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16.08.2016

08:35 Uhr

Toyota Prius als Gebrauchter

Zuverlässiger Teilzeitstromer

Quelle:dpa

Als er 2001 nach Deutschland kam, war der Toyota Prius der absolute Pionier in Sachen Hybridisierung. Kinderkrankheiten hatte aber selbst die erste Generation nicht, und noch heute gelten reife Exemplare als problemlose Dauerläufer.

Ungewöhnliches Design mit vorbildlicher Technik: Experten bescheinigen dem Hybridauto Toyota Prius Dauerläuferqualitäten. AP

Ein Toyota-Prius-Prototyp im Jahr 2009 bei Testfahrten auf dem Fuji Speedway

Ungewöhnliches Design mit vorbildlicher Technik: Experten bescheinigen dem Hybridauto Toyota Prius Dauerläuferqualitäten.

Egal, was mit ihm noch geschieht: Der Toyota Prius wird als erster massentauglicher Hybrid-Pkw in die Automobilgeschichte eingehen. Er brach vor fast 20 Jahren den Damm für eine Entwicklung, die damals keiner so recht vorherzusehen vermochte.

Heute sind Autos mit der Kombination aus E- und Verbrennungsmotor die Brückentechnologie aller großen Hersteller auf dem Weg ins Elektrozeitalter. Und obwohl neue Technik oft Kinderkrankheiten hat, fuhr der Prius von Anfang an nahezu problemlos. „Absolut zuverlässig” sei das Modell, resümiert der „Tüv Report 2016”.

Einzig eine Neigung der älteren Baureihe zu Federbrüchen ab dem achten Jahr sei auszumachen. Die Beanstandungen bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU) lägen aber unter dem Durchschnitt aller geprüften Autos.

Was konstruktionsbedingt noch Probleme macht, sind die Bremsscheiben. Der Prius bremst bei leichtem Verzögern nur mit dem Generator. Daher seien die Scheiben oft arbeitslos und rosteten schneller. Beim aktuellen Prius streikt zudem die Feststellbremse manchmal.

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Auch zu Pannen neigt der Prius kaum, hat der ADAC beobachtet. Eine „geringe Häufung” entladener Hochvolt-Batterien gebe es bei Modellen der Baujahre 2010 und 2011. Bei Autos von 2009 und 2010 sei schon mal die Motorabdeckung unter der Haube ausgerissen. Bislang drei Rückrufe trafen den Prius.

Im Juli 2016 orderte der Hersteller wegen möglicherweise falsch befestigter Kopf-Airbag-Gehäuse knapp 14.000 Fahrzeuge der Bauzeit Oktober 2008 bis April 2012 in die Werkstätten.

Es bestand die Gefahr, dass sich das Teil bei Unfällen löst und die Frontinsassen verletzt. Probleme davor betrafen die Steuersoftware des Hybridantriebs beziehungsweise dem Bremsdruckspeicher.

Ende 1997 kam der Prius erstmals im Heimatland Japan zu den Händlern. In Deutschland startete das Modell 2001. Knapp drei Jahre später kam die zweite Generation auf den Markt, 2009 die dritte, deren Modellpflege 2012 auch erstmals eine Plug-in-Hybrid-Version brachte.

2011 folgte die Van-Variante Prius+. Dabei setzte der Hersteller in Sachen Akkus erstmals auf Lithium-Ionen-Technologie statt Nickel-Metallhydrid. Seit 2016 ist die vierte Generation am Start.

Antriebsarten und ihre Abgaswerte

Motoren im Vergleich

Wie sehr ein Auto die Luft verpestet, hängt davon ab, was unter der Haube steckt. Denn je nach Motor stößt ein Wagen unterschiedlich viele Feinstaub-Partikel (PM) und Stickstoffdioxide (NO2) aus. Hier ein Überblick über das Abgasverhalten verschiedener Motoren.

Benzinmotoren

Moderne Benzinmotoren werden durch Direkteinspritzung zwar sparsamer gegenüber der Vergaser-Technik - und damit wird auch ihr CO2-Ausstoß gesenkt. Doch haben die Einspritzmotoren oft einen höheren Feinstaub-Ausstoß. Nach einer Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe stoßen sie eine sehr hohe Zahl an ultrafeinen Partikeln aus, die massive gesundheitliche Folgen für die Atemwege und das Herz-Kreislauf-System haben können. In der Untersuchung kam heraus: Benzinfahrzeuge überschritten den aktuellen Grenzwert für Dieselfahrzeuge teils um das Sechsfache.

Dieselmotoren

Trotz Rußpartikelfilter - Selbstzünder sind laut Verkehrsclub Deutschland (VCD) die weniger sauberen. Der Grund: Ihr aktueller Grenzwert nach Euro-5-Norm ist beim Ausstoß von Stickoxiden (NOx) dreimal höher als bei Ottomotoren. Demnach dürfen Diesel bis zu 180 mg/km an Stickoxiden ausstoßen, während der Vergleichswert bei Benzinern bei 60 mg/km liegt. Bei den Feinstaubpartikeln liegen beide Verbrennungsprinzipien mit erlaubten 5 mg/km gleichauf. Diesel-Pkw können die aktuelle Euro-5-Norm nur mit Hilfe eines Partikelfilters erreichen.

Erdgas- und Autogasantriebe (CNG und LPG)

Erdgas gilt unter den fossilen Treibstoffen in der Expertenwelt als der sauberste. So stoßen Fahrzeuge, die CNG (Compressed Natural Gas) tanken, noch weniger Stickoxide aus als Benziner. Der TÜV Süd nennt gegenüber Benzinern eine Reduktion um bis zu 60 Prozent, bei LPG seien bis zu 15 Prozent weniger möglich. Erdgasautos emittieren zudem fast gar keine Rußpartikel.

Hybrid- und Elektroantriebe

Auch Hybridfahrzeuge müssen die Abgasnormen der EU einhalten. Generell lässt sich dem VCD zufolge sagen, dass Dieselhybride, wie sie neuerdings angeboten werden, mehr Schadstoffe ausstoßen als Benzinhybride. Fahren sie im rein elektrischen Modus, stoßen sie keine Schadstoffe aus - doch liegt die Reichweite für den E-Modus meist nur bei wenigen Kilometern. Dann springt der Verbrenner an. Elektroautos stoßen während der Fahrt zwar keinerlei Schadstoffe aus. Doch bei ihrer industriellen Fertigung und bei der Stromerzeugung werden ebenfalls Rußpartikel und Stickoxide erzeugt.

Aktuelle Luftdaten
Übersicht: Deutsche Umweltzonen
Studie zu Umweltzonen
Kurzinfo zu Umweltzonen
Hintergrundpapier zu Feinstaub
Fragen und Antworten zu Feinstaub
Fragen und Antworten zu Stickstoffoxiden

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

18.08.2016, 17:31 Uhr



Ralph S.17.08.2016, 15:55 Uhr
Bin nur 2x im Jahr in der Domstadt. Im Frühjahr zur FIBO, da der Kolibri als Sportwissenschaftlerin nach dem Uniabschluss als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten wird, und wir uns dort weitergehende Expertise holen. Und im Sommer zu den Kölner Lichter wegen des geilen Feuerwerks am Rhein. Außerdem hatte ich mal dort eine City-Immobilie im Townhaus-Stil, die ich aber dieses Jahr verkauft habe.


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