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31.07.2017

10:36 Uhr

Tesla Model 3 im Test

„Ein ganz neues Auto-Erlebnis“

Tesla hat die ersten 30 Exemplare seines Model 3 ausgeliefert. Doch wie schlägt sich das heiß erwartete Elektroauto auf der Straße? Ein Testbericht zeigt: Konkurrenten wie Mercedes und BMW sollten sich warm anziehen.

Das Basismodell, das mit einer Aufladung rund 350 Kilometer weit fährt, kostet 35.000 Dollar kostet. Die größere Version kostet 44.000 Dollar und hat eine Reichweite von rund 500 Kilometern. Reuters

Tesla Model 3

Das Basismodell, das mit einer Aufladung rund 350 Kilometer weit fährt, kostet 35.000 Dollar kostet. Die größere Version kostet 44.000 Dollar und hat eine Reichweite von rund 500 Kilometern.

San FranciscoAm Freitag wurden in Kalifornien die ersten Model 3 von Tesla an ihre Besitzer übergeben. Bloomberg-Reporter Tom Randall gehörte zu den ersten Journalisten, die das mit Spannung erwartete Elektroauto getestet haben.

Wer jemals das Spitzenmodell von Tesla – das 140.000 Dollar teure Model S P100D – gefahren ist, hat eine unvergleichliche Art der Fahr-Power erlebt. Bei einer Beschleunigung von 0 auf 60 Meilen in der Stunde (97 km/h) in 2,3 Sekunden wird man in den Sitz gepresst, während der Magen Purzelbäume schlägt. Einige Leute leben für dieses Gefühl. Ich bin keiner davon.

Natürlich ist ein solches voll hochgerüstetes elektrisches Monster so aufregend wie die spektakulärste Achterbahn – aber das braucht nicht jeder auf dem täglichen Weg zur Arbeit. In der vergangenen Woche habe ich als einer der Ersten das neue Model 3 von Tesla getestet. Und dabei wurde mir klar, dass Firmenchef Elon Musk endlich ein Elektroauto für Pendler wie mich gebaut hat.

Das Model 3 hat trotzdem einiges zu bieten. Die verbesserte Version, die ich getestet habe, beschleunigte von null auf 60 Meilen in 5,1 Sekunden. Die Reichweite beträgt atemberaubende 310 Meilen (knapp 500 Kilometer). Es ist wendig, bequem und hat eine straffe Lenkung, die einen nur grinsen lässt. Die Sitze empfangen einen in einer sanften Umarmung, die sich besser für einen Roadtrip als für die Rennbahn eignet. Es ist ein abgespecktes Model S, weniger extravagant, aber dafür praktischer.

Und über die guten Sachen habe ich noch gar nichts gesagt.

Die Tatsache, dass dieses Auto wie ein Tesla aussieht, so fährt und sich auch so anfühlt, und das zu einem Startpreis von 35.000 Dollar (knapp 30.000 Euro), zeigt, wie weit der Autobauer aus dem Silicon Valley es gebracht hat. Für viele der größten Tesla-Fans ist das immer noch teuer, und viele verlockende Extras dürften den Preis für sie an die Schmerzgrenze treiben. Aber bei den aktuellen Batteriepreisen setzt Tesla einen neuen Standard für Elektroautos – und das war natürlich von Anfang an der Plan von Elon Musk.

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In dem Moment, in dem man sich dem Model 3 nähert, versteht man, dass einem ein ganz neues Auto-Erlebnis bevorsteht. Die eleganten, eingelassenen Türgriffe drehen sich mit einem leichten Daumendruck. Das Auto hat keinen Schlüssel – stattdessen verbindet es sich über Bluetooth mit dem Smartphone und entriegelt sich automatisch, wenn man sich nähert. Wenn der Handyakku doch mal leer ist, gibt es als Reserve eine dünne Schlüsselkarte, die sich im Portemonnaie tragen lässt. Diese muss man einfach an die B-Säule halten und anschließend auf dem Armaturenbrett platzieren, und der Wagen startet.

Als ich im Inneren des Model 3 saß, wurde mir klar, dass meine Erwartungen komplett falsch waren. Ich hatte schon einige Aufnahme von Prototypen im Internet gesehen, und die Ausstattung erschien da immer flach, spartanisch und leblos. Aber so ist es nicht. Dass es keine Anzeigen auf dem Armaturenbrett gibt, ist erfrischend. Der solide Streifen aus offenporigem Holz verbreitet Wärme, und durch das Glasdach fällt Licht in die Kabine. Der Blick nach vorn, nicht gestört durch Knöpfe, Lichter und Hebel, ist ausladend.

Kommentare (42)

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Herr Peter Bast

31.07.2017, 11:47 Uhr

Mal ne Frage,

wo werden die Grundstoffe für die Baterrien gefunden und abgebaut? In Afrika Kobalt z.bsp - 90 % der seltenen Erden in China und in Südamerika wird Raubbau mit Wasser getrieben und Vögel verlieren Ihre Lebensgrundlage.. Finde ich gut - Kinderarbeit für Elektroautos - Wer glaubt dass elektromobilität ökölogische Vorteile bringt derglaubt auch an der Osterhasen..Im übrigen muss das Model 3 erstmal seine alltagstauglichkeit beweisen.. - Wie ist das das eigentlich mit der Brandgefahr bei einem Unfall?

Herr Kuno van Oyten

31.07.2017, 11:58 Uhr

@ Herr Peter Bast - 31.07.2017, 11:47 Uhr - Nachdem das Auto endlich auf dem Markt ist und die Argumente das an es zu diesem Preis und überhaupt mit dieser Reichweite nicht produzieren kann obsolet sind wird einfach weiter nach fadenscheinigen Behauptungen gesucht um das Projekt Elektroauto für den Massenmarkt schlecht zu reden. Ich finde es mehr als unbefriedigend das es keine wirklichen 3-Liter Autos gibt nicht mal von den deutschen Spitzenherstellern. Im Gegenteil, der Verbrauch ist immer noch nicht wesentlich besser las wie vor 10 Jahren. Wenn man nicht endlich mal anfängt wird sich nie etwas ändern. Das ist jetzt endlich der Fall und den Rest wird die Geschichte uns zeigen.

Unbekannt

31.07.2017, 12:16 Uhr

Dem Elektroauto wird die Zukunft gehören, zwar kurzfristig zu seinem Betrieb noch den Einsatz einer Batterie benötigen --- aber in der Zukunft mittels drahtloser Stromübertragung zu betreiben sein. An der drahtlosen Stromübertragung wird derzeit sehr intensiv geforscht und sie gelingt im Experiment.
Fazit : In 20 Jahren wird der Verbrennungsmotor so antiquiert sein als heutzutage die Dampfmaschine.

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