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16.01.2012

09:46 Uhr

System SYNC

Ford führt Sprachsteuerung weltweit ein

Quelle:mid

SYNC nennt Ford seit 2007 sein sprachgesteuertes System für Infotainment-Kontrolle im Auto. Der US-Hersteller präsentierte nun die jüngste Weiterentwicklung.

"SYNC" nennt Ford ein sprachgesteuertes System für Infotainment-Kontrolle im Fahrzeug. PR

"SYNC" nennt Ford ein sprachgesteuertes System für Infotainment-Kontrolle im Fahrzeug.

Las VegasNoch in diesem Jahr will Ford sein Entertainment-Angebot auf die Märkte in Europa und Asien erweitern. Bereits 2007 stellte der amerikanische Automobilhersteller erstmals die elektronische Kommunikations-Plattform für Fahrzeug-Infotainment Systeme mit dem Namen "SYNC" vor. Die zusammen mit Microsoft entwickelte Plattform ermöglicht die Bedienung aller Unterhaltungs-Komponenten im Fahrzeug wie Musikanlage, Navigation oder Telefon.

Nachdem sich bis heute vier Millionen amerikanische Ford-Kunden für dieses System entschieden haben, konnte nun im Rahmen der Consumer Electronics Show CES) in Las Vegas die jüngste Evolutionsstufe des Systems bestaunt werden. In diesem Zusammenhang kündigte der Hersteller an, SYNC ab 2012 weltweit zu vertreiben, und rechnet bis 2015 mit weltweit neun Millionen neuen Kunden.

Die jüngste SYNC-Variante ermöglicht die Nutzung einer kostenfreien App zum unkomplizierten Versenden für eine Zielbestimmung des Navigationssystems via Smartphone. Dafür stellt Ford-Partner Telenav einen personalisierbaren Navigationsservice als weiteren App-Link bereit. Die Bedienung erfolgt sprachgesteuert.

Weitere Apps erlauben die ebenfalls sprachgesteuerte Nutzung, beispielsweise für den digitalen Radioempfang. Damit können Nutzer in den USA ihr persönliches Lieblingsprogramm aus dem Angebot von mehr als 800 digitalen lokalen Radiosendern zusammenstellen.

Drive-by-wire

Begriffsklärung

Der Begriff by-wire bedeutet in der Autotechnik, dass mechanische und hydraulische Komponenten durch elektrische und mechatronische Bauteile ersetzt werden. Der Kraft- und Signalweg werden so voneinander getrennt.

Lenkung: Steer-by-wire

Ein Sensor am Lenkrad erkennt die Drehbewegungen. Ein Elektromotor am Lenkgetriebe generiert die Kräfte und schickt sie auf die Spurstangen. Am Steuer simuliert ein kleiner E-Motor die Rückmeldungen (force-feedback), die der Fahrer gewohnt ist.
Das Lenkgefühl bleibt erhalten, unerwünschte Impulse von Fahrbahn und Antrieb entfallen.

Bremsen: Brake-by-wire

Audi setzt beispielsweise im R8 e-tron so genante Spindelbremsen ein. An der Vorderachse drücken elektrisch betätigte Kugelgewindetriebe blitzschnell an die aus Kohlefaser-Keramik gefertigten Bremsscheiben.
Den Vorderwagen erleichtert das, weil voluminöse und gewichtige hydraulische Bauteile entfallen. Im Innenraum könnte zukünftig das starre Bremspedal einem kleinen Hebel oder einer Sensorfläche weichen, an der die Kräfte simuliert werden.

Schaltung: Shift-by-wire

Es ist die Fortetzung der tiptronic. Wenn die Wahl der Fahrstufen per Platz und Gewicht sparendem Joystick erfolgt, kann auch das klassische Schaltgestänge entfallen. Die Hydraulikeinheit von Automatikgetrieben bekommt ihre Kommandos elektrisch.

Vorteile

By-wire-Technik eröffnet den Autobauern neue Möglichkeiten. Beispiel Lenkung. Die Lenksäule entfällt, der Lenkgetriebe kann anders eingebaut werden. Per Tastendruck kann der Fahrer verschiedene Lenkübersetzungen und Setups wählen, von komfortabel bis sportlich. Mit anderen Systemen vernetzt, kann eine Steer-by-wire-Lenkung teils neue Korrektur- und Assistenzfunktionen ausführen.


Kommentare (1)

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16.01.2012, 11:02 Uhr

Ob der auch sächsisch versteht?

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