Thomas sich von mir als Frau überhaupt anfassen lässt...

Die Verpackung löst schon mal Lust aufs Ausprobieren aus. Fotos von glückliche Menschen und Hunden auf tierhaarfreier Polsterware, daheim und unterwegs. Prima, das möchte ich auch alles! Ganz besonders bin ich auf die versprochene Geruchsentfernung gespannt.

Doch zunächst wird ausgepackt. Beeindruckend ist die Anzahl der mitgelieferten Saugaufsätze und Spezialdüsen, und die „Saugeinheit“(!) wirkt in orange und grau modern und erinnert sofort an einen kleinen, sympathischen Roboter.

Und da ich eben kein Mann bin, lese ich vor Benutzung neuer elektronischer Geräte auch deren Betriebsanleitung. Hier hätte sich der Hersteller schon ein wenig mehr Mühe geben können, finde ich. Während der Aufbau des Saugers noch ganz gut erklärt wird, wird es bei der Information über die unterschiedlichen Einsatzgebiete doch recht unübersichtlich.

Bei insgesamt 41 zuzuordnenden Teilen vielleicht aber auch nicht überraschend. Bis ich startklar zum Trockensaugen bin, ist mehr Zeit als gedacht vergangen, aber man möchte ja nicht schon bei der Montage und dem ersten Einsatz das Gerät beschädigen. Was sofort auffällt: Mit 2,20 Meter Saugschlauch, 10 Meter Stromkabel und fünf leicht laufenden Möbelrollen ist der Thomas voll auf einen großen Aktionsradius ausgelegt.

Da der rund 11,5 Kilo schwere und einen halben Meter hohe Tonnensauger mit einer Menge Zubehör geliefert wird, heißt es: Erst mal die Teile sortieren. Und schon beim ersten Zusammenbau planen: Was will ich als erstes reinigen? Denn davon hängt ab, welche Filter, Schläuche und Aufsätze ich wähle. Frank G. Heide

Erst mal auspacken, und die Bedienungsanleitung studieren

Da der rund 11,5 Kilo schwere und einen halben Meter hohe Tonnensauger mit einer Menge Zubehör geliefert wird, heißt es: Erst mal die Teile sortieren. Und schon beim ersten Zusammenbau planen: Was will ich als erstes reinigen? Denn davon hängt ab, welche Filter, Schläuche und Aufsätze ich wähle.

Mit der zunächst montierten umschaltbaren Tierhaardüse mache ich mich ans Werk und schon bald ein leicht enttäuschtes Gesicht. Das hatte ich mir einfacher und gründlicher vorgestellt. Die Hundehaare bleiben zum großen Teil hartnäckig mit der Stoffmatte im Kofferraum verbunden, irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Düse, in welcher Stellung auch immer, nicht richtig zupackt.

Mehr Reibung muss her, also wechsle ich auf die Allzweckdüse und siehe da, es klappt. Sie schafft ordentlich was weg, aber vielleicht war meine Vorstellung von „im Handumdrehen“ eine zu euphorische. Armschmalz ist gefragt und Ausdauer, aber dann funktioniert es auch gut.

Die genaue Beschreibung der mehr als 40 Einzelteile hilft zwar ebenso wie die Schaubilder des Zusammenbaus. Aber im Textteil könnte die Aufbauanleitung besser unterteilt und klarer in der Funktionsbeschreibung sein. Frank G. Heide

Da der Sauger mehrere Funktionen erfüllt, ist der Aufbau nicht ganz leicht

Die genaue Beschreibung der mehr als 40 Einzelteile hilft zwar ebenso wie die Schaubilder des Zusammenbaus. Aber im Textteil könnte die Aufbauanleitung besser unterteilt und klarer in der Funktionsbeschreibung sein.

Für den Rest des Innenraumes wechsle ich auf Polster- und Fugendüse, die beide an den weniger hundehaarverseuchten Stellen, wie den Fußräumen und den Sitzpolstern sehr gute Arbeit leisten. Die 1400 Watt Saugleistung sind gut bemessen und man kommt mit den unterschiedlichen Düsen auch in fast alle Zwischenräume.

Richtig begeistert bin ich beim Außeneinsatz von den 13 Metern Aktionsradius. Der Sauger folgt mir leicht und ohne umzukippen ums Auto herum, ein softer Bumper schont den Autolack, wenn ich im Eifer des Sauggefechts mal heftig nachziehe. Auch im Innenraum lässt sich Thomas willig führen. Zufrieden mit dem Teilergebnis geht´s nun zu Teil zwei des Tests: Reinigung mit der Polstersprühextraktionsdüse!

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