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20.06.2017

10:32 Uhr

Suzuki Swift

Wo der Name Programm ist

VonHolger Holzer
Quelle:Spotpress

Autonamen sollen schön klingen und eingängig sein. Im Idealfall treffe sie auch den Charakter des Fahrzeugs. So wie beim Suzuki Swift. Der sogar so klingt, wie er heißt.

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Der kompakte Japaner ist trotz seiner jugendlichen Leichtigkeit kein Schnäppchen für den Berufsanfänger-Geldbeutel. Bereits für das Basismodell werden 13.790 Euro aufgerufen.

Selten sind Name und Wesen so sehr eins wie beim Suzuki Swift. „Swift“ ist Englisch und bedeutet „flink“, „hurtig“ oder „rasch“. Und: „Swfffft“ ist genau das Geräusch, das der Kleinwagen macht, wenn er flott um die Kurve pfeift.

Denn auch die neueste Generation des Fünftürers vereint wieder wuselige Abmessungen, geringes Gewicht und kleine, aber temperamentvolle Motoren. Nicht nur deswegen ist er ein gelungener juveniler Gegenentwurf zum Adoleszenz-Trend in der kleinen Klasse.

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Die Materialauswahl im Cockpit könnte wertiger sein

Wo sich Wettbewerber wie VW Polo, Skoda Fabia oder Kia Rio penetrant erwachsen geben, macht der Suzuki weiter fröhlich auf flinken Teenie. Das fängt schon beim Design an: Knackige Abmessungen, freundliches Gesicht und kein Optik-Schnick-Schnack wie Chrom oder aggressiver Blick – der Swift bleibt dem klassischen Kleinwagenstil treu, will nicht größer und stärker wirken als er ist und er dienert sich auch keiner langsam in Rente gehenden Kundschaft an, die von einem Kleinwagen die gleiche ernsthafte Aura verlangt wie von ihrem bisherigen Dienstwagen.

Das würde auch nicht klappen: Zu dünnblechig wirkt der Japaner von außen, zu viel Kunststoff prägt den Innenraum. Vom Quasi-Premiumambiente mancher Wettbewerber ist er damit weit entfernt.

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Es gab ihn schon mal, den Ignis. Nach acht Jahren Pause hat Suzuki den Kleinwagen nun so zum SUV umgebaut, dass man den Vorgänger gern vergisst. Bietet der Allrad-Fünftürer im Alltag denn nun das Beste aus beiden Welten?

Der Verzicht auf dicke Verkleidungen und ein Übermaß an Komfortextras hat aber auch sein Gutes. In der leichtesten Version wiegt der Swift gerade einmal 915 Kilogramm, und selbst die Allradversion ist lediglich 1.025 Kilogramm schwer.

Entsprechend leicht haben es die Motoren: Zur Wahl stehen ein 1,2-Liter-Vierzylinder mit 66 kW/90 PS und ein 1,0-Liter-Turbo, der es auf 82 kW/111 PS bringt und auch im Testwagen montiert war.

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Der kleine, aber temperamentvolle Dreizylinder hat mit dem Leichtgewicht keine Mühe

Mit leichtem Schnattern schiebt er das kleine Auto aus dem Stand recht energisch an, bis bei rund 2.000 Umdrehungen der Turbo eingreift und endgültig für Druck sorgt. Die 10,6 Sekunden, die für den Spurt auf Tempo 100 vergehen, fühlen sich subjektiv deutlich schneller an.

Doch die oberen Geschwindigkeitsbereiche sind gar nicht unbedingt das Biotop des Swift. Er fühlt sich im Stadtverkehr wohl, wo er zum beherzten Zwischenspurt ansetzen und sich behände durch den Verkehr wieseln kann.

Gegenüber dem Vorgänger ist der Neue etwas rundlicher ausgefallen Suzuki

Suzuki Swift im Detail

Gegenüber dem Vorgänger ist der Neue etwas rundlicher ausgefallen

Trotz des kurzen Radstands und straffer Federung mangelt es dabei nicht an Komfort. Auch auf kurvigem Geläuf und auf der Autobahn schlägt sich der Swift gut, solange er nicht voll beladen ist. Dann bleibt vom allgemein ordentlichen Federungskomfort nicht mehr viel übrig.

Ganz allgemein ist der Swift kein perfektes Auto: Die Sitze sind etwas zu weich, das Fünfganggetriebe könnte knackiger sein und das Infotainment-System sieht zwar gefällig aus, nervt aber gelegentlich mit wirrer Menüführung und winzigen Schaltflächen.

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