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08.05.2017

09:46 Uhr

Test: Volvo V90 Cross Country T6 AWD

Hochbeiniger Schwede mit vielen Talenten

VonMario Hommen
Quelle:Spotpress

Obwohl mittlerweile Chinesen bei Volvo das Sagen haben, bleibt sich die schwedische Marke treu. Allerdings hat sie auch viele neue Qualitäten hinzu gewonnen, wie aktuell der neue V90 Cross County beweist.

Test: Volvo V90 Cross Country T6 AWD - Der Autobahnkurier für Walderlebnispfade Volvo

Volvo V90 Cross Country T6 AWD

Großer Allradkombi mit vielen Talenten

Einst kauften Chinesen in Europa abgewirtschaftete Industrieunternehmen auf, verschifften die Anlagen in ihre Heimat und trieben damit oft den letzten Nagel in den Sarg einst schillernder Marken. Heute denken die Chinesen globaler und nutzen etablierte Namen und Mitarbeiter-Knowhow für ambitionierte Weltmarktstrategien. Bestes Beispiel ist der schwedische Autobauer Volvo, der seit dem Verkauf von Ford an Geely mit erfrischend neuen Qualitäten auftrumpft. Eindrucksvoll demonstriert das der neue, vielseitig talentierte V90 Cross Country T6 AWD.

Imposant ist der große Allradkombi allein schon ob seiner Abmessungen. Auf fast fünf Meter erstreckt sich der Schwede, der zudem dank Fahrwerkshöherlegung und den optionalen 20-Zoll-Rädern stattlicher als normale Kombis daherkommt. Dass der Cross Country auch Offroader sein will, vermittelt seine Außenhaut nur dezent, sofern die eigentlich anthrazitfarbene Zusatzbeplankung in Wagenfarbe bestellt wurde.

Fahrtest-Video

Volvo V90 Cross Country – Ein großer Schwede auf Überland-Tour

Fahrtest-Video: Volvo V90 Cross Country – Ein großer  Schwede auf Überland-Tour

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Understatement bietet auch der wohnliche Innenraum. Sehr übersichtlich, schnörkellos schick, mit dezenten Chrom- und Klavierlack-Akzenten und viel warmweichem Leder empfängt der Abenteuer-Kombi seine Gäste. Schalter und Knöpfe sind hier Mangelware, dafür gibt es zentral im Armaturenbrett einen 9,2-Touchscreen, über den sich neben Navi- und Medien-Funktionen unter anderem auch Klima, Sitzheizung oder Assistenzsysteme steuern lassen. Obwohl sich vieles hinter Menüs versteckt, finden sich experimentierfreudige Zeitgenossen schnell zurecht. Dafür muss man weder Nerd sein, noch das Handbuch studieren.

Ein zweites großes Display, welches vor allem fahrrelevante Informationen anzeigt, befindet sich hinterm Lenkrad. Hier wird neben klassisch anmutenden Rundinstrumenten unter anderem auch die Navigationskarte dargestellt. Den Blick auf diesen Bildschirm kann man sich meist allerdings sparen, da das aufpreispflichtige Head-up-Display alle wichtigen Infos in die Windschutzscheibe und damit genau ins Blickfeld des Fahrers projiziert. Praktisch: Einige Funktionen lassen sich dank kleiner Menü-Einblendungen im Instrumenten-Display über Bedientasten auf der rechten Lenkradseite steuern.

Fast fünf Meter ist der stattliche Schwede lang Volvo

Stattlicher Schwede

Fast fünf Meter ist der stattliche Schwede lang.

Auf der linken Lenkradseite gibt es zusätzlich Tasten, über die der Abstandstempomat aktiviert und reguliert wird. Der Geschwindigkeitsregler ist nur einer von vielen Assistenzsystemen, die ein teilautomatisiertes und zudem besonders sicheres Fahren ermöglichen. Der Cross Country wird in der Spur gehalten, leitet selbsttätig in Notbremsungen ein und kann im Stop-and-go-Verkehr das Lenken, Bremsen und Beschleunigen übernehmen. Mag der neue V90 auch mit einigen typischen Volvo-Tugenden brechen, in puncto Sicherheit ist er der Marken-DNA treu.

Auch in Hinblick auf sein Raumangebot steht der Cross Country ganz in der Tradition großer Volvo-Kombis. Vorne bietet der V90 viel Entfaltungsspielraum und trotz eines Glasschiebedachs mehr als genug Kopffreiheit. Sieht man einmal vom großen Kardantunnel ab, genießen auch die Fondgäste viel Freiraum. Kleine Kinder wirken auf der Rückbank sogar regelrecht verloren. Ebenfalls typisch Volvo: Dank integrierter Kindersitzerhöhungen kann man auf die Mitnahmen von Kindersitzen verzichten.

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