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21.05.2016

13:11 Uhr

Toyota Hilux

Zeitlos uriger Newcomer

VonPatrick Broich
Quelle:Spotpress

Mit einem Jahr Verzögerung startet der renovierte Toyota Hilux jetzt auch in Europa. Der Pickup dürfte auch in Deutschland wieder seine Fans finden und womöglich noch ein paar neue dazugewinnen.

Fahrbericht: Toyota Hilux - Zeitlos urig Toyota

Toyota Hilux

Ein Bursche von Schrot und Korn.

Wie neu oder runderneuert der im Jahr 2015 auf einigen Weltmärkten bereits gestartete Hilux unter dem Blech wirklich ist, das mögen nur Toyotas eingeweihte Ingenieure wissen. Der adrett hergerichtete Newcomer ist im Kern noch immer ein Bursche von Schrot und Korn. Ein kurzer Blick in das hintere Radhaus reicht, wo ein großes Paket aufeinanderliegender Stahlblätter zu sehen ist.

Den bringt eine gehörige Holperpiste nicht so schnell aus der Fassung. Und natürlich baut der Vollblut-4x4 mit zuschaltbarem Allrad und klassischer Pritsche auf einem stabilen Leiterrahmen auf. Geländewagen pur also. Wer das altmodisch findet, muss sich an dieser Stelle gar nicht weiter mit dem Toyota auseinandersetzen. Oder vielleicht auch gerade deshalb, um zu erfahren, worauf es eigentlich ankommt.

Im Gelände macht dem Hilux kaum einer was vor Toyota

Einer fürs Gelände

Im Gelände macht dem Hilux kaum einer was vor.

Jedenfalls nicht auf sportliche Performance. Daher kommen auch gar keine Klagen auf angesichts des zunächst ausschließlich als 2,4-Liter-Version (110 kW/150 PS) lieferbaren Diesels, der ab fairen 24.590 Euro zu den Händlern rollt. Dann aber gibt es nur Heckantrieb – Allrad jedoch muss schon sein für die wahren Hilux-Anhänger. Kostennote 3.430 Euro.

Der neue Sechsgang-Wandlerautomat sollte am besten auch noch her, aber dann steigen die Sparfüchse aus. Denn ihn gibt es nur in Kombination mit dem besser ausgestatteten „Duty Comfort“, was den Grundpreis auf 38.270 Euro anwachsen lässt. Da stört es dann auch nicht mehr, dass der gemittelte NEFZ-Verbrauch von 6,8 Liter (Basis) auf 7,8 Liter je 100 km steigt.

Dass 150 Pferdchen unter der wuchtigen Motorhaube reichen, kristallisiert sich bei ersten Testfahrten rasch heraus. Denn warum schnell fahren mit einem Auto, das sich nach klassischer Offroad-Manier gegen jede Kehre sträubt, die auf der Route liegt. Dafür wiederum kann der Japaner richtig gut federn und walzt unbeeindruckt über noch so massive Unebenheiten. Schlaglöcher, die Besitzern sportlicherer Autos den Angstschweiß auf die Stirn treiben, veranlassen Hilux-Fahrer noch nicht einmal dazu, das Gaspedal zu lupfen.

Wie schön, dass Ingenieur Osamu Tomioka bekräftigt, beim neuen Hilux noch einmal 20 Prozent Federweg draufgepackt zu haben. Für die praktisch orientierten Interessenten: Die Ladefläche wuchs in der Breite von 1,54 auf 1,65 Meter. Aber warum darf der robuste Alleskönner nicht 3,5 Tonnen an den Haken nehmen? Allerdings kann man auch mit 3.200 kg leben.

Kommentare (1)

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Hubert Fink

25.05.2016, 09:19 Uhr

Ich persönlich halte von solchen Japanern nicht viel.
Wenn, dann das Original aus den USA.
Mein Gärtner und mein Poolreiniger fahren solche Pickups.

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